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Pflanzentraingsmethoden für größere Erträge

Cannabispflanzen-beschneiden

Alles über Pflanzentraingsmethoden und wie Du damit die Erträge steigern kannst

Im folgenden Artikel erfährst du, wie man die Erträge bei Cannabispflanzen steigern kann mit Hilfe von verschiedenen Trainingsmethoden. Pflanzentrainingsmethoden lassen sich ganz einfach anwenden und können die Erträge deutlich erhöhen (bis zu 40%). Dabei ist kein zusätzliches Equipment oder Zubehör notwendig.

Aber zunächst: Was ist eigentlich Pflanzentraining?

Pflanzentraining beinhaltet verschiedene Methoden, die das Wachstum der Pflanzen manipulieren, so dass z.B. mehr Seitenzweige gebildet und schließlich höhere Erträge erzielt werden.

Pflanzentraing-Cannabis

Links eine un-trainierte Cannabispflanze, rechts eine trainierte

Untrainierte Cannabispflanzen bilden einen langen und dicken Headbud, während trainierte Pflanzen mehrere davon entwickeln können. Dabei stellt sich die Frage, warum sollte man eine Cannabispflanze eigentlich beschneiden oder bestimmte Trainingsmethoden anwenden? Warum die Pflanze nicht einfach wachsen lassen wie in der Natur? Die Frage ist leicht beantwortet: Cannabispflanzen, besonders Indica dominante Sorten und viele Hybriden entwickeln einen christbaumartigen Wuchs. Diese Wuchsform ist optimiert für Sonnenlicht, aber nicht unbedingt für das künstliche Licht beim Indoor-Grow. Das Grow-Licht im Anbauzimmer wechselt nicht wie die Sonne seine Position und liefert somit nicht immer ausreichend Licht an den Seiten der Pflanze.

Das Sonnenlicht ist viel stärker und hat ein breiteres Farbspektrum als es eine Lampe beim Indoor-Grow jemals erzeugen könnte. Sonnenlicht ist für Pflanzen nützbar auch nachdem es Millionen von Killometer zurückgelegt hat, während die Lichtstärke einer 1000W-NDL-Lampe nur 1-2m weit ausreichend für eine Pflanze ist.

Aber auch im Freien bleiben Blüten, die weiter unten an der Pflanze wachsen und weniger Licht erhalten, kleiner, als die, die weiter oben liegen und direktes Sonnenlicht bekommen. Beim Indoor-Grow werden die Seiten der Pflanzen weniger gut beleuchtet und aus diesem Grund ist der christbaumartige Wuchs Indoor eher hinderlich. Das Ergebnis ist ein sehr großer Headbud, allerdings auch sehr viele ziemlich kleine Blüten, die nicht so groß geworden sind wie sie hätten eigentlich werden können.

Die Hauptidee vieler Pflanzentrainingsmethoden besteht darin, mehrere große Top-Blütenstämme an einer Pflanze zu erzeugen, so dass der Gesamtertrag gesteigert wird und das vorhandene Licht am besten ausgenutzt wird. Verschiedene Trainingsmethoden dienen außerdem dazu, die Höhe und Größe der Pflanze zu begrenzen. Cannabispflanzen, die flacher sind und eine diskrete Höhe aufweisen, lassen sich oftmals besser unterbringen und verstecken.

Wie bereits erwähnt verwenden viele Grower mehrere Methoden zugleich, denn sie ergänzen sich gegenseitig. Es ist aber auch möglich nur eine Pflanzentrainingsmethode anzuwenden. Besonders bei selbstblühenden Cannabissorten solltest du mit Pflanzentrainingsmehtoden nur sehr sparsam umgehen oder diese ganz weglassen aufgrund des kurzen Lebenszyklus der Automatics. Bei autoflowering Sorten eignet sich besonders das Runterbinden der Pflanzen, was eine Trainingsmethode ist, die keinen Stress für die Pflanzen verursacht und nicht zu einer Wachstumsverzögerung führt.

