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Regelmäßige Aufgaben beim Indoor-Grow

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Beim Indoor-Grow gibt es einige immer wiederkehrende Aufgaben, die täglich, wöchentlich oder monatlich erledigt werden sollte, so dass alles perfekt und reibungslos läuft.Hier kommt zunächst die Indoor-Growraum-Checklist mit allen wichtigen Aufgaben im Überblick:

Aufgaben in der Wachstumsphasen

Ja nach Wachstumsstadien der Pflanzen ändern sich auch die Aufgaben, auf die Du bei einem Indoor-Grow achten musst. Daher ist dieser Beitrag vom Keimen bis zur Blüte unterteilt. Einige regelmäßige Aufgaben wie das Gießen ändern sich nur geringfügig, doch andere ändern sich in der Blütephase und vor allem zur Ernte hin komplett.

Die Keimung

Es gibt, wie Du sicherlich weißt, viele Wege die Samen zum Keimen zu bringen. Manche lassen die Samen in Medien sprießen, die extra für diese Aufgabe vorgesehen sind. Torfballen oder Cocos-Pellets wären eine Möglichkeit. Andere Grower lassen sie direkt in den Endtöpfen keimen, um so den Stress beim umtopfen zu vermeiden. Unabhängig der Methode, solltest Du aber immer darauf achten, dass die Samen es schön feucht haben. Stehendes Wasser oder Trockenheit mögen sie gar nicht. Überprüfe also am besten mehrmals täglich ob es deine Lieblinge auch schön feucht haben.

Ebenfalls wichtig während der Keimung ist die Temperatur. Diese solltest Du bestenfalls auch täglich überprüfen, denn eine konstante Temperatur ist wichtig. Zimmertemperatur ist bei der Keimung völlig ausreichend, zu kalt sollte es aber natürlich nicht werden.

Falls Du deine Samen zwischen feuchten Tüchern oder etwas ähnlichem zum keimen bringst, solltest Du auch die Keimung im Auge behalten. Danach sollten sie so schnell wie möglich in ihr neues Medium  gebracht werden. Im Normalfall dauert es 24-48 Stunden, bis die ersten Samen anfangen zu platzen und ein kleiner Spross sichtbar wird.

Die Wachstumsphase

Indoor-Grow

Nun geht es endlich so richtig los, sobald die ersten Pflänzchen ihre Köpfe zeigen, beginnt der richtige Job. Cannabispflanzen sind sehr anspruchsvoll und vor allem hungrig, daher gibt es einiges an Aufgaben. Mit einem geregelten Arbeitsplan wird es Dir jedoch Kinderleicht fallen eine schöne Ernte einzufahren. Mit der Zeit werden diese regelmäßigen Aufgaben in Deine Routine mit den Pflanzen einfließen und sich festigen.

Lichtzyklus

In der Wachstumsphase bekommen die Pflanzen 18 Stunden Licht und dürfen 6 Stunden schlafen. Wenn Du Dir nun denkst: „Was soll ich da überprüfen? Ich hab eine Zeitschaltuhr.“ Dann bist Du schon kurz davor einen Fehler zu machen, den schon viele Grower, mich eingeschlossen, gemacht haben. Auch eine Zeitschaltuhr läuft nicht immer perfekt. Befindest Du dich immer nur im Growraum wenn die Lampen an sind, merkst du auch erst dass die Zeitschaltuhr nicht mehr funktioniert, wenn die Pflanzen darauf reagieren. Mir ist sie einmal während der Blüte ausgefallen, und ich merkte es erst als die Pflanzen wieder in die Wachstumsphase zurück wechselten. Überprüfe also einfach ab und zu, ob Deine Lampen auch wirklich ausgehen.

Temperatur

Auch hier ist es wieder wichtig, täglich die Temperatur zu überprüfen. 20 – 25° C sind in dieser Zeit ideal, da so das Risiko auf Schädlings- oder Schimmelbefall sinkt. Wichtig ist auch die Lampen nicht zu nah an die Pflanzen zu hängen. Hier herrscht bei einem Indoor-Grow starke Hitze. Dadurch können die Pflanzenspitzen verbrennen und vertrocknen. Je nachdem wie schnell die Pflanzen wachsen, sollten die Lampen mit ihrem Abstand zu den Pflanzen angepasst werden. Du kannst die Pflanzen auch bescheniden oder herunterbinden, um ihre Höhe anzupassen. Dadurch werden die Pflanzen buschiger und wachsen verstärkt in die Breite.

