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Outdoor Cannabispflanzen richtig bewässern

Cannabispflanzen Wasser

Einer der wichtigsten Faktoren beim erfolgreichen Outdoor-Grow ist das richtige Bewässern der Pflanzen. Medizinische Cannabispflanzen, die im Freien angebaut werden, brauchen sehr viel Wasser, ganz besonders, wenn sie groß sind. Die großen Pflanzen in der vegetativen Phase oder hohe blühende Cannabispflanzen können 30-80L Wasser täglich brauchen, wenn es im Sommer heiß wird. Das erfordert einiges an logistischem Aufwand und ein wenig Planung zuvor. Kleinere Pflanzen oder Marijuanapflanzen in Containern haben einen entsprechend geringeren täglichen Wasserbedarf.

Das richtige Bewässern der Pflanzen und die Wasserqualität haben einen entscheidenden Einfluß auf den Grow-Erfolg. Zudem sollte die Bewässerung, ob per Hand oder mit einem Bewässerungssystem in vielen Teilen der Welt unauffällig und diskret sein. Im Hinterhof-Marijuanagarten, auf der Terrasse oder dem Balkon ist die Bewässerung der Outdoorpflanzen relativ einfach umzusetzen und kann mit der Gießkann, einem Wasserschlauch oder einem selbst installierten Bewässerungssystem vorgenommen werden.

Outdoor anbau Wasser

Ein Bewässerungssystem für Outdoorpflanzen kann mit wenig Aufwand installiert werden und erspart einiges an Zeit.

Bei Guerilla-Gärten ist die Bewässerung der Pflanzen meistens wesentlich aufwendiger und anstrengender. Das Wasser kann in Plastikflaschen in einem Rucksack herbeitransportiert werden oder muss oftmals bei größeren Pflanzen und Anbauflächen in einem Wassertank in der Nähe der Pflanzen gespeichert werden, wenn vor Ort kein Wasser vorhanden ist.

Der Wasserverbrauch Deiner Pflanzen hängt stark von den klimatischen Bedingungen (Sonneneinstrahlung, Wind, Temperatur, Regen) und von der Größer und Sorte der jeweiligen Pflanze ab.

Die Cannabispflanzen sollten am frühen Morgen bewässert werden, so steht ihnen das Wasser, das sie tagsüber brauchen zur Verfügung und kann gut von den Wurzeln abtransportiert werden. Steht das Wasser zu lange im Boden bei den Wurzeln oder sammelt sich im Topf, befindet sich dadurch zu wenig Sauerstoff in der Wurzelzone. Die Pflanzen mögen das nicht. Wenn später am Tag gegossen wird, kommt es leichter zu einer Überbewässerung, was zu einem verlangsamten Wuchs und Wurzelfäule führen kann.

Der Boden sollte am besten immer feucht, aber nicht nass sein. Es ist wichtig, die Cannabispflanzen im Freien täglich zu checken und zu kontrollieren, ob Wasser benötigt wird. Ist die oberste Erdschicht ca. 3-4 cm unter der Oberfläche trocken geworden, ist es an der Zeit wieder zu gießen. Dabei sollten 20-30% des Gießwassers wieder aus den Drainagelöcher unten im Topf herausfließen. Cannabispflanzen, die direkt in den Boden gepflanzt wurden, werden solange gegossen bis der gesamte Boden rundherum komplett nass ist.

Bei mehreren Pflanzen, größeren Ladys oder wenig Zeit macht es in vielen Fällen Sinn ein automatisches Bewässerungssystem zu installieren. Outdoor kommt vor allem die Tropfbewässerung zum Einsatz. Eine automatische Bewässerung erfordert aber ebenso tägliche Kontrolle, evtl. Nachjustierung und Einstellung, Kontrolle, dass alle Düsen frei sind, die Pflanzen wirklich richtig und ausreichend bewässert werden usw. Entgegen der Meinung vieler Anfänger ist die automatische Bewässerung kein Selbstläufer, den man nur einmal einrichten muss. Man spart in so weit Zeit und Arbeit, dass das Wasser eben nicht einzeln zu den Pflanzen hingetragen werden muss oder alle Pflanzen mit einem Schlauch abgelaufen werden müssen. Die tägliche Kontrolle kann man damit nicht einsparen. Ein Bewässerungssystem kann helfen, dass die Pflanzen immer und genau zur selben Zeit das benötigte Wasser bekommen und es zu keiner bedenklichen und schädigenden Austrocknung kommt, weil man eben erst 2 Stunden später Zeit zum Gießen hatte. Das kann für Menschen, die viel beschäftigt sind oftmals eine wirklich hilfreiche Sache sein. Automatische Bewässerungsanlagen werden mit einer Zeitschaltuhr gesteuert und sollten auch vor allem früh anlaufen und den Boden mit ausreichend Wasser sättigen.

Durch das Anbringen von Windschutz bei den Pflanzen und Mulchen des Bodens kann der Wasserverbrauch der Pflanzen vermindert werden, bzw. es wird dadurch erreicht, dass weniger Wasser verdunsten kann.

