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Tipps zur Steigerung der Harzproduktion

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Im Harz der Buds ist das enthalten, nachdem die meisten Cannabisliebhaber und medizinische Konsumenten suchen. Es beinhaltet die Cannabinoide, die für die Wirkung des Marijuanas verantwortlich sind. Die höchste Harzkonzentration haben üblicherweise die obersten Blüten der Pflanze (Headbud), die v.a. beim Indoorgrow das meiste Licht abbekommen. Cannabis Sorten, die für eine starke Harzproduktion gezüchtet wurden verfügen normalerweise über mehr kleine weisse Härchen, die sogenannten Trichome, als harzärmere Strains.

Die Eigenschaften einer Pflanze werden durch den Genotyp und den Phenotyp bestimmt. Während der Genotyp durch die Genetik der Pflanze veranlagt ist und durch Züchtung und Selektion verändert werden kann, bestimmt der Phenotyp, welche Gene sich bei der einzelnen Pflanze durchsetzen bzw. in den Vordergrung rücken. Grundsätzlich trägt jedes Chromosom eine Vielzahl von Genen, diese werden ähnlich den Lichtern einer Schalttafel aktiviert oder deaktiviert. Welche Gene aktiviert bzw. deaktiviert werden hängt von den Umweltbedingungen ab.

Die Harzproduktion wird weitgehend vom Genotyp bestimmt, was bedeutet dass es harzreichere und harzärmere Sorten gibt. Jedoch ist es möglich innerhalb des Genotyps einfluss auf die Harzproduktion zu nehmen und durch beispielsweise optimalere Lichtverhältnisse die Ausschüttung zu steigern.

Resin, Harzproduktion Cannabis

Es gibt im Grunde 3 Möglichkeiten, die Harzproduktion der Cannabispflanzen zu steigern.

1. Zugabe bioaktiver Substanzen

Durch die Zugabe bioaktiver Substanzen, wie sie auch in der Natur vorkommen, kann die Harzausschüttung angeregt werde. Durch Produkte, wie BioBud oder Ripen erhöht sich das Trockengewicht des Weeds und der Gehalt an Cannabinoiden und Terpenen. Durch eine Überdosierung dieser Zusatzmittel erreicht man jedoch oft das Gegenteil. Auch hier gilt wie beim Düngen allgemein nicht der Grundsatz „Viel hilft viel“. Halte Dich deshalb bei der Dosierung immer an die Herstellerangaben und beginne nicht selbst damit herumzuprobieren!

2. Veränderung des Lichtspektrums

Durch die Veränderung des Lichtspektrums kann gegen Ende der Blütephase eine verstärkte Harzproduktion erreicht werden. Die Pflanzen erhalten durch zusätzliche Lichtwellen einen regelrechten Boost und schütten mehr Harz aus. Durch das zusätzliche Beleuchten der Pflanzen während der Blütephase mit einem LED-Booster wird nicht nur der Ertrag gesteigert, auch die Harzproduktion kann um bis zu 15% erhöht werden.

3. Veränderung der Umweltfaktoren

Die Harzproduktion wird auch maßgeblich von Umweltfaktoren wie dem CO2-Gehalt der Luft und der Temperatur mitbestimmt. Während sich CO2 während des Wachstums und auch zu Beginn der Blüte sehr positiv auswirkt (siehe auch CO2 beim Indoorgrow), ist am Ende der Blütephase das Gegenteil der Fall. Wird während der letzten Woche vor der Ernte der Co2-Gehalt abgesenkt, kann die Pflanze mehr Ethylen herstellen. Diese pflanzeneigenen Hormone regen u.a. die Harzausschüttung an, was eine erhöhte Produktion zur Folge hat. Die gleichen Effekte können durch eine Absenkung der Temperatur im Growroom ausgelöst werden. Vor allem Indica-Strains reagieren auf kühlere Temperaturen gegen Ende der Blütephase mit einer erhöhten Harzausschüttung und einer stärkeren Konzentration der Cannabinoide und Terpenoide in den Blüten. Allerdings erhöht sich durch die Temperatursenkung das Risiko, dass die Pflanzen an Botrytis oder anderen Pilzkrankheiten erkranken. Deshalb sollte man die Temperatur nur in einem sehr gut belüfteten Growroom und mit einiger Erfahrung beim Grow absenken.

Wie schon mehrfach erwähnt sollte man sich immer vorsichtig herantasten und schon über einige Erfahrung verfügen, um für sich und die angebauten Sorten die besten Ergebnisse zu erzielen.

Besonders Indicas haben in der Regel eine stärkere Harzproduktion als Sativas, White Widow hat sogar ihren Namen wegen ihrer vielen weissen Härchen erhalten. Im folgenden möchten wir besonders harzreiche Strains vorstellen:

Warlock Warlock von Serious Seeds:

Warlock ist eine der besten Indicas, die es derzeit auf dem Markt gibt. In British Columbia ist sie das meistverordnete medizinische Cannabis. Wegen ihrer extremen Harzproduktion ist sie ideal zur Herstellung von Konzentraten.

Warlock gewann beim High Time Cup 2011 den 2. Platz in der Konzentrate Kategorie

 

G13 Haze von Barney’s Farm:G13 Haze

Die G13 Haze ist eine Kreuzung aus der berühmt-berüchtigten G13 und einer havaiianischen Haze. Das Ergebnis ist ein reines Harzwunder, das den typischen Haze Geschmack und Turn hat, aber relativ klein bleibt und nur 10-12 Wochen Blütezeit benötigt. Ideal also auch für den Indoor Grow.

  • 1. Platz High Times Cup 2007
  • 2. Platz Cannabis Cup 2006

 

La BlancaLa Blanca von Kannabia:

Sie ist eine weisse Sorte aus dem White Widow Strain, die sich durch eine sehr starke Harzproduktion und hohe THC- sowie THC-Werte auszeichnet. Ihre Wirkung ist sehr entspannend ohne zu stark auf den Körper zu gehen.

La Blanca gewann beim Cannabis Canarias Cup den 3. Platz in der BHO Kategorie.

 

Resina Auto

Resina von Cannamed:

Resina ist das spanische Wort für Harz und diesen Namen trägt sie zurecht. Resina ist ein indicadominanter Strain, der enorme Mengen Harz liefert und einen THC-Gehalt von 26%, sowie 1,1% CBC und 0,2% CBN besitzt. Sie hat einen sehr fruchtigen Geschmack und wirkt durch ihr Cannabinoid-Profil sehr entspannend und beruhigend.

 

Devil Fruit, Medical SeedsDevil Fruit von Medical Seeds:

Devil Fruit ist eine indicadominante Sorte, die aus der Kreuzung einer Shishkaberry mit einer Great White Shark entstand. Ihre White Widow Vorfahren werden in diesem medizinischen Strain noch veredelt und die Harzproduktion ist enorm. Wegen ihrer sehr hohen THC-Werte wird sie zur Enspannung und zum Abbau von Ängsten eingesetzt.

1. Platz Cannabis Galicia Cup 2010, Extraction category

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