Gießen

Das Gießen ist wohl die regelmäßigste Aufgabe beim Grow. Anfangs hält es sich noch in Grenzen, 2 – 3 mal die Woche reicht oft aus. Später wird es zu einer täglichen Aufgabe, da Cannabispflanzen sehr viel Wasser und Nahrung benötigen. Verlasse dich aber nicht auf diese Angaben, Dein Auge erkennt immer noch besser ob deine Schützlinge Wasser benötigen oder noch genug haben.

Düngen

Bei einer nährstoffreichen Erde benötigen deine Cannabispflanzen in den ersten 2 – 3 Wochen keinen Dünger. Die Wurzeln müssen sich erst einmal ausbreiten und die vorhandenen Nährstoffe aufbrauchen. Je nach Dünger gibt es von den Herstellern Angaben dazu, wie oft gedüngt werden soll. Aber auch hier ist eher Dein waches Auge gefragt. Weniger Dünger als vom Hersteller angegeben ist oftmals sinnvoll und in jedem Fall nicht so schädlich als eine Überdüngung. Achte darauf, ob die Blätter der Cannabispflanzen ein gesundes Grün haben.

Schädlingskontrolle und Vorsorge

Die Schädlingskontrolle ist eine der Aufgaben, die Du immer durchführen wirst, unabhängig von der Wachstumsphase der Pflanzen. Am besten überprüfst Du täglich oder mehrmals wöchentlich Deine Pflanzen auf Anzeichen von Schädlingen. Noch besser ist aber eine Vorsorge. Die gibt es auch gleich in verschiedenen Varianten, wie z.B. Gelbtafeln oder Neemöl. Gelbtafeln, also Klebefallen für Insekten sind sehr nützlich. So erkennst Du auch sofort, wenn sich Insekten breit machen wollen. Neemöl, Zimtextrakt hingegen kann auf die Pflanzen gesprüht oder ins Gießwasser gegeben werden. Dies bekämpft Schädlinge wie beispielsweise die Spinnmilben. Der Erzfeind eines jeden Indoor-Growers.

Besprühen

Cannabispflanzen haben die Eigenschaft, Wasser und Nährstoffe auch durch ihre Blätter aufzunehmen. Mit einer Sprühflasche kannst Du dir dies zu nutze machen. Wie oben schon erwähnt z.B. mit Neemöl, aber auch Dünger können die Pflanzen so aufnehmen. Wichtig beim Indoor-Grow ist jedoch, dass Du niemals deine Pflanzen besprühst, während die Lampen noch an sind oder kurz bevor sie angehen und auch nicht während der Blütezeit um Schimmelbildung zu vermeiden. Die Tropfen wirken wie kleine Lupen, die die Blätter verbrennen können. Resultat davon sind kleine ausgebrannte Punkte auf den Blättern. Durch das Besprühen, kannst Du auch die Luftfeuchtigkeit erhöhen, wobei wir bei der nächsten regelmäßigen Aufgabe wären.

Luftfeuchtigkeit

Genau wie die Temperatur, solltest Du auch die Luftfeuchtigkeit täglich überprüfen. Mit einem Hygrometer hast Du immer beides auf einen Blick. In der Wachstumsphase liegt die ideale Luftfeuchtigkeit bei 40 – 60%. Beim Besprühen erhöht sich die Luftfeuchtigkeit allerdings nur kurz. Ein Luftbefeuchter kann bei der Regulierung also zusätzlich eine gute Hilfe sein.

pH- und EC-Werte

Um Mangelerscheinungen vorzubeugen ist es ratsam regelmäßig den pH- und EC-Wert des Bodens und des Gießwassers zu überprüfen. Beim Gießen kannst Du so den Wert des Bodens ausgleichen. Bei einem zu hohen EC-Wert hilft am Ende nur das Ausspülen mit normalen Wasser, um die Salze im Boden zu lösen.

