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Wie Cannabis das Wachstum von Krebszellen hemmen kann – aktuelle Studie

Marijuana gegen Krebs, der einsatz von Cannabis bei Krebs, medical marijuana

Wie verschiedene Medien berichten, z.B. huffingtonpost.de und der Independent, konnten Forscher der Universität von East Anglia in Norwich, England nun weitere Einzelheiten und Hintergründe über die Anti-Tumor-Effekte von THC und anderen Wirkstoffen von Cannabis sowie dessen Möglichkeiten bei der Behandlung von Krebs herausfinden.

Schauen wir uns die Studie genauer an. Die Forscher entdeckten hierbei die Existenz von bislang unbekannten Signalweg-Plattformen, die verantwortlich sind für das Schrumpfen von Tumorzellen. Die Studie wurde gemeinsam mit der Universität Complutense de Madrid in Spanien durchgeführt (unter anderem mit Dr. Cristina Sanchez). Das Team verwendete Proben von menschlichen Krebszellen und induzierte sie in Mäuse. Diese Tumore wurden dann gezielt mit dem Cannabiswirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) behandelt. Es zeigte sich, dass zwei Zellrezeptoren ganz besonders für die Anti-Tumor-Wirkung des medizinischen Wirkstoffs  THC verantwortlich waren.

Cannabis und Krebs

Dr. Peter McCormick, UEA’s school of Pharmacy, erklärt, dass die Hauptkomponente von Cannabis  Anti-Krebs-Eigenschaften besitzt. Diese chemische Verbindung sei laut ihm bekannt dafür, dass sie an einer bestimmten Familie von Zellrezeptoren nämlich den Cannabinoidrezeptoren wirkt. Es war bislang allerdings nicht klar, welche der Rezeptoren für die Anti-Tumor-Effekte von THC verantwortlich waren.

Die Forscher zeigten, dass diese Effekte durch die gemeinsame Wechselwirkung von CB2 und GRP55 vermittelt werden, zwei Mitglieder der Cannabinoid-Rezeptor-Familie. Die Ergebnisse helfen einige der bekannten, aber bisher noch schlecht verstandenen Wirkungen von THC auf das Tumorwachstum bei niedrigen und hohen Dosen zu erklären.

Dr. Peter McCormick : „Es gab ein großes Interesse, den Molekularen Mechanismus hinter dem Marijuana zu verstehen, speziell den hinter THC, und wie dieser die Krebserkrankung beeinflusst. Es gab auch einen Drive zu bemerken in der pharmazeutischen Industrie, synthetische Äquivalente herzustellen, die Anti-Krebs-Eigenschaften besitzen könnten.

Laut Dr. McCormick sei durch die Identifizierung der beteiligten Rezeptoren ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan, was die zukünftige Entwicklung von Therapeutika anbelangt, die die entdeckten Wechselwirkungen nutzen, um das Tumorwachstum zu reduzieren. Dr. McCormick fügt jedoch hinzu, dass sich Krebskranke nicht selbst behandeln sollten.
(Targeting CB2-Rezeptor GPR55 Heteromere moduliert Krebszellsignalisierung“im Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.)

In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass endlich auch in anderen Ländern die Forschung für Cannabis ermöglich wird, medizinische Fachkräfte und Ärzte mit spezifischem Wissen zur Verfügung stehen und Cannabis auch in Europa komplett als Nutz und Heilpflanze legalisiert wird. Cannabis mit seinem vielfältigen Nutzen und therapeutischen Eigenschaften sollte der Bevölkerung endlich wieder frei zugänglich gemacht werden, ohne alleine und ausschließlich der  Pharmaindustrie dazu zu dienen, große Profite zu erwirtschaften. Letztlich sollte jeder Patient gemeinsam mit einem Cannabis-Facharzt in Abhängigkeit der Erkrankung, der eigenen Einstellung und dem persönlichen Nutzen und Vorlieben entscheiden können, welche ganz bestimmte Cannabis-Sorte für die eigene Erkrankung sinnvoll ist oder ob ein spezielles Cannabinoid-Medikament zum Einsatz kommt.

Gerade bei Erkrankungen wie Krebs tickt für viele Patienten die Zeit und es geht manchmal um Leben und Tod. Es gibt also keinen Grund und keine sinnvolle Erklärung, eine möglich Hilfe weiterhin vorzuenthalten und Forschung zu blockieren oder nach wirtschaftlichem Interesse auszugestalten.

(Targeting CB2-Rezeptor GPR55 Heteromere moduliert Krebszellsignalisierung“im Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.)

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