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QWET Extraktion mit Ethanol – therapeutisches Cannabis-Öl mit Alkohol selber herstellen

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Quick Wash Ethanol, auch bekannt als QWET ist eine der allgemein bekannten Methoden bei Cannabis-Öl-Liebhabern, um das Harz von den Pflanzen-/Blütenteilen zu extrahieren, also zu lösen.
Hier ist eine Methode bei der eine Schnellwaschung von nur 3 Minuten gemacht wird. Es handelt sich dabei um eine sehr ausgereifte, etwas aufwendigere Methode, die einige Vorsichtsmaßnahmen erforderlich macht, um mit dem sehr leicht entzündlichen Alkoholdämpfen keinen Brand oder gar Verletzungen hervorzurufen.

Die gesamte Extraktion sollte in einem gut belüfteten, am besten freien Raum ohne jegliche Hitze oder Feuerquellen vorgenommen werden. Auf keinen Fall dabei rauchen, Alkoholdämpfe sind extrem entzündlich. Am besten das ganze draußen machen.
Die erste Frage, die sich hierbei stellt ist, warum verwendet man eine Schnellwaschmethode anstatt einer lang andauernden Extraktion von mehreren Tagen oder sogar Wochen um schließlich die möglichst größte Menge an Extrakt/Cannabinoiden zu erhalten?
Die Antwort darauf ist, dass Alkohol ein polares Lösungsmittel ist, welches in Wasser löslich ist. Alkohol extrahiert demnach nicht nur die Öle und Cannabinoide, sondern auch die anderen wasserlöslichen Anteile wie Chlorophyll und Pflanzenalkaloide genauso wie Pflanzenwachse.

Obwohl das Schnellwaschverfahren zu einer geringeren Ausbeute an Extrakt führt, erhält man ein wesentlich reineres und klareres Produkt am Ende, wenn man diese Methode anwendet. Zusätzlich folgt dann ein Filterprozess, um das Extrakt noch weiter von irgendwelchen pflanzlichen Nebenstoffen zu befreien. In dem Fall als Verunreinigungen angesehen, die beim Rauchen später Kratzen im Hals verursachen, schlecht schmecken und bei der Verbrennung nicht wirklich gesundheitsförderlich sind. Schließlich ist gerade bei der therapeutischen Verwendung ein sehr reines Produkt von großer Bedeutung. Aber zum Filtern nachher mehr.

Es werden zwei Extraktionen mit dem gleichen Material vorgenommen. Die erste 3-minütige Waschung mit dem Ethanol extrahiert normalerweise 75% bis 80% des Harzes. Die zweite Extraktion erzeugt dann ein mehr sedatives und weniger kopfmäßiges Produkt.
Mit der beschriebenen Methode erhält man QWET als eines der geschmackvollsten und aromatischsten Extrakte. Viele Patienten und Anwender weltweit konnten ausgezeichnete Erfahrungen damit machen und sind nicht nur wegen dem wundervollen Aroma sondern auch von der Potenz dieses Cannabis-Öls begeistert.

Für die QWET-Methode mit Ethanol werden trockene, hochwertige, schimmelfreie und harzige Buds verwendet. Es können auch kleine harzige Blätter benutzt werden. Das Material muss jedenfalls gut trocken sein. Wir wollen so viel Wasser wie möglich schon vorab loswerden.

QWET, Extrakte Marijuana Ethanol

Das getrocknete Material (Buds, harzige Blätter) wird noch mehr getrocknet und dafür auf ein Backblech gelegt und bei 90° C erwärmt bis es richtig cross und knochenhart ist. Dies dauert etwa 15 Minuten. Das Grass sollte nun leicht zerbrechlich und bröselig sein. Größere Buds werden grob zerkleinert, nicht pulverisieren und auf keinen Fall in eine Kaffeemühle oder vergleichbares geben und daraus Staub machen. Das wäre ungut, denn dieser ultrafeine Staub, der dabei entsteht, kann nachher auch durch die Filter gehen und das Öl verunreinigen.

