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Die verschiedenen Einnahmemöglichkeiten von Cannabis

Einnahmearten-von-Cannabis

Medizinisches Cannabis wird als wirksames Medikament von Patienten auf der ganz Welt verwendet, um Symptome von zum Teil schweren Erkrankungen zu lindern und zu behandeln. Cannabis konnte sich sogar hilfreich zeigen bei Erkrankungen, für die es bislang keine oder keine befriedigende Behandlungsmöglichkeiten gibt und bei denen andere Behandlungsformen gescheitert sind.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Nebenwirkungen, die Cannabis dabei erzeugt auch und vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten extrem gering sind oder gar nicht auftreten. Schwere Nebenwirkungen, so konnte gezeigt werden, sind beim Einsatz von medizinischem Cannabis nicht zu erwarten. Bei verschiedenen Studien und Untersuchungen in den USA mit Langzeitnutzern konnten keine bezeichnenden oder relevanten Folgeschäden des Cannabiskonsums nachgewiesen werden. Unzählige Cannabisnutzer, die teilweise seit Jahrzehnten Cannabis medizinisch einsetzen erfreuen sich bester Gesundheit und sind überzeugt von dem Medikament Marijuana, weil es eben kaum oder keine Nebenwirkungen hat.

Wird Cannabis geraucht, kann es allerdings durch den Rauch und die Verbrennung, die dabei entstehen, auch zu einer Schädigung und Reizung der Lunge und Atemwege kommen. Durch jede Verbrennung entstehen krebserregende Stoffe, ebenso bei der Verbrennung von Cannabis, auch wenn diese bei Cannabis geringer ist als bei Tabak. Andere Konsumformen des Cannabis sind deswegen noch risikofreier und eignen sich zum Teil für den medizinischen Einsatz noch besser.

1.    Möglichkeit: Rauchen

Cannabis rauchen  Cannabis rauchen

Rauchen gehört zu den effektivsten Methoden (wenn auch nicht gesündesten) des Gebrauchs. Die Wirkung setzt sofort ein und kann vom Patienten sehr genau dosiert und kontrolliert werden.

Wenn Du Dich entscheidest, medizinisches Cannabis in Form von Rauchen zu konsumieren, gibt es hier einige hilfreiche Tipps, um die Gefahren von Teer und anderen Giftstoffen zu minimieren:

Wenn Du augrund einer Erkrankung, bestimmter Symptome und deiner ganz persönlichen körperlichen Verfassung einen höheren THC-Gehalt benötigst, dann verwende lieber Cannabis-Sorten, die dementsprechend auch einen hohen THC-Gehalt haben, anstatt ewig viel von THC-armen Cannabis(-Sorten) zu rauchen. So braucht man also weniger Inhalation um die gleich wirksame Dosis zu erhalten.

  • Es gibt Aktivkohlefilter, die in den Joint gedreht werden können und Teer sowie andere Giftstoffe aus dem Rauch filtern. Es entsteht ein milder, nicht kratzender Rauch.
  • Verwende nur Papers, die frei von chemischen Zusätzen sind.
  • Putze Deine Bong, Bubbler sooft es geht, um Teer und andere Rückstände zu entfernen anstatt mitzurauchen.
  • Die gesündere Alternative zum Rauchen ist das Vaporisieren, bei dem Cannabis und dessen Wirkstoffe verdampft, aber nicht verbrannt werden.

So funktionieren medizinische Vaporizer:
Der Vaporizer erwärmt die Cannabisblüten langsam auf eine bestimmte Temperatur, so dass die Wirkstoffe der Pflanze in Dampf übergehen ohne dabei zu verbrennen. Die Schädlichen Komponenten wie beim Rauchen sind nicht enthalten. Durch das Verdampfen kann der gleiche therapeutische Nutzen erreicht werden wie beim Rauchen allerdings ohne dabei ungesunde Giftstoffe aufzunehmen.
Beim Einsatz eines Vaporizers können außerdem durch Einstellung unterschiedlicher Temperaturen die verschiedenen Cannabinoide im Cannabis verstärkt oder in den Hintergrund gebracht werden und somit mit ein und der selben medizinischen Sorte unterschiedliche therapeutische Effekte erzielt werden. Siehe dazu mehr unter: Mit Temperaturkontrolle die medizinischen und psychoaktiven Effekte von Cannabis steuern