Runterbinden der Cannabispflanzen

Runterbinden oder auch Low-Stress-Training (LST) genannt bezeichnet den Prozess, bei dem der Hauptstamm oder Seitenzweige der Pflanzen runtergebunden und fixiert werden. Dies führt dazu, dass die Pflanze eine breitere Struktur entwickelt und Äste, die weiter unten liegen besser mit Licht versorgt werden können. Damit sollte bereits begonnen werden, wenn die Pflanze noch sehr jung ist und einen weichen flexiblen Stamm hat.

Runterbinden Cannabispflanzen

Auch einzelne Äste können runtergebunden und in einer Position fixiert werden um eine optimale Versorgung mit Licht sicherzustellen und zu vermeiden, dass Zweige ineinander wachsen und sich gegenseitig Licht wegnehmen. Zum Runterbinden sollte eine weiche, saubere und nicht zu dünne Schnur verwendet werden, welche die Äste der Pflanze nicht verletzen kann. Wenn ständig die höchsten Zweige runtergebunden werden, entsteht schließlich ein geschlossener grüner Teppich.

Das Runterbinden und Fixieren sollte am besten gemacht werden, wenn die Pflanzen noch jung sind und unter 30cm Höhe haben. Zu dieser Zeit sind die Zweige noch stark biegsam und die Pflanze hat genug Zeit um ihre Hormonlevels wieder anzupassen.

Training Cannabispflanzen

Sobald die Blüte beginnt verwandelt sich der grüne Teppich dann in einen Blütenteppich, wobei alle Blüten denselben Abstand zum Licht haben. Diese Runterbinden kann man besonders gut mit einem Scroggin-Netz durchführen und so einfach einen Blütenteppich erzielen.

Scrogging Cannabis

Scrogging

Beim Scroggin wird ein Pflanzennetz verwendet, um die Pflanzen zu einem horizontalen Wuchs zu trainieren. Aus diesem horizontalen Wachstum entwickelt sich während der Blüte ein homogener Blütenteppich. Das Scrogging-Netz wird dabei knapp über den Pflanzen positioniert. Bei Indicas wird das Netz etwa 20cm über dem Pflanzgefäß angebracht, bei Hybriden etwa 30cm und bei großen Sativas ca. 50cm über dem Boden. Entlang dieses Netzes werden die Pflanzen dann fixiert und in Form gebracht, so dass sie sich gleichmäßig über die Anbaufläche ausbreiten. Die großen Blätter werden unter das Netz gedrückt. Die Scroggin-Methode erfordert weniger Pflanzen als ein Sea-of-Green. Achte beim Scroggen immer darauf, dass keine Zweige brechen, wenn du sie fixierst.

Cannabis runterbinden, Growing

Auf dem Bild sehen wir, wie der Hauptstamm der Pflanze um 90° runtergebunden wurde als die Pflanze noch sehr jung war. Die einzelnen Zweige wachsen nun senkrecht nach oben und können später große und potente Blüten tragen.

Supper Cropping

Super-cropping Grow

Super Cropping stellt eine intensivere Technik des Runterbindens dar. Werden einzelne Zweige zu dick und sind bereits holzig geworden, ist es schwer sie einfach nach unten zu biegen und zu befestigen. Beim Super Cropping wird der Zweig zunächst zwischen den Fingern gerollt und vorsichtig hin und her gedreht bevor er nach unten gebunden wird. Super Cropping ist eine ausgezeichnete Technik, wenn deine Pflanzen zu groß werden und über die Lampe hinauswachsen. Es hilft dir, das Wachstum unter Kontrolle zu bringen und zugleich stresst es die Pflanze auf eine positive Weise und bewirkt, dass diese Äste stärker versorgt werden. Super Cropping sollte am Besten während der zweiten oder dritten Woche der Wuchsphase durchgeführt werden. Mit dieser Methode kannst Du eine super-buschige Wuchsstruktur mit vielen „Blüteplätzen“ erreichen. Allerdings kann sich damit auch der Erntezeitpunkt um 2 Wochen oder mehr verzögern.