Als nächstes wird das noch warme Grass in den Gefrierschrank gegeben, um auch noch die restliche Feuchtigkeit damit zu entziehen. Der 98% und lebensmittelreine Alkohol wird ebenfalls in den Gefrierschrank gestellt. Wenn sich beides bei -18° C stabilisiert hat, wird der Alkohol in das Gefäß mit dem trockenen Grass geschüttet. Es sollte soviel Alkohol aufgegossen werden, dass der Alkohol etwa 2-3cm über dem Pflanzenmaterial steht. Durchrühren und vorsichtig schütteln, dass alle Teile gut durchtränkt sind vom Alkohol. Nun die Alkohol-Budmischung wieder zurück in den Gefrierschrank.

Cannabis-Extrakt aus Ethanol

Vorsichtig schwenken und mehrmals rühren bis 3 Minuten vergangen sind. Anschließend durch ein Metall-Sieb gießen und die Pflanzenteile herausfiltern. Dann die Ethanollösung ein zweites Mal filtern, diesmal mit einem sehr feinen Metall- oder Kaffeefilter. Nicht auf das Material draufdrücken und den restlichen Alkohol noch rauspressen. Einfach abtropfen lassen.

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Das Pflanzenmaterial beiseite stellen zum Trocknen und für die zweite Extraktion. Normalerweise werden beide Extrakte gesondert aufbewahrt, weil beide unterschiedliche Effekte und Vorteile bieten.

Mit der zweiten Extraktion wird genauso vorgegangen wie bei der ersten Extraktion. Das zweite Extrakt kommt in den Gefrierschrank bis es -18° C erreicht hat und wird dann genauso wie das erste 2x gefiltert.

Weiteres Filtern der Extraktion

Zum weiteren Filtern der Extrakte eignet sich am besten ein spezieller Laborfilter, ersatzweise auch ein Kaffeefilter. Die jetzt nochmals gefilterte Flüssigkeit kommt in einen kleinen Topf und wird dann in einen größeren Topf in ein Wasserbad bei 120° C gegeben. Der kleine Topf sollte den Boden des großen dabei nicht berühren (-> feuerfester Abstandshalter). Dabei ist extrem wichtig, ein hochwertiges Flüssigkeitsthermometer zu verwenden und sich nicht auf die Angaben am Ofen zu verlassen. Am besten ist auch hier ein Laborthermometer für exakte Angaben. Die genaue und gute Temperaturkontrolle ist der Schlüssel zum Erfolg des Prozesses. Man kann auch mit einem Reiskocher arbeiten und sich dann das Wasserbad sparen. Die Reiskocher können auf gleichmäßige und niedrige Temperaturen gestellt werden, so läßt es sich leichter vermeiden, dass zu heiß wird.

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Der kleine Topf mit dem Ethanolgemisch wird solange im Wasserbad gelassen bis der Alkohol soweit verdampft ist, dass alles reduziert ist zu einem Öl, das keine großen Blasen mehr wirft. Auf sehr gute Belüftung achten!
Nun wird dieses Öl erneut durch einen Kaffefilter gefiltert, oder noch besser durch einen Laborfilter und wieder zurück in das Wasserbad gegeben. Diesmal wird es solange bei 100° C erhitzt bis die Produktion an kleinen CO2-Blasen an den Ecken des Gefäßes deutlich und massiv nachlässt, auch dann wenn mit einem Bambusstäbchen umgerührt wird.

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Das Cannabis-Öl in einer BHO-Silikonwanne oder auf ein großes Slickpad geben und für einige Stunden noch weiter trocknen und ausdampfen lassen. Das Öl wird nach einigen Stunden dann noch mal härter und viel zäher. Nun in einen Slickball oder ein anderes geeignetes (Glas)Gefäß geben und z.B. wie BHO in einem Oiler/Bubbler mit Glas- oder Titannagel genießen. Es kann natürlich auch im Joint integriert werden oder in der Bong.

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