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Kompost für den Outdooranbau selbst gemacht

Kompost für den Cannabisanbau selber herstellen

Kompost ist ein sehr guter organischer Dünger für Cannabispflanzen, der aus zersetzten festen und halbfesten Stoffen besteht und vor allem beim Outdoor-Grow zum Einsatz kommt. Kompost kann helfen viele Probleme, die draußen auftreten können zu vermeiden oder zu lösen und er stellt eine ausgezeichneten Zusatz für Erde dar. Mit seiner faserigen Struktur speichert er Nährstoffe und Feuchtigkeit. Viele Outdoor-Grower lieben Kompost, weil er günstig ist, reichlich vorhanden, mit einer erstaunlich produktiven Wirkung und er verbessert die Drainagefähigkeit im Boden. Zudem beinhaltet Kompost jede Menge an Mikroorganismen, die für ein gesundes Wachstum der Cannabispflanzen wichtig sind und die dabei helfen, Nährstoffe ideal für die Pflanzen verfügbar zu machen.

Bei der Kompostierung wird leicht verwertbares organisches Material unter dem Einfluss von Bakterien, Pilzen und Sauerstoff zersetzt und aufgespalten. Dabei werden Minaralstoffe wie Nitrate, Phosphate, Kalium, Magnesium sowie andere Nährstoffe verfügbar.

Kompost dient zur Verbesserung der Bodenstruktur, zur Neukultivierung von Flächen, zur Herstellung von Pflanzsuubstraten und organischen Erdmischungen. Ein recht vielseitiges Produkt, das vor allem auch Cannabispflanzen sehr gefällt.

Verwendung des Komposts:

compost

  • Kompost als Anteil des Substrats in größeren und großen Pflanzgefäßen im Freien zur organischen Langzeitdüngung
  • direkt in den Boden untergemischt im eigenen Garten
  • beim Guerrilla-Anbau, um den vorhanden Boden zu verbessern, als Langzeitdünger
  • Verwendung als Mulch: eine Schicht aus sehr reifem Kompost wird auf dem Boden um die Pflanze verteilt.
  • allgemein als wertvoller, nährstoffreicher Anteil in Deiner eigenen Erdmischung

 

Bei der Verwendung von Kompost solltest du darauf achten, dass dieser wirklich reif ist (mind. 1 Jahr alt) und alles Material komplett kompostiert bzw. verrottet ist. Nicht vollständig verrottete organische Stoffe entziehen dem Boden Stickstoff anstatt Stickstoff abzugeben. Ein reifer und hochwertiger Kompost hat eine dunkelbraune, fast schwarze Farbe.

Komposterde für CannabispflanzenDer richtige Standort für den Kompost(haufen)

Ein halbschattiger, windgeschützter Platz unter einem Baum ist der ideale Standort für den Kompost. Der Untergrund des Komposts darf nicht mit Platten, Teerbelag o.ä. verschlossen sein, weil sonst Fäulnis auftreten kann. Der Komposthaufen sollte maximal 2 m hoch sein.

Kompost für Cannabis herstellen

verschiedene Ausführung von Komposter

Für den Kompost im eigenen Garten sind einfache Holzrahmen, Drahtgestelle, Vermikomposter oder auch Fertig-Komposter aus dem Baumarkt geeignet. Am besten sollte man immer zwei Kammern (Rahmen) aufstellen, so dass sofort der zweite Komposter befüllt werden kann, wenn der erste voll ist. Viele Grower und Gärtner bauen sich selber einen Rahmen für den Kompost. Dieser kann entweder aus Holz, Ziegelsteinen oder auch geflochten sein wie unten zu sehen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Kompost beim Cannabisanbau, verschiedene Komposter

Was darf in den Kompost?