Pflanzen, die super-gecropped wurden, brauchen mehr Wuchszeit um den Prozess zu beenden. Der Zweig, der gecropped/runtergebogen werden soll, wird zwischen Daumen und Zeigefinger gerollt bis das Pflanzengewebe weich und flexibel wird, so dass man der Zweig einfach biegen kann. Der Ast sollte dabei nicht brechen.

Das Brechen der Pflanzenzellwände bewirkt, dass die Pflanze an dieser Stelle repariert. Die Pflanze wird das Gewebe stärker als zuvor wieder aufbauen, weshalb diese Technik die Ernte steigern kann. Der Stiel wird an der Stelle, an dem er gecropped wurde, dicker als zuvor. Dies ermöglicht einen stärkeren Transport von Wasser und Nährstoffen, was sich direkt auf den Ertrag auswirkt. Wenn Du am Haupstamm Super-Cropping vornimmst, kommt dies der gesamten Pflanze zugute. Durch das Super-Cropping von Seitenzweigen erhältst du mehr Kontrolle über die Wuchsform der Cannabispflanze. Einzelne Zweige können so ausgerichtet werden, das sie möglichst viel Licht erhalten. Weil der Zweig, der super-gecropped wurde, stärker und dicker wird, kann er auch mehr Gewicht tragen.

super-Cropping

Beschneiden von Cannabispflanzen

Cannabispflanzen-beschneiden

Das Beschneiden oder auch Pruning von Cannabispflanzen dient vor allem dem Zweck der Ertragssteigerung. Beim Pruning/Beschneiden wird die Anzahl der Blattachsen und möglichen „Blüteplätze“ erhöht. Das Beschneiden für mehr Ertrag unterscheidet sich vom Beschneiden, so dass einzelne Blüten oder Zweige mehr Licht erhalten. Wird der Hauptstamm beschnitten, spricht man automatisch von Topping. Topping erzeugt mehrere Hauptstämme. Aber dazu etwas später…

Jeder Seitenzweig, der beschnitten wird, bildet wieder zwei neue Zweige an dieser Stelle. Dies ist ein natürlicher Prozess, den man auch in der freien Natur beobachten kann. Bei Cannabispflanzen wachsen die Seitenzweige aus dem Hauptstamm.

Das Pruning/Beschneiden leitet Pflanzenhormone innerhalb der Pflanze um und beeinflusst die Cannabispflanze drastischer als das Runterbinden. Das selektierte Beschneiden und Runterbinden erlaubt uns, die Auxin-Hormon-Levels in den Zweigen und Blüten zu manipulieren
Bist du geübt im Pruning, kannst du auch aus einer großen Sativa, eine kleine buschige Pflanze machen, die ebenso in kleinen Growräumen wachsen kann. Du kannst nicht ewig aus einem Seitenzweig 2 neue erschaffen durch Beschneidung. In Abhängigkeit von der Sorte kannst du evtl. bis zu 8 Seitenzweige kreieren.

Topping

Beim Topping wird die Spitze der Cannabispflanze abgeknippst oder abgeschnitten. Dies geschieht meist während der 3 oder 4. Wochen der Wachstumsphase. Der Hauptstamm entwickelt in der Konsequnez zwei neue Zweige und bildet eine V-Form. Wir werden dann später zwei Hauptstämme mit Blüten haben anstelle von nur einem. Mit dieser Methode können bis zu 6 Hauptstämme erzeugt werden. Im Gesamten muss diese Methode nicht immer zu erhöhten Erträgen führen. Die Menge der Blüten, welche eine Pflanze bilden kann, ist aber immer auch genetisch festgelegt und limitiert.