Bewässerungs-Tips:

  • Outdoor-Containerpflanzen werden immer dann und erst dann gegossen, wenn die oberste Erdschicht 2-6 cm getrocknet ist, je nach Topfgröße.
  • 20-30% der Gießwassers sollten wieder unten aus den Drainagelöchern laufen
  • Töpfe und Wurzeln nie länger als wenige Minuten im Wasser stehen lassen, sonst beginnen Wurzeln abzusterben.
  • Wenn die Cannabispflanze schon die Blätter hängen läßt und welk wird, muss gegossen werden, an diesem Punkt nicht mehr warten mit der Bewässerung.

Große Pflanzen brauchen immer mehr Wasser als kleine. Das liegt in der Natur der Sache. Kleine Pflanztöpfe müssen meistens öfters gegossen werden als große. Je gesünder eine Pflanze ist, umso besser wächst sie und umso höher ist ihr Wasserbedarf.

Sativas haben ein größeres Wurzelsystem und brauchen daher im Allgemeinen mehr Wasser als Indicas. Wenn eine gute Drainage in den Töpfen/im Boden vorhanden ist und überschüssiges Wasser ablaufen kann, gelingt es nur schwer große Cannabispflanzen im Freien zu überwässern. Wenn die Marijuanapflanzen sehr viel Wind ausgesetzt sind, kann der Wasserverbrauch wesentlich höher sein.

Gesunde Outdoor-Pflanzen in 8-11L Töpfen müssen im Sommer normalerweise 1-2 täglich gegossen werden (evtl. öfter falls sehr heiß und viel Wind). Während der Blütezeit brauchen Outdoor-Pflanzen besonders viel Wasser um ihre Blüten zu bilden. Wassermangel kann an dieser Stelle zu kleinen Buds und vermindertem Blütenwachstum führen.

Bei Cannabispflanzen, die direkt in den Boden gepflanzt wurden, sollte man immer die Nachbarschaft, also Pflanzen, die in der Nähe sind, bedenken. Stehen Pflanzen neben einer großen Hecken oder verschiedenen Bäumen können sie 3x soviel und mehr Wasser brauchen als Pflanzen, die auf freier Fläche stehen. Großen Pflanzen und Bäume in der Nähe der Marijuanapflanzen saugen nämlich ebenfalls sehr viel Wasser aus dem Boden. Entsprechend mehr muss gegossen werden.

Feuchtigkeits-Test

Mit einem Bodenfeuchtigkeitsmessgerät kann die exakte Feuchtigkeit des Bodens gemessen werden und das an verschiedenen Stellen und tiefen des Bodens.

Kleine Pflanztöpfe trocknen bei hohen Temperaturen schnell aus und müssen täglich (evtl. mehrfach) gegossen werden. Falls man dies einmal vergisst oder nicht dazu kommt, beginnen die Pflanzen zu welken. Die feinen Haarwurzel trocknen aus und sterben.

  • 3-4 Tropfen biologisch abbaubares (organisches) Spülmittel auf 1L Gießwasser sorgen dafür, dass das Wasser den Boden besser durchdringen kann. Dies hilft auch gegen diese steinharten ausgepackenen Erdblöcke in den Töpfen.

Wenn ein kleinerer Pflanztopf völlig ausgetrocknet ist und die Pflanze darin sichtlich leidet, kann man auch den gesamten Topf in einem Eimer mit Wasser für 3 Minuten untertauchen. Nur den Topf, die Pflanze ist oberhalb der Wasseroberfläche. Nicht länger sonst können Wurzeln absterben und überschüssiges Wasser sollte anschließend aus dem Pflanztopf ablaufen können.

Vor allem die Erde in Töpfen kann mit der Zeit sehr hart und wie ein Block werden. Gießt man dann die Cannabispflanze, läuft alles an diesem ausgebackenem Erdblock vorbei und einfach unten wieder aus den Drainagelöchern heraus, ohne dass die Wurzeln mit Wasser in Berührung gekommen wären. Dies führt dann auch zu Austrocknung. Durch die Verwendung von Smart Pots oder anderen Texpots kann das Problem verhindert werden. Eine andere Möglichkeit ist, die oberste Schicht des Bodens mit sauberen Fingern oder einer Harke vorsichtig aufzulockern und aufzubrechen, so dass Wasser wieder aufgenommen werden kann. Dabei sollte man aufpassen möglichst keine Wurzeln, die nahe der Oberfläche liegen zu zerstören. Wegen einem abgerissen Wurzelstückchen muss man nicht in Panik geraten aber wildes Rumrühren im Pflanztopf sollte natürlich vermieden werden.

Wird die Erde um die Cannabispflanzen herum, die direkt im Boden gepflanzt wurden zu kompakt und hart, sollte die Oberfläche ebenfalls mit einer Harke vorsichtig aufgelockert werden. Auf diese Weise kommt wieder mehr Wasser und auch Luft in die Wurzelzone, was sich insgesamt vorteilhaft auswirkt.

<mehr Infos in unseren Growtipps>

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