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Die Stärke & Potenz von Grass

die Potenz von Marijuana, trichome und Potenz

Marijuana wird schon immer und hauptsächlich wegen seiner Trichome kultiviert. Diese werden teilweise zu Haschisch oder Extraktionen weiterverarbeitet. Das Ziel beim Anbau ist die Produktion und Ernte von THC-reichen Trichomen. Neben Geschmack, Aussehen, Form der Buds und weiteren Kriterien ist und bleibt eines der wichtigsten die Wirkung.

Trichome und Harz

Trichome kommen in der Natur bei Pflanzen in vielen verschiedenen Formen und Größen vor und dienen unterschiedlichen Zwecken. Auch Cannabis nutzt seine Trichome für unterschiedliche Zwecke. Das oberste Ziel der Cannabispflanze besteht in der Produktion von Samen, womit sie ihre Genetik weitererhält und zukünftiges Wachstum neuer Pflanzen sichert. Die Trichome schützen die Seeds vor Austrocknung, Insekten, Tieren und Pilzerkrankungen.

Cannabis Trichome

Eine wichtige Sache ist, dass eine starke Harzproduktion nicht automatisch mit einer sehr hohen Potenz der Pflanze zusammenhängen muss. In vielen Fällen sind sehr harzreiche Pflanze auch besonders potent, aber es gibt keine Garantie dafür. Dies hängt damit zusammen, weil das fließende Harz an den Blüten je nachdem THC und andere Cannabinoide besser oder schlechter halten kann.

Indicastrains haben meistens eine dickere Harzschicht an den Blüten und wirken kristalliger als Sativas, gleichzeitig bieten sie eine andere Wirkung als die Sativas. Selbst wenn ein Klon einer harzreichen Cannabispflanze verwendet wird, kann das Grass, welches später herauskommt, allein aufgrund verschiedener Umweltbedinungen unterschiedlich stark sein. Das heißt auch Klone werden nicht gleich stark und potent sein, wenn sie nicht exakt die gleichen Umweltbedinungen haben.

Cannabis ist in der Lage verschiedene wirksame Cannabinoide zu bilden bzw. zu konvertieren. Dazu ist es wichtig, die entsprechenden Bedingungen zu schaffen um die Bildung dieser Cannabinoide zu fördern und zu ermöglichen.

Die Umwelteinflüsse

Es erfordert eine qualitativ hochwertige Genetik um High-Quality-Marijuana zu züchten und bestes Grass zu erhalten. Dies ist aber nur die eine Hälfte der Miete. Die genetischen Voraussetzungen (Genotyp) spielen nur zu 50% eine Rolle bei der Erscheinung und der Qualität (Phänotyp) einer vorhandenen Pflanze. Die anderen 50% werden bestimmt durch die Umwelteinflüsse wie Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, Erde, Nährstoffzufuhr usw. Beide Faktoren, genetische Faktoren und Umweltfaktoren, sind entscheiden und von großer Bedeutung für die physikalische sowie die chemische Erscheinung der Marijuana-Trichome.

Marijuana wächst verstreut über unseren Planeten in vielen verrschiedenen Regionen. Die potentesten Cannabis-Sorten mit den höchsten THC-Anteilen findet man auf der Erde in der Gegend um den Äquator und in Hochlagen im Gebirge (Nepal, Indien, Kashmir…). Beide Regionen haben eines gemeinsam: eine hohe Lichtintensität und und eine große Menge an ultraviolettem (UV) Licht. Es gibt eine Korrelation zwischen Höhenlage und gesteigerter Potenz. Dieser Zusammenhang deutet wiederum darauf hin, dass die Cannabispflanze Resin, also Harz produziert, um sich selbst und ihre Seeds vor dem ultravioletten Licht und der damit verbundenen Schädigung zu schützen.

Cannabis Harzproduktion

Wie oben erwähnt: Eine genetisch hochgradig THC-reiche Sorte wird in einer „mageren“, weniger optimalen Umgebung maximal mittlere THC-Resultate erreichen. Die Luftfeuchtigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Harzproduktion einer Pflanze. Obwohl einige potente Cannabis-Strains in der äquatorialen Gegend auch in höherer Feuchtigkeit wachsen , treten die meisten THC-reichen Marijuana-Sorten in trockenen Gebieten wie Afghanistan oder Indien auf. In diesen trockenen Gegenden werden die Blüten der Cannabispflanzen sehr fest, dicht und harzig (-> Indicas) wohingegen sie in den feuchteren Gebieten um den Äquator mehr luftig, luftdurchlässig und pauschig werden (-> Sativas), da sie ansonsten schnell schimmeln würden.

Marijuana, dass in feuchterer Umgebung kultiviert wird, wird sehr oft längere Stiele an den Trichomen aufweisen als der gleiche Strain, wenn er unter trockeneren Bedingungen angebaut wird. Während eine feuchtere Umgebung die Blüten zwar oftmals sehr kristallisiert aussehen läßt, wird das Harz dieser Pflanzen nur weniger THC enthalten, als das der gleichen Pflanze, welche unter trockenen Bedinungen kultiviert wurde. Ein weiteres Problem besteht darin, dass längere Trichomestiele leichter beim Umgang und der Verarbeitung abbrechen/abfallen.