Cannabis-Topping

Einige Sorten zeigen ihren vollen Ertrag erst dann, wenn sie getoppt wurden, z.B. die Blueberry. Bei anderen Sorten macht es weniger oder kaum Unterschied. Ob sich Topping also ertragsstiegernd auswirkt oder nicht ist stark von der jeweiligen Cannabissorte abhängig.
Pruning und Topping sollte nicht während der Blütephase vorgenommen werden. In der Blütezeit brauchen die Pflanzen ihre ganze Energie für die Bildung von potenten Buds. Das Beschneiden sollte abgeschlossen sein, bevor die Blüte einsetzt.

FIM-Technik („Fuck-I-missed“)

Eine spezielle Topping-Methode ist die FIM-Technik. Am absoluten obersten Ende der Pflanze ist eine Verdickung aus neuen Blättern. ¾ von dieser Verdickung wird mit einem sterilen Messer oder Schere abgeschnitten. Daraus resultieren mehrere Headbuds, die sich nach einiger Zeit im Verlauf der Blüte bilden. Mit einem FIM-Schnitt können bis zu 8 neue Headbuds entstehen.

Vor-dem-Fimming

FIM Cannabis

Ausdünnen, Blätter entfernen

Manche Grower entfernen bestimmte große Blätter im ersten Monat der Blüte um den Blüten mehr Licht zu verschaffen. Dabei sollte man sehr vorsichtig und strategisch vorgehen. Große Sonnensegel (große Cannabisblätter) werden entfernt, damit die Blüten mehr Licht erhalten und größer werden können. Das Wachstum der Cannabisblüten ist in einem hohen Maß vom Licht abhängig. Sobald hier eine Verbesserung erfolgt, kann man sehen wie die Buds größer werden. Solange das Entfernen großer Blätter im Rahmen bleibt, sinnvoll ist und nicht übertrieben wird, kann es zu einer Ertragssteigerung führen. Große Sonnensegel sollten nur bei Indoor-Pflanzen entfernt werden und nur, wenn die Pflanze gesund ist.

Beschneiden-Cannabis

Einen Cannabisbusch züchten

Einige Grower bevorzugen kleine und buschige Pflanzen, z.B. weil diese diskreter sind. Während der dritten Woche der Wuchsphase werden die Zweige um die Hälfte eingekürzt. Dabei wird auch der Top-Bud abgeschnitten. Beachte: Cannabispflanzen brauchen mindestens 50% ihrer Blätter unberührt, so dass sie ohne größeren Schaden weiterwachsen können. Werden mehr als 50% der Blätter abgeschnitten, kann dies den Tod der Pflanze zur Folge haben.
Warte nun bis zur 4. oder 5. Woche der Wuchsphase und beschneide erneut die Zweige um 50%. Innerhalb der 7. Woche der Wuchsphase kannst du nun erkennen wie die Pflanze mehr nach außen und zur Seite wächst als in die Höhe. Um einen Cannabisbusch zu kreieren brauchst du einige Wochen zusätzlich an Wuchszeit.

Cannabisbusch

Swazzing

Joshua Haupt, ein professioneller Cannabiszüchter und Unternehmer aus Denver, beschreibt in seinem Buch „Three A Light“ eine besonders intensive und einzigartige Form des Beschneidens von Cannabispflanzen. Bei seiner Methode Swazzing werden Marijuanapflanzen im Verlauf ihrer Entwicklung immer wieder beschnitten und in der Blüte alle Harzblättchen entfernt, so dass jede Blüte einen perfekten Zugang zum Licht hat. Diese Methode kann ohne Probleme tödlich für deine Pflanzen ausgehen, wenn Du dich nicht gut auskennst und so wie Haupt als Ausgleich eine Kombination aus bestimmten und erhöhten Nährstoffen gibst. Diese Methode findet vor allem in hochentwickelten, abgeschlossenen und professionellen Grows Anwendung und verspricht eine deutliche Steigerung der Erträge. Swazzing gehört zu den risikoreichen Pflanzentraingsmethoden, bei denen du zunächst üben und Erfahrungen sammeln solltest bevor du die Methode auf deinem gesamten Grow anwendest.

