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Hydroponik, Aeroponik, Aquaponik – 7.Teil: Deep-Water

Heute geht es in unserer Hydroponik-Reihe um die Deep-Water-Culture (DWC). Dabei befinden sich die Wurzeln dauerhaft in einer mit Sauerstoff angereicherten Nährlösung. Die Pflanzen werden in Steinwolle gekeimt bzw. vorgezogen und stehen dann meist in mit Hydrokorrels gefüllten DWC-Töpfen. Diese hängen in mit Nährlösung befüllten Eimern und sollten nur soweit gefüllt sein, dass die Nährlösung den Blähton gerade berührt. Die Hydrokorrels ziehen die Nährlösung nach oben und das Wurzelwerk kann sich gut entwickeln. Bald schon wachsen die Wurzel aus den Töpfen und hängen ins Wasser.

Der Nährlösungsspiegel wird mit fortschreitendem Wuchs der Pflanzen abgesenkt. Die Wurzeln müssen nicht komplett eintauchen, im Gegenteil, durch ein Absenken des Wasserspiegels werden die Pflanzenwurzeln stärker der Luft ausgesetzt. Cannabis kann mehr Sauerstoff aus der Luft als aus dem Wasser aufnehmen. Ein Absenken des Nährlösungsspiegels wirkt sich also positiv auf Ertrag und Qualität aus.

bubbler  deepwater

Die Nährlösung sollte mindestens einmal wöchentlich ausgewechselt und der Behälter/Eimer mit heißem Wasser gereinigt werden um Algen, Salzablagerung und Schimmel zu vermeiden. Damit Algenwuchs verhindert wird, muss der Eimer absolut lichtundurchlässig sein, es darf auf keinen Fall Licht auf die Nährlösung fallen. Der pH-Wert muss selbstverständlich regelmäßig kontrolliert werden und während des Durchgang kontinuierlich von 6,3 auf 5,5 abgesenkt werden.

  • pH-Wert: kontinuierlich von 6,3 auf 5,5 absenken

Bei einfachen Deep-Water-Systemen ist ein Netztopf in der Mitte des Eimerdeckels angebracht. Im Eimer befindet sich ein Sprudelstein, der durch eine Pumpe die Nährlösung mit Sauerstoff anreichert. Das Wasser im Eimer sprudelt, weshalb die Deep-Water-Methode auch oft als Bubbler bezeichnet wird.

dwc

Recirculation Deep Water Culture (=Umwälz- bzw. Rückführungs-Tiefwasser-Kultur)

Aufwendigere Systeme sind rezirkulierend aufgebaut, d.h. sie bestehen aus einem Tank, welcher mehrere Eimer mit Wasser versorgt. Der Vorteil besteht darin, dass die pH-Werte und EC-Werte nicht für jeden Eimer einzeln bestimmt werden müssen, eine Überprüfung der Nährlösung im Tank ist ausreichend. Die Temperatur der Nährlösung muss niedrig gehalten werden (ca. 18-20° Grad), so dass es nicht zu Algen- oder Krankheitsbefall kommt. Im Sommer kann dies bedeuten, dass eine weitere Kühlung eingesetzt werden muss. Dann ist es ebenfalls einfacher, wenn nur ein Tank gekühlt werden muss.

DWC-Systeme brauchen ausreichend Wasser & Sauerstoff und eine genau abgestimmte Nährlösung. Mit einigem Fachwissen lassen sich jedoch relativ leicht sehr gut Ergenisse erzielen.

->weiter zu: Hydroponik, Aeroponik, Aquaponik – 8. Teil: NFT

 

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