Ernte-Guide 3: Cannabis richtig trocknen und die Weiterverarbeitung

Cannabis trocknen

Nach der Ernte muss Marijuana zunächst trocknen bevor man es rauchen, vaporisieren oder zum Kochen verwenden kann. Der Trocknungsprozess wandelt THC von seiner nicht psychoaktiven Säureform in seine psychoaktive um. Das heißt, dass frisches und grünes Cannabis kaum potent und in seiner Wirkung überhaupt nicht zu vergleichen mit professionell getrocknetem Gras ist.

Wird eine Cannabispflanze zum Trocknen aufgehängt geht der Transport von Flüssigkeiten in der Pflanze noch weiter, allerdings langsamer. Die Stomata (Poren auf der Pflanzenoberfläche) schließen sich schnell nach der Ernte. Die äußeren Zellen der Pflanze werden zuerst trocken, aber Flüssigkeit bewegt sich immer noch in den inneren Zellen um Feuchtigkeit zu den äußeren Pflanzenzellen zu bringen.

Trocknungsprozess-Cannabis

Das Entfernen von Blättern und Zweigen beschleunigt das Trocknen nach der Ernte. Buds die langsam getrocknet wurden, schmecken süßer, haben mehr Aroma und einen weicheren Rauch.

In dem Raum (Growbox), in dem die Trockenracks, Trockennetze oder ganzen Pflanzen aufgehängt werden, sollte es dunkel sein und zusätzlich sollte ein oder je nach dem mehrere Ventilatoren eingesetzt werden, diese aber nicht direkt auf die Buds richten.

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Zur Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtigkeit während des Trockenvorgangs, was sehr wichtig ist, ist ein Hygrometer und Thermometer unverzichtbar. So kannst du alles im richtigen Level halten um Deinem professionell gezüchtetem Grass zu seiner absoluten Vollendung zu verhelfen. Die ideale Trockentemperatur liegt zwischen 18-24 ° C und die relative Luftfeuchtigkeit sollte bei 45-55% liegen. Eine zu niedrige Temperatur kann die Luftfeuchtigkeit schnell erhöhen. Wenn die Luftfeuchtigkeit über 80% (!) ansteigt besteht erhöhte Schimmelgefahr und der Trocknungsprozess wird stark verlangsamt. Temperaturen über 24° C bewirken zu schnelles Trocknen, Chlorophyll wird nicht ausreichend abgebaut und die Buds schmecken in der Konsequenz kratzig und heuig.

Kleinere Ernten können leicht in einem Schrank oder einer kleinen Growbox getrocknet werden, die mit einer entsprechenden Belüftung ausgestattet ist. Größere Ernten erfordern natürlich wesentlich mehr Platz, besonders große Outdoorernten. Bedenke, dass in den ersten 3 Tagen nach der Ernte eine besonders erhöhte Geruchsentwicklung auftritt.

Indoor nutzen viele Grower die Growbox, in der sie angebaut haben, später als Trockenraum, wenn keine Pflanzen drin sind. Pflanzen sollten nicht in einem Raum getrocknet werden, in dem gleichzeitig angebaut wird, denn es sind unterschiedliche klimatisches Bedingungen notwendig für das Trocknen und für den Anbau. Mögliche Pilze und auch Schädlinge könnten auf geerntetes Grass übergehen und umgekehrt.

Das geerntete Cannabis muss zum Trocknen in einem gut belüfteten, dunklen Raum aufbewahrt, immer wieder gewendet werden, so dass es gleichmäßig trocknet, und täglich auf Schimmel oder andere Auffälligkeit überprüft werden.

Beim Perpetual-Grow, also dem durchlaufenden Anbau, macht es auf Dauer Sinn sich eine Trockenbox zuzulegen oder sich selber eine kleine Trockenbox zu bauen. Für einen kleineren Grow kann man auch einen größeren Pappkarton als Trockenraum verwenden. Dabei regelmäßig Lüften und kontrollieren.

Bedenke: Neben Wärme und Licht ist Reibung der größte Zerstörer von Harzdrüsen. Jede Minute werden auf der Welt Millionen von sensiblen Harzdrüsenköpfen zerstört durch kleine Tütchen, greifende Hände, Schütteln…..