2. Möglichkeit: medizinisches Cannabis essen

Cannabis essen kochen mit Cannabis

Die Effekte von gegessenem Cannabis sind im Vergleich zum Rauchen oder Verdampfen ganz anders. Nahrungsmittel, die mit Marijuana angereichert wurden (infused)  wirken langsamer, länger und geben mehr körperliche Effekte als geistige und kopfmäßige. Die Wirkung wird dabei häufig als schwerer und tiefer beschrieben. Dies ist besonders vorteilhaft für Menschen mit chronischen Schmerzen.
Beim Essen von Speisen, die mit Marijuana angereichert sind, sollt man allerdings vorsichtig sein. Hierbei kommt es leicht zu Überdosierungen. Wenn Cannabis gegessen wird, kann es nicht so einfach und direkt dosiert werden wie beim Rauchen oder Verdampfen. Es kann dabei zunächst länger dauern bis eine Wirkung eintritt und weil die Cookies ansonsten auch sehr lecker schmecken neigt manch einer oder eine dazu vielleicht noch einen mehr zu essen. Nach 1-2 Stunden erst, trifft einen plötzlich die Wirkung, die dann evtl. viel zu stark ist. Deswegen sollt man zuerst mit einer kleineren Dosis beginnen und lange genug (mind. 2 Stunden) warten, ob die Wirkung denn wirklich zu schwach ist, oftmals kommt dann erst die Überraschung.

In unseren Rezeptangaben findet ihr Mengenhinweise für das medizinische Marijuana, welches hinzugefügt wird. Dabei handelt es sich immer um Mengenangaben die sich am Bedarf und den Erfahrungen unseres Teams orientieren. Bei jedem Patienten kann die hilfreiche, wirksame und angenehme Dosis eine andere sein. Tendenziell raten wir Patienten, die erstmals Cannabisrezepte ausprobieren, deutlich unter unseren Mengenangaben zu bleiben und sich diesen dann langsam zu nähern oder diese anzuwenden, wenn schon persönliche Erfahrungswerte vorliegen.

Es ist dabei auch wichtig zu erkennen, dass das essen von rohem Cannabis weitaus weniger medizinische Effekte liefert und daher nicht empfohlen wird. Cannabis-Esswaren werden mit Cannabis-Butter, Cannabis-Cocos-Öl oder Cannabis-Oliven-Öl hergestellt. Dies wird auch oft als infundiertes Öl oder Butter bezeichnet. Rezepte zur Herstellung von medizinischen Cannabis-Ölen findest du hier.

Mit dem Cannabis-Öl oder der Cannabisbutter werden die therapeutisch wirksamen Cannabinoide der Marijuanapflanze in das Essen gebracht. Es gibt die verschiedensten Lebensmittel, die mit Cannabis angerechert werden können: Brownies, Kuchen, Gebäck, Suppen, Süßigkeiten, Snacks, Dips uvm.
Die orale Einnahme von Cannabis in Form von Esswaren wird besonders von Menschen genutzt, die an Schlafstörungen, chronischen/schweren Schmerzen, und Spastik leiden. Bei Übelkeit oder Erbrechen ist diese Methode offensichtlich weniger geeignet.

3. Möglichkeit: Verwendung von Tinkturen

Cannabis-Tinkturen Verwendung Cannabis-Tinkturen Verwendung

Aus Cannabis können auch Tinkturen hergestellt werden. Diese Tinkturen können auch Nahrungsmitteln, Flüssigkeiten oder kosmetischen Produkten hinzugefügt werden. Direkt in kleinen Mengen unter der Zunge aufgetragen, bringen Tinkturen den meisten und schnellsten Effekt. Diese Anwendungsform ist besonders nützlich bei Übelkeit und Erbrechen und auch im Rahmen einer Chemotherapie. Tinkturen werden genauso wie Cannabis-Öle gemacht, indem hochwertige medizinische Cannabisblüten eingelegt werden. Allerdings sind Tinkturen auf Alkoholbasis. Die Cannabis-Blüten werden hierfür in Alkohol gelegt, wobei sich die verschiedenen medizinisch wirksamen Cannabinoide lösen und in den Alkohol übergehen. Typischerweise beginnen Patienten zunächst mit einer Dosierung von 2 Tropfen unter der Zunge (max. 2x pro Tag). Die Menge wird dann solange gesteigert bis die gewünschte Wirkung und angestrebten Effekte erreicht sind. Ein Rezept für eine Cannabis-Tinktur findest Du hier

