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Kann dunkle Schokolade das High von Cannabis verstärken oder verlängern?

Schokolade und Cannabis, der Einfluß von Schokolade auf das High, Cannabis Blog 1000Seeds

Fast jeder liebt sie, viele glauben sogar süchtig danach zu sein. Aber Schokolade kann mehr sein als einfach nur ein Genußmittel, obwohl das bislang nur wenig beachtet wurde. Nun fand man heraus, dass Schokolade ebenfalls eine Menge von Chemikalien enthält, welche auf das Gehirn wirken, einschließlich Anandamid, eine Komponente, die sehr ähnlich wirkt wie Marijuana.

Anandamid wurde zuerst 1996 in Schokolade gefunden. Die Entdeckungen an der University of Manchester als ein Teil des International Congress on the History of Science, Technology and Medicine 2013, zeigten, dass Schokolade durchaus nicht immer als gute Sache akzeptiert wurde. Einige Zeit wurde Schokolade für bestimmt Erkrankungen in der Gesellschaft verantwortlich gemacht. Auch hier wird wieder eine gewisse Ähnlichkeit zum Marijuana deutlich. Anandamid ist im Körper der nächstgelegene Stoff zu den Cannabinoiden.

Viele Menschen haben regelrechten Heißhunger nach Schokolade und lieben es welche zu essen. Die Erklärung hierfür könnte das in der Schokolade enthaltene Anandamid sein. Anandamid wird auch von Körper selbst hergestellt und ist nicht die einzige Chemikalie in Schokolade, die die Aktivitäten der Cannabis-Komponenten (als Cannabinoide bekannt) imitiert. Tatsächlich haben Forscher eine Vielzahl in Schokolade enthaltenen Chemikalien identifiziert, die in der Lage sind, das menschliche Cannabinoid-System, direkt oder auch indirekt zu aktivieren.

Laut Dr. Daniele Piomelli, einer der Wissenschaftler, die als erste Cannabinoide in Schokolade identifizierten, spielen diese Chemikalien wahrscheinlich eine größere Rolle als nur die Anandamide, die durch die Freude des Verzehrs entstehen. Piomelli erklärt gegenüber Science News, dass die Aktivität von „Schokoladen-Cannabinoiden“ spezifischer sein können als die von THC, da Anandamid bereits im Gehirn vorhanden ist, um bestimmte Funktionen zu steuern.

„Wenn jemand einen Joint raucht, geht das THC in das Gehirn und aktiviert dort alle Cannabinoid-Rezeptoren. Dadurch bekommt man ein globales High“

Schokolade und Cannabis

Viele Menschen greifen zu Schokolade, wenn sie sich depressiv oder frustriert fühlen.

Interessanterweise scheint dunkle Schokolade, eine viel höhere Menge von Cannabinoiden (zwei bis drei Mal mehr) zu enthalten, als Milchschokolade. Dunkle Schokolade wirkt sich auch bei hohem Blutdruck hilfreich aus und wird als die gesündere Schoko-Variante angesehen.

In einer Reihe von Studien hat der Forscher Daniele Piomelli am Neurosciences Institute in San Diego wie bereits erwähnt mehrere Anandamid ähnliche Substanzen in der Schokolade gefunden. Hierbei waren besonders zwei Anandamid-ähnliche Komponenten interessant, die in höheren Mengen entdeckt wurden und einen Einfluss haben könnten auf das High von Cannabis-Verbrauchern: N-Oleoylethanolamin und N-linoleoylethanolamin.

Bei der Verwendung von in vitro Experimenten fand Piomelli heraus, dass beide sowohl N-Oleoylethanolamin als auch N-linoleoylethanolamin den Anandamid-Breakdown verzögern und verlängern. Piomelli bemerkte weiterhin, dass die Anandamid-ähnlichen Stoffe in der Schokolade nicht an den Rezeptoren andoggen, sie verhindern aber den Breakdown (Abbau) von Anandamid und vermutlich auch von Cannabinoiden. Wenn dies der Fall ist, kann das Cannabis-High dementsprechend durch dunkle Schokolade verlängert werden. In dem Zusammenhang wird auch vermutet, dass durch die schwarze Schokolade bestimmte Effekte des Cannabis auch verstärkt werden könnten. Voraussetzung ist in jedem Fall der Genuß größerer Mengen an dunkler Schokolade (am besten mit 80% oder 90% Kakaoanteil) vor nach und während dem Konsum am besten. Heiße Schokolade aus Kakaopulver könnte auch eine gute Möglichkeit sein, weil hier der Kakaoanteil sehr hoch ist.

Schokolade und Cannabis

mit Cannabis infundierte Schokolade ist in den USA ein absolutes Trendprodukt

Es gibt dazu bereits zahlreiche Bericht von Konsumenten, die mit der Sache ihre eigenen Erfahrungen gesammelt haben, aber es muss definitiv noch weiter untersucht werden. Deswegen wünsche ich allen Cannabis- und Schokoladen-Liebhabern viel Spaß beim weiteren erforschen und experimentieren und freue mich über eure Meinungen und Erfahrungen. Wir werden die Sache jedenfalls auch nochmal genauer durchtesten und euch dann Bescheid geben 😉

Euer Juan

Schokolade und Cannabis

Siehe auch unsere Cannabis-Schoko-Rezept:

 

 

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