Einige Studien habe gezeigt, dass ein hoher Kalium-Level einen negativen Einfluß auf die THC-Produktion hat. Während industrielle Hanfsorten besonders vor der Ernte einen hohen Bedarf an Kalium haben, ist bei den potenten Marijuana-Sorten genau das Gegenteil der Fall. Neben dem Geschmack und dem gesundheitlichen Aspekt ist dies ein weiterer Grund, der für das 2-wöchige Flushen also Spülen der Pflanzen spricht.

Cannabis in der Mischkultur

Pflanzen können innerhalb einer Growanlagen zusammenspielen und sich gegenseitig negativ oder auch positiv beeinflussen. Es konnten deutlich positive Ergebnisse dokumentiert werden, wenn bestimmte Pflanzen nebeneinander angebaut wurden. Im Zusammenhang mit Cannabis ist dazu bislang noch wenig bekannt, aber langjährige Grower und Forscher haben herausgefunden, dass sich bei Cannabis besonders die Nachbarschaft mit Brennessel (Urtica dioica) positiv auswirkt und die Bildung essentieller Öle steigert.

Aus meinen persönlichen Erfahrungen und denen anderer Grower hat sich gezeigt, dass man Cannabispflanzen am besten nicht mit Geranien, Wein, Gurkenpflanzen… zusammen anbauen sollte. Diese übertragen in kürzester Zeit und sehr leicht alle möglichen Krankheiten und Schädlinge und sind selbst für diese viel zu anfällig. Man tut sich keinen Gefallen damit.

Knoblauch, Zwiebel und Chillischoten eigenen sich hingegen ausgezeichnet für eine Mischkultur und helfen zusätzlich Ungeziefer abzuhalten. Chillischoten zwischen den Cannabispflanzen kann übrigens auch im Indoorbereich eine nette und sogar hilfreiche Sache sein. Chillis helfen Schimmel abzuwehren und halten Schädlinge fern.

Anbau für die Potenz

Durch den jahrzehntelangen Anbau von Cannabis-Sorten im Indooor-Bereich unter künstlichem Licht haben sich die einzelnen Sorten an die veränderten Bedingungen angepasst und auch dementsprechend genetisch verändert. Einige Experten in der Cannabis-Forschung und Entwicklung glauben, dass die lange Verwendung von Natriumdampflampen beim Anbau zu einem schwächeren THC-Level bei den Strains geführt hat, weil NDLs kein ausreichendes und umfassendes Lichtspektrum wie die Sonne liefern können.

Der beste Weg um hochpotente und einzigartig gute Pflanzen im Indoorbereich zu erhalten und dauerhaft zu ernten, ist die Selektion genetisch besonders wertvoller Pflanzen unter vielen Qualitäts-Samen. Nach dem Motto unter den Königinnen gibt es wieder eine Königin und diese muss man finden. Auch Seeds ein und derselben Seedbank von der gleichen Sorte, können sich vergleichsweise immer nur wie Geschwister ähnlich sein, dies sind keine Klone. Von 10 Seeds wird einer der beste sein, von 100 Seeds auch….

Über die vielen Jahre des Cannabis-Anbaus im privaten Bereich haben Grower an unzähligen Methoden experimentiert und herumgetestet, wie man wohl die Harzproduktion am besten erhöht. Einige davon erinnerten mehr an ein hippimäßige Zufallsprinzip als an echte Grower-Kenntnisse. Inzwischen nimmt das Wissen über Anbau zunehmend professionelleren und mehr wissenschaftlichen Charakter an.

Harzproduktion steigern Cannabis

Die beste Harzproduktion mit dem größten THC-Level kann im Indoorbereich erreicht werden, wenn für die Wachstumsphase der Cannabispflanze eine Matalldampflampe (150W-1000W je nach Anbaufläche, blaues Licht) und für die Blühphase eine Natriumdampflampe (250W-1000W je nach Anbaufläche, rotes Licht) verwendet wird. Dies kann noch gesteigert werden durch den (zusätzlichen oder alleinigen) Einsatz hochwertiger und speziell für den Anbau von Cannabispflanzen entwicklter LED-Pflanzenlampen. Somit erhalten die Pflanzen das nach heutigem Stand der Entwicklung breiteste und beste Lichspektrum, das derzeit im Indoor-Grow-Bereich für den privaten Einsatz umsetzbar ist.

LED Cannabis anbauen, große Harzproduktion

NDL-Dual-Growlampen (mit blauem und rotem Spektrum zugleich) führen ebenfalls zu einer sehr guten und hohen Harzproduktion (z.B. Sunmaster), da sie sowohl blaues als auch rotes Licht liefern können. Viele Grower schwören daher auf den Einsatz von Dual-Lampen. Diese können außerdem sowohl während der Growphase als auch während der Blütephase eingesetzt werden. Es entstehen die meisten kristalligen Buds, wenn sich die 2 Lichtspektren überlappen.