4. Möglichkeit: Cannabis-Topicals (Cannabis-Cremes, Cannabis-Salben, Haut- und Massageöle mit Cannabis)

Cannabis-Topicals Cannabis-Topicals

Eine weitere alternative Art der Verabreichung für medizinisches Cannabis, welches frei von psychaktiven Reaktionen ist ( es sei denn diese werden auf Schleimhäuten aufgetragen), ist die äußerliche Anwendung. Cannabis-Topicals werden direkt auf die Haut aufgetragen als Lotionen, Balsam, Salben, Sprays usw. Die äußerliche Anwendung von Cannabis-Produkten wird auch vielfach und effektiv bei der Schmerzbehandlung eingesetzt. Auch Cannabis-Topicals können natürlich verschiedene Cannabinoid-Zusammenstellungen enthalten, ebenso wie die Tinkturen und Cannabis-Öle, je nachdem welches Cannabinoidprofil die dafür verwendete Marijuana-Sorte hatte. Die äußerliche Anwendung von medizinische Cannabis-Salben konnte schon vielen Patienten helfen, Arthritis, rissige Haut, Ekzeme, Sonnenbrand, Muskelschmerzen, Sehnenscheidenentzündung, Neurodermitis und andere Hauterkrankungen zu behandlen und zu bekämpfen.

Es kommt weiterhin zum Einsatz bei den schmerzhaften Symptome der Gürtelrose um diese zu lindern und zeigte sich vielfach hilfreich für den unglücklichen und komplikativen Verlauf der Gürtelrose, nämlich der Post-Zoster-Neuralgie (PHN), einer Nervenentzündung.

Cannabis-Topicals haben gezeigt, dass sie nicht nur entzündungshemmende Eigenschaften besitzen, sondern auch antibakteriell wirken und die Heilungszeit bei Verletzungen beschleunigen.

4. Möglichkeit: Medizinisches Cannabis in Getränken

Cannabis in Getränken Cannabis in Getränken

Die Blüten, Blätter und Stängel der Cannabispflanze können dazu verwendet werden um medizinische Tees herzustellen. Dieses Verfahren ist recht einfach. Wie bei anderen Kräutertees wird Wasser zum Kochen gebracht und über die Blüten oder Blätter gegossen. Siehe dazu Herstellung von Cannabis Tee. Ähnlich wie bei Cannabis-Esswaren und Tinkturen muss allerdings Alkohol, Öl oder Butter hinzugefügt werden, um zu erreichen, dass sich das THC löst. In Wasser ist THC nicht löslich. Oftmals wird auch Milch, die ebenfalls Fett enthält, verwendet.

Cannabis-Tee variiert in seiner Stärke, abhängig von der Art und Menge der Bestandteile. Man sollte auch hier zunächst mit einer kleinen Dosierung beginnen und diese steigern bis die gewünschte therapeutische Wirkung eintritt. Es macht Sinn dabei verschiedene Dosierungen und Cannabis-Sorten zu testen um die persönliche „Idealdosierung und Sorte“ zu finden. Auch die Kombination verschiedener Sorten zur Erhöhung der Cannabinoidvielfalt kann oftmals hilfreich sein.

Medizinisches Cannabis kann auch Limonade, Säften, Shakes oder anderen Getränken zugefügt werden, indem einige Tropfen Tinktur hinzugegeben werden.

5. Möglichkeit: Wax und BHO

k1 BH und die medizinische Anwendung
In Wax oder BHO liegen Cannabinoide in sehr hoher Konzentraition vor. Diese Produkte können gegessen werden oder auch in Tees verwendet werden. Es hat sehr wenig Geruch, ist in fester Form und man kann eine intensive Wirkung mit kleinen Mengen erreichen.
Mit BHO kann eine unmittelbare schnelle Wirkung bei der Schmerzbehandlung erreicht werden.

Konzentrate können auch in kleineren Mengen konsumiert werden. Für Patienten mit einer höheren Toleranz gegenüber den Effekten von Cannabinoiden, können diese Präparate mehr signifikante Linderung ihrer Symptome bewirken. Diese Medikamente bieten den Vorteil einer höheren Konzentration von Cannabinoiden zu enthalten mit weniger Pflanzenmaterial, was zu einem saubereren und gesünderen Rauch führt.

medizinische Anwendung Cannabis-Konzentrate medizinische Anwendung Cannabis-Konzentrate

Absolute Voraussetzung für die medizinische Anwendung von BHO ist die professionelle und saubere Herstellung (mit entsprechenden Reinigungsprozessen) dieser Konzentrate unter Verwendung hochwertiger Cannabis-Blüten.  Öl und Cannabis-Wachse werden konsumiert z.B. durch Erhitzen eines Titannagels in einer Bong, über den dann eine Glaskuppel gesteckt wird, so dass sich der Dampf sammelt, weniger durch direktes Verbrennen. Mehr zum Thema BHO findest Du hier

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