  • Mist von Schaf, Ziege, Pferd, Hase oder Rind (je älter umso besser, am besten mit Stroh vermischt und nicht mit Holzstreu)
  • frisch gemähtes Gras: wird ein Haufen daraus gebildet entstehen im Inneren Temperaturen von bis zu 80° Grad durch den Verrottungsprozess. Das hat den Vorteil, dass Schädlinge dadurch absterben.
  • Kaffeesatz
  • zerkleinerte Äste, Zweige
  • Brennnesselschnitt
  • frisch geschnitterner Schachtelhalm (ich empfehle diesen im eigenen Garten anzupflanzen so hat man immer genug davon)
  • Eierschalen
  • Stroh, Heu
  • Seegras, Meeresalge
  • Hornspäne
  • organische Zusätze wie: Gesteinsmehl/Urgesteinsmehl, Knochenmehl, Fischmehl, Guano, Dolomitkalk, Algenpulver

Beim Bestücken des Komposts darf man ruhig ein wenig wählerisch sein. Es geht darum, speziell für Cannabis einen sehr hochwertigen und möglichst zuverlässigen Kompost herzustellen und weniger darum alle möglichen Gartenabfälle und organischen Überreste loszuwerden. Dafür eignet sich dann ein weiterer anderer Komposthaufen in reichlicher Entfernung.

Was darf nicht in den Kompost?

  • anorganische Abfälle (Glas, Plastik, Metall usw.)
  • Pflanzenreste, die evtl. mit Schädlingen oder gefährlichen Pilzen verseucht sein könnten
  • Papier, Zeitungen
  • Staubsaugerbeutel
  • Fleisch, Fisch (-> extremes Geruchsaufkommen, Gefahr von schädlichen Bakterien und Pilzen, Gefahr von starkem Madenbefall…)
  • Kot von Hund oder Katze (ähnlich wie bei Fleisch)
  • Speisereste/gekochte Speiseabfälle (können zwar bedingt auf den Kompost, wenn es sich aber um einen „Cannabis-Kompost“ handelt würde ich es der Sicherheit halber lieber lassen, weil auch immer jede Menge ungewünschte Zusätze dabei sind (z.B. zuviel Salz, Fleischreste, Zusatzstoffe….)
  • Pflanzenteile, die mit chemischen Mitteln behandelt wurden oder im Verdacht stehen, dass sie mit Chemikalien behandelt wurden. Gewöhnliche Banananenschalen können beispielsweise gar nicht soviele wertvolle Stoffe in einen Kompost bringen wie sie Chemikalien auf ihrer Schale enthalten, das bedenken viele nicht. Es kann so zu einer ungewünschten Anreicherung von chemischen Stoffen im Kompost kommen, was gerade der biologisch organische und medizinische Gärtner vermeiden will.
  • Holzspäne und grobe Äste sollten nicht oder nicht zuviel eingebracht werden, weil sie zum einen recht sauer sind und zum anderen dem Boden wegen des langen Verrottungsprozesses dementsprechend lange den verfügbaren Stickstoff entziehen.

Was muss beachtet werden?

Kompost für Cannabis herstellen

Die notwendigen Bestandteile für die Kompostierung sind: Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff.