Das Ernten am Morgen stellt sicher, dass die Cannabispflanze ihren maximalen THC-Gehalt haben wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass Marijuana-Pflanzen am Morgen den höchsten THC-Wert aufweisen und dieser während des Tages dann wieder abfällt. Einige erfahrene Grower schalten drei Tage vor der Ernte das Licht komplett aus, um die Stärke zu steigern, der Lüfter läuft natürlich normal weiter. THC kann grundsätzlich auch bei Dunkelheit von der Pflanze gebildet werden. So produziert die Cannabispflanze in ihren letzten drei Lebenstagen in der Dunkelheit weiterhin THC, dieses wird aber in keiner Weise mehr durch Licht abgebaut und vermindert oder in zuviel CBN konvertiert.

Die Stärke des Weeds hängt natürlich immer auch vom richtigen Erntezeitpunkt ab. Nur wenn die Cannabispflanze reif ist, besitzt sie ihre größte Stärke. Ab einen bestimmten Zeitpunkt der Blütenentwicklung kann diese Stärke dann nicht mehr überschritten werden und die Pflanze baut an Wirkstoffen und THC ab, wenn sie überreif wird. Das Beobachten der Trichome und deren farbliche Veränderung mit Hilfe eines kleinen Mikroskops ermöglicht es, den richtigen Erntezeitpunkt zu ermitteln (siehe dazu richtiger Erntezeitpunkt).

Viele Grower ernten, wenn etwa die Hälfte aller Trichomenköpfe undurchsichtig und milchig geworden sind, um sich den maximalen Gehalt an THC in den Blüten zu sichern. Die Meinungen hierbei gehen auseinander, andere wollen lieber ernten, wenn schon mehrere bernsteinfarbene Trichomenköpfe zu sehen sind. Das Gesamtniveau an THC in den Blüten kann vergrößert werden, wenn man der Hälfte der Harzdrüsen erlaubt undurchsichtig und milchig zu werden, gleichzeitig wird die Marijuanablüten dann aber auch eine größere Menge an THC Durchbruchs- und Abbauprodukten aufweisen, z.B. CBN. Deswegen ernten einige lieber früher und andere später. Es ist eben eine Geschmacksfrage und jeder Grower muss sich selbst an die Sache rantasten und herausfinden, was sein idealer Erntezeitpunkt ist.

milchige Trichome Cannabis

Indica-Sorten haben gewöhnlich ein Zeitfenster von 1-2 Wochen, in denen sie geerntet werden können. Sativas und Hybriden dagegen können ein viel längeres Zeitfenster haben, mit dem man arbeiten kann.

Mit der wachsenden Popularität der eigenen Hash-Herstellung durch Präzisions-Siebe verschiedener Größe (z.B. Bubble-Bags), legen inzwischen viele Grower mehr Wert auf die Entwicklung der Trichomeköpfe. Durch die Verwendung von Klonen haben Grower eine ausgezeichnete Möglichkeit, über mehrere Ernten hinweg unterschiedliche Techniken und Parameter zu testen. Schließlich werden die Umweltbedinungen hauptsächlich entscheidend für die Stärke und Qualität sein, nicht die Pflanze selbst. Dabei sollte man immer im Auge behalten, dass die unterschiedlichen Strains auf verschiedene Anbaumethoden und Techniken auch unterschiedlich reagieren können. Deswegen führen generelle und pauschale Rückschlüsse absolut nicht immer zum besten Ergebnis.

Der Marijuana-Gärtner muss viel genauer auf seine Pflanzen und deren Entwicklung achten als der gewöhnlich Gemüsebauer dies tun würde. Die schönsten und glitzerigsten Pflanzen nützen nichts, wenn sie keine THC-beladenen Trichome haben, das Objekt der Freude.

In diesem Sinne, behalte die Trichome im Auge, sie sind der Schlüssel zum Glück 😉

Quellen:

  • Starks, Michael. 1977. Marijuana Chemistry Genetics, Processing and Potency. Ronin Publishing, Inc., Berkeley, CA pp. 17-86.
  • McParland, Clarke, Watson. Hemp Diseases and Pests; management and biological control, CABI Publishing, New York, NY
  • Pate, DW, 1994. Chemical ecology of Cannabis. Journal of the International Hemp Association 2: 29, 32-37.
  • Kutscheid, 1973. Quantitative variation in chemical constituents of marihuana from stands of naturalized Cannabis sativa L. in east central Illinois. Economic Botany 27: 193-203.
  • Hoffman, Dr Silke. 2001. Ultraviolet radiation in the greenhouse. Floraculture International, May 2001. Ball Publishing, Batavia, Illinois. pp18-27.
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