Swazzing-Cannabis

Lollipopping

Lollipopping ist eine diskutierte Methode, die allerdings von einigen Growern mit sichtbarem Erfolg durchgeführt wird. Dabei werden alle unteren Zweige und Blätter der Pflanze entfernt, die sowieso nicht viel Licht erhalten. Dadurch hat die Cannabispflanze mehr Energie für die Zweige und Blüten weiter oben. Lollipopping wird während der Wuchsphase gemacht und sollte nicht in der Blütezeit vorgenommen werden. Das Entfernen von unteren Zweigen und ineinander wachsenden Zweigen bewirkt außerdem für die Pflanze eine verbesserte Luftzirkulation.

lollipopping Cannabis

Mainlining-Technik

Mainlining-technik

Mainlining (oder Fluxing) ist eine beliebte Technik um höhere Erträge zu erreichen. Diese fortgeschrittene Technik kombiniert verschiedene Pflanzentrainingsmethoden miteinander, um eine effiziente Versorgung aller Blüten und somit höhere Erträge zu erzielen. Bei dieser Technik werden nur die Hauptzweige der Pflanze genutzt und Platz geschaffen für eine gleichmäßige Verteilung der Energie von den Wurzeln zu jeder einzelnen Blüte. Main-Lining ist eine äußerst leistungsstarke Methode um Pflanzen in kleinen Räumen vollständig unter Kontrolle zu halten, und bietet Outdoor-Growern die Möglichkeit, die Größe und Form ihrer Pflanzen zu kontrollieren, um konsistente und hohe Erträge zu erzielen. Dabei werden Pflanzentrainingstechniken wie Lollipopping, Topping, Runterbinden, Verdoppeln usw. genutzt.

Mainlining Technik

Du hast als Cannabiszüchter einige Möglichkeiten um die endgültige Größe und Form Deiner Pflanze zu kontrollieren, wenn du die richtigen Pflanzentrainingsmethoden und Anbautechnik verwendest.

Pflanzentraining: Fehler vermeiden

Das Training der Pflanzen ist einfache und kostenlos. Indoor können damit die Erträge um bis zu 40% gesteigert werden verglichen mit dem natürlichen Pflanzenwachstum. Pflanzen werden gezwungen größere und dichtere Blüten zu bilden anstelle von vielen kleinen und luftigen Buds.
Wie beschrieben werden (die meisten) Pflanzentrainingsmethoden in der Wuchsphase vorgenommen, häufig in der frühen Wuchsphase. Das Trainieren von Pflanzen kann beeindruckende Ergebnisse hervorbringen aber auch zu Enttäuschungen führen, wenn es zu ungewollten Fehlern kommt und wichtige Infos fehlen.

Das solltest du beachten

1. Überhaupt nicht Trainieren

Es ist richtig, Cannabispflanzen können sehr gut Ergebnisse hervorbringen, wenn sie einfach ihre natürliche Wuchsform annehmen und nicht trainiert werden, auch Indoor. Allerdings, können die Ergebnisse und Erträge noch viel besser sein, wenn Du Deine Pflanzen trainierst.

Pflanzentraining kann eine sehr komplexe Sache sein oder sehr einfach. Es liegt in deiner Entscheidung, was du machen möchtest und welche Art von Training du anwendest.

2. Ein Zweig bricht beim Biegen und Runterbinden

Junge Pflanzen lassen sich noch einfach runterbinden und haben sehr biegsame Äste. Werden die Zweige größer werden sie auch holziger und mehr starr. Dann kann es schnell passieren, das beim Versuch einen Zweig runterzubinden oder beim Super Cropping, dieser Ast bricht. Bricht der Hauptstamm, kann der Schaden möglicherweise groß sein und es kann zu erhebliche Verzögerungen in der Entwicklung kommen. Bei holzigen und großen Zweigen ist es besser, vorsichtig das Super Cropping für mind. 10 Sekunden anzuwenden anstatt den Ast einfach mit Gewalt runterzubinden. Wenn der Zweig zwischen deinen Fingern flexibel wird und sich weicher anfühlt, kann er gebogen werden.