Die Blütephase

In der Blütephase ändert sich einiges an den Gewohnheiten. Die meisten regelmäßigen Aufgaben bleiben jedoch bestehen.

Lichtzyklus

Wie oben schon erwähnt ist es wichtig ab und zu den Lichtzyklus zu überprüfen. Gerade in der Blütephase ist es sehr schlecht für die Pflanzen, wenn sich dieser ändert. In meinem Fall war es damals der absolute super Gau für die Pflanzen, die Ernte danach war alles andere als zufrieden stellend. In der Blütephase sollte das Licht nicht länger als 12 Stunden sein. Der Tag wird also einfach in 50/50 geteilt.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Bei der Temperatur sind weiterhin 20 – 25° C gut, auch um Schimmel vorzubeugen. Dieser mag es nämlich schön warm. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 40% liegen. Ansonsten ändert sich hier auch nichts. Der tägliche Blick auf das Hydrometer sollte zur Gewohnheit werden.

Gießen

Beim Gießen ändert sich nichts, es erfordert immer noch ein waches Auge und ist oft eine tägliche Aufgabe.

Düngen + pH- und EC-Werte

Beim Düngen musst Du nun natürlich darauf achten, den Dünger zu wechseln. In der Blütephase braucht die Pflanze andere Nährstoffe als im Wachstum. Die Routine bleibt allerdings die Gleiche. 2 – 3 Wochen vor Ende der Blüte solltest Du jedoch aufhören zu Düngen und nur mit Wasser Gießen. Dies spült die Düngereste heraus, die sonst zu unangenehmen Geschmack oder Kopfschmerzen führen können. Während der Blütephase solltest Du auch immer weiterhin die pH- und EC-Werte überprüfen. An dieser Routine ändert sich also auch ebenfalls nichts.

Auf Schimmel überprüfen

Zusätzlich zu der Schädlingsüberprüfung kommt nun auch das Ausschau halten nach Schimmel. Schimmel ist der Todfeind einer Cannabispflanze, gerade bei einem Indoor-Grow. Innerhalb kürzester Zeit kann der Schimmel deine ganze Pflanzen befallen. Ist er erst einmal groß genug, verteilt er auch seine Sporen im gesamten Grow-Raum. Im Idealfall überprüfst Du sie also täglich auf Befall. Auch Insekten die am Harz kleben bleiben, sind potenzielle Schimmelstellen. Hast Du eine entdeckt, entferne sie so gut, so großflächig und so schnell es geht.

Falls Du keine feminisierten Samen benutzt, ist am Anfang der Blüte auch die Überprüfung auf das Geschlecht wichtig. Männliche Pflanzen sollten entfernt werden, bevor die Pollensäcke Zeit haben sich auszubilden und aufzugehen.

Besprühen

Das Besprühen fällt fast komplett weg, höchstens in den ersten Wochen kann noch gesprüht werden, danach ist das Schimmelrisiko zu hoch. Sobald sich die ersten Blühten zeigen solltest Du also aufhören sie zu besprühen.

Du siehst, während eines Indoor-Grows gibt es so einige Sachen zu beachten. Wenn Du diese Aufgaben regelmäßig angehst, werden sie schnell zur Routine. Am Ende werden es deine Lieblinge dir mit einer reichen Ernte danken. Dazu ist die Zeit im Grow-Raum auch immer eine entspannende Arbeit, die eher an eine Auszeit als an Arbeit erinnert.

Weitere wichtige regelmäßige Aufgaben sind:

  •  das Reinigen und Desinfizieren von Werkzeugen (Skalpell, Scheren usw.) und Geräten
  • den Growraum einmal wöchentlich reinigen: Pflanzenreste, abgefallene Blätter, danebengefalle Erde entfernen, Boden reinigen
  • Nährstofftanks und hydroponische Anlagen regelmäßig desinfizieren und reinigen

 

mehr Growtipps findest Du in unserem Growlexikon

 

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