  • Sauerstoff: Für die Zersetzung und den Verrottungsprozess sind Mikroorganismen verantwortlich. Diese sterben ab, wenn der Komposthaufen zu nass, dicht und klitschig ist. Es kann dann nicht mehr ausreichend viel Sauerstoff eindringen. Bei zuviel anhaltendem Regen kann der Komposthaufen zeitlich begrenzt mit einer Folie bedeckt werden. Der Kompost sollte mit unterschiedlichen und vor allem auch faserigen Materialen durchsetzt sein, am besten man macht immer mal wieder eine Schicht Stroh dazwischen für eine gute Durchlüftung, den Kompost von Zeit zu Zeit mit einer Mistgabel o.ä. wenden und grob vermischen.
  • Für die Kompostierung ist Wasser notwendig, der Kompost sollte feucht aber nicht nass sein. Wenn der Kompost im Sommer zu sehr austrocknet, sollte man die Oberfläche mit einem Sprenkler gießen.
  • Es sollte immer eine gute Mischung aus Grünzeug (wie Grasschnitt) und faserigen organischen Stoffen bestehen, so dass es zu einer gewissen Erwärmung im Kompost kommt. (Grobes Material mit feinem gemischt).
  • Man sollte keine (zu großen) Äste oder Zweige verwenden, weil diese sehr lange brauchen bis sie verrotten, falls Äste in den Kompost kommen, sollten sie immer zuvor gehäkselt werden.
  • Mindestens 2x pro Jahr sollte der gesamte Kompost umgesetzt werden, um eine gut Durchlüftung und Durchmischung zu ermöglichen.
  • Wann und wo immer Du in deinem Garten einen gesunden und aktiven Regenwurm findest, nimm ihn und siedle ihn in deinen Komposthaufen um, dort fühlt er sich wohl und wird sich aktiv an der Herstellung von hochwertigem Kompost beteiligen. In jedem Komposthaufen sollten Regenwürmer sein. Der sogenannte Rote Mistwurm oder auch als Kompostwurm bekannt, kann jeden Tag das 1,5-fach seines eigenen Körpergewichts fressen. Das übersteigt sogar den Hunger von meinem extrem Nahrungsmittel interessierten Hund Gastone. Der Wurm vermehrt sich schnell und bewirkt durch seine Beteiligung eine krümelige Struktur des Komposts. Das führt wiederum zu einer guten Verteilung von Wasser und Sauerstoff im Kompost.
  • Wir empfehlen den Einsatz von Hypoaspis Miles auf dem Komposthaufen. Es handelt sich bei dem Präparat um in Vermiculit eingebrachte nützliche Raubmilbmilben mit einem sehr breiten Beutespektrum: dazu gehören Trauermücken(larven), Sumpffliegenlarven, Thripspuppen, Springschwänze, Nematoden, Eier von Duponchelia Fovealis, Weichhautmilbe Rizoglyphus robini, die Raubmilbe frisst aber gleichzeitig auch schädliche Pilze. Bei 25° Grad dauert die Entwicklung der Hypoaspis Miles ca. 12 Tage. Alle aktiven Stadien dieser nützlichen Raubmilbenart sind räuberisch gegen die genannten Schädlinge. In Abhängigkeit von der jeweiligen Bodenstruktur halten sie sich vor allem in der oberen Schicht des Bodens auf. Wenn keine ausreichende Beute vorhanden ist, kann Hypoaspis mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen, aus diesem Grund macht bereits der vorbeugende Einsatz Sinn. Im Gegensatz zu bestimmten Nematoden, die zwar schneller dafür auch kürzer wirken, setzt Hypoaspis langsamer ein und wirkt über mehrere Monate hinweg. Das Vermiculit-Raubmilben-Präparat wird einfach über die Pflanzen gestreut (nicht in das Substrat untergemischt) oder unter dem Grow-Tisch verstreut, wo oftmas Infektionsquellen von Trauermücken oder Sumpffliegen liegen. Für den prophylaktischen Einsatz genügen 100 Tiere pro qm. Bei einem bereits vorhandenen Befall sollte man 250 Tier pro qm aussetzen. Hypoaspis Miles ist im gesamten Grow ein sehr wirksames, vielseitiges und mächtiges biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel.

Kompost aufstellen

Wenn der Rahmen des Komposts am richtigen Ort plaziert ist, wird die unterste Schicht mit gehäkselten oder zerkleinerten (nicht zu großen) Ästen befüllt. Dadurch wird eine gute Durchlüftung sichergestellt. Darüber kann man schon das organische Material, das kompostiert werden soll, einwerfen. Am besten viele, möglichst verschiedene Materialien, die geeeignet sind, mischen, so dass der Kompost durchlüftet ist und locker bleibt.

eine mögliche Substratmischung mit Kompost

  • 1/3 Kokossubstrat
  • 1/3 Perlite oder Vermiculit
  • 1/3 Kompost

Ein gut verrotteter hochwertiger und richtig hergestellter Kompost macht kräftige, gesunde und widerstandsfähige Cannabispflanzen und sorgt für intensive Aromen und Geschmack später beim fertigen Produkt.

Kompost für Cannabis herstellen

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