Wenn der Hauptstamm weit unten bricht, ist es oftmals möglich, an der Stelle eine Art Verband aus Stoff, Pflaster, Tape usw zu bilden, so dass die Pflanze heilen kann. In den nächsten 1-2 Wochen sollten sich die Cannabispflanze und der Hauptstamm wieder erholen. Bricht der Hauptstamm relativ weit oben an der Pflanze, brauchst du dir keine Gedanken zu machen und du kannst sie einfach so weitwachsen lassen – als getoppte Pflanze. Dem besten Grower ist es schon passiert, dass eine fette Blüte zu früh abbricht.

3. Die Cannabispflanzen werden zu klein gehalten.

Kleine Pflanzen können nicht so viele und nicht so große Blüten produzieren wie große Pflanzen. Wenn du Deine Pflanzen kleiner hältst als notwendig, werden sich damit auch die Erträge verringern. Der effektivste Weg ist, die gesamte Anbaufläche gut auszufüllen. Wenn eine zu kleine Cannabispflanze blüht, gibt es nichts mehr, was du tun kannst um sie zu einem Ertragswunder zu machen, die Erträge werden klein bleiben.
Schicke Cannabispflanzen erst in die Blüte, wenn sie 3 bis 4 Wochen alt sind. Zuvor fangen die Pflanzen sowieso nicht an zu blühen. Werden sie zu früh auf Blüte umgestellt, bleiben die Pflanzen immer klein. Es ist aber tatsächlich eine Überlegung wert und wird von vielen erfolgreichen Growern angewendet: 6 Wochen Wuchszeit und dann erst die Umstellung auf Blüte.

4. Pflanzen werden zu groß

Es macht Sinn größere Pflanzen zu züchten, allerdings kann es zu verschiedenen Problemen kommen, wenn die Cannabispflanzen die Growbox überwuchern und beginnen die Lampe einzunehmen.

Bedenke, dass sich die Höhe der Cannabispflanze verdoppeln oder sogar verdreifachen kann im Verlauf der Blütezeit. So kann ein Grow schnell außer Kontrolle geraten. Ein überfüllter Growraum bringt nicht mehr Erträge, sondern fördert vor allem die Entstehung von Mehltau, Botrytis und anderen ungewollten Problemen. Es empfiehlt sich auf Blüte umzustellen, wenn die Pflanzen die Hälfte der gewünschten Höhe erreicht haben. Hohe Pflanzen können mit Scrogging-Netzen und runterbinden in ihrem Höhenwachstum kontrolliert und zu einem Wachstum in die Breite geleitet werden.

5. Falsches oder zu frühes Toppen

Wenn die Pflanze getoppt wird bevor sie das 3. Bis 4. Blattpaar gebildet hat, kommt es zu Wachstumsverzögerungen oder die Pflanze kann sterben, sollte man es bei einem Seedling machen.

6. Fehler beim Befestigen und Runterbinden

Verwende für das Runterbinden von Pflanzen keine dünne Schnur oder Draht, die den Pflanzenstiel mit der Zeit einschneiden kann. Achte beim Runterbinden, darauf, dass schließlich alle Pflanzen in deinem Growraum die gleiche Höhe haben.

7. Training bei kranken und langsam wachsenden Pflanzen

Kranke und langsam wachsende Cannabispflanzen sind anfälliger für Stress. Pflanzentrainingsmethoden wie Topping, Beschneiden oder Super Cropping können die Krankheit verschlimmern und die Heilung verzögern. Warte bis die Pflanze gesund und kräftig genug ist bis du mit dem Training beginnst.

Kranke Cannabispflanzen profitieren davon, wenn die Lichtzufuhr (Stärke) für einige Tage verringert wird. Ist das Licht zu stark für eine kranke Pflanze, wird es schwierig für sie mit der Photosynthese Schritt zu halten. Beachte also immer den Gesamtzustand der Pflanze bevor du mit dem Training beginnst und nimm dir die notwendige Zeit dafür.

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