Der langsame Trocknungsprozess und die professionelle Weiterverarbeitung

Während des Trockenvorgangs sollte genau die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit kontrolliert werden um beste Ergebnisse zu erzielen. Wenn das Grass später eingeboxt wird zur perfekten Convertierung aller Komponenten sollte im Innerendes des Glasgefäßes regelmäßig mit einem Messgerät mit Messpunkt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit gemessen werden. Man kann auch ein Gerät für alle Gläser benutzen und nacheinander durchmessen.

1. Die Buds werden getrocknet (4-10 Tage) hängend oder auf einem Trockenrack gelegt.

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2. Fühlen sich die Blüten von außen trocken an, werden sie in ein Glasgefäß mit verschließbarem Deckel und großer Öffnung gefüllt. Sie werden nun täglich mehrmals für 2 Stunden 1-3 Wochen lang gelüftet. Auch wenn sich die Buds von außen trocken anfühlen, haben sie noch jede Menge Feuchtigkeit im Inneren. Der ideale Zeitpunkt für das „Einboxen“ ist, wenn die Stängel noch biegsam und weich sind und noch nicht krachen beim Biegen.

buds richtig trocknen

Das Glasgefäß sollte etwa zu 75% gefüllt werden, so dass noch ein wenig Luft nach oben bleibt. Die Buds sollen also nicht in das Glas gestopft oder gedrückt werden. Beschriften nicht vergessen! Die Glasgefäße mit den Buds werden in einem dunklen, kühlen Raum gelagert und mehrmals täglich gelüftet und kontrolliert.

Messen im Glas

Stellst Du fest, dass die Luftfeuchtigkeit im Glas auf über 70% ansteigt, nimm die Blüten aus dem Glas und legen sie zum weiteren Trocknen für 12-24 Stunden auf ein Trockennetz.

Liegt die Luftfeuchtigkeit bei 60-65%, kannst Du die Blüten einfach im Glasgefäß lassen und täglich 2-4 Stunden den Deckel öffnen. Bei sehr feuchtem Klima in Deiner Region müssen die Buds evtl. für 2-4 Stunden aus ihrem Glas genommen werden und auf ein Trockennetz gelegt werden.

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Wenn sich die Blüten von außen klebrig anfühlen (nicht nass oder feucht) und die Luftfeuchtigkeit im Glasgefäß liegt bei 60-65% befinden sich die Blüten genau im richtigen Bereich um alle Stoffe ideal umzuwandeln, das beste Aroma zu entwickeln und Chlorophyll ausreichend abzubauen. Unter diesen Bedingungen sollte 1-2 Mal täglich für mehrere Minuten und während der nächsten 4 Wochen der Deckel vom Glasgefäß genommen werden.

Ist die Luftfeuchtigkeit unter 60% sind die Blüten zu trocken. Lege über Nacht ein mittelgroßes, sehr gesundes frisches und junges Cannabisblatt oder wahlweise einen kleinen frischen Bud in das 1-Liter-Glas, schließe den Deckel und nehme es am anderen Morgen wieder raus. Die Übertrocknung sollte sich gegeben haben, die Feuchtigkeit aus dem Blatt/kleinen Bud hat sich auf alle Blüten im Glas verteilt. Evtl. noch mal wiederholen. Achtung keine Apfelschale oder dergleichen in das Gefäß für eine Nachfeuchtung geben. Humidipacks sind ein Möglichkeit, wenn die Buds zu trocken geworden sind. Nach Möglichkeit sollte das schon vorab vermieden werden.

Das Einboxen der Blüten nach einer 10-tägigen Trockenphase macht wunderbares Gras mit einer heftigen Wirkung und süßem Geschmack. Nach einer 4-wöchigen Behandlung und dieser Trocknung ist ein Premium-Grass entstanden, um das man dich beneiden wird.

Alles zum richtigen Erntezeitpunkt und die Ernte findest Du im Ernteguide 1 und Ernteguide 2

<<mehr Grow Tipps im Growlexikon>>

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3 thoughts on “Ernte-Guide 3: Cannabis richtig trocknen und die Weiterverarbeitung

  1. Danke erstmal.. OK ich bin Anfänger und würde gerne auf Automatics growen.. kann man Amnesia Haze Auto von 1000 Seeds im SOG growen… Wenn das nicht gut geht würde mich brennend interessieren wie die Ladys runder gebunden werden (2meter Zelt..) Im voraus vielen Dank.. Eine gute Zeit für Alle..

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