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Wie bewässere ich Cannabis in einem hydroponischen System?

Cannabis-Hydroponic

Cannabis ist eine Pflanze, die sich sehr gut auf unterschiedliche Bedingungen einstellen kann, so dass sie auf so gut wie allen Pflanzsubstraten leicht angebaut werden kann. Die gängigsten Methoden sind der Grow auf Erde oder in hydroponischen Systemen mit Substraten wie Steinwolle, Cocos, Blähton oder Mapito. Aeroponische Systeme, verzichten teilweise komplett auf das Substrat und werden in der Growgemeinde immer beliebter.

Zwischen den unterschiedlichen hydroponischen und aeroponischen Systemen gibt es klare Unterschiede in Bezug auf die verschiedenen Substrate. Alle von ihnen sind sogenannte inerte Substrate, das heißt sie können Nährstoffe nur kaum oder in sehr geringen Mengen speichern. Diese Unterschiede sollten wir uns bewusst machen, wenn es darum geht den Growroom auszustatten. Die Düngung und Bewässerung bei der Hydroponic hängt vom gewählten System und Substrat ab. Deshalb wollen wir auf die Unterschiede der verschiedenen Pflanzsubstrate eingehen, mit all ihren Vorteilen, aber auch Nachteilen.

Cannabis auf Cocos anbauen

Coco Hydro Grow, C99

Coco Hydro Grow, C99

Cocos Substrat ist ein sehr beliebtes organisches Substrat aus den Fasern, die die Kokosnuss umgeben. Nachdem die Fasern bearbeitet und behandelt wurden, sind sie ein hervorragendes Growmedium für Cannabis und jede andere Pflanze. Die gängigen Cannabis-Cocos-Substrate haben eine optimale Faserstärke, so dass ein perfektes Feuchtigkeits-Sauerstoff-Verhältnis entstehen kann.

Diese Fähigkeit, die Feuchtigkeit aber nicht das Wasser zurückzuhalten, lässt Cocossubstrat bei richtiger Anwendung immer mit genügend Sauerstoff angereichert sein, was die Wurzeln vor Überwässerung schützt. Außerdem komprimiert das Substrat die Wurzeln bei längerer Tockenheit nicht, da die Fasern sich im Gegensatz zu Erde beim Trocknen nicht ausdehnen. Das ermöglicht ein erneutes wässern, was bei Erde nach totaler Austrocknung eher schwierig ist. Dadurch, dass das Cocos-Substrat über längere Zeit Feuchtigkeit speichern kann, ist ein Ausfall der Bewässerung oftmals noch rechtzeitig zu erkennen und zu beheben, während z.B. bei Blähton die Wurzeln schon nach wenigen Stunden vertrocknen und die Cannabispflanzen sterben können. Der Vorteil des Cocos Subtrats ist in diesem Fall mehr als bewiesen: Wenn die Pflanze ausgetrocknet ist, erholt sie sich viel schneller als die gleiche Pflanze in Erde unter den gleichen Bedingungen. Der Schaden, der durch die Dehydrierung entsteht, ist im Vergleich zu Erde viel geringer und die Pflanzen erholen sich in Coco viel schneller. Speziell in heissen Gegenden ist der Gebrauch von Coco-Substrat sehr häufig, da sich die Probleme durch Trockenheit eindämmen lassen.

Cooco Hydro Grow

Während des Grows von Cannabispflanzen auf Coco, verändert sich die Bewässerung hinsichtlich der Menge und der Konzentration des EC- und pH-Levels. Im ersten Abschnitt der Vegetationsphase sollten die Pflanzen nur 1x täglich mit einer geringen Menge Wasser gegossen werden, um eine Feuchtphase zu erzeugen, gefolgt von einer Trockenphase.Dadurch müssen die Wurzeln nach Wasser suchen und dehnen sich aus. Die Menge des Wassers hängt von der Topfgrösse ab, während der Anfangsphase sollte mit 15-20% des Topfvolumens täglich bewässert werden. Dadurch trocknet das Coco-Substrat relativ schnell wieder ab und es kann mit der gleichen Menge am nächsten Tag bewässert werden. Während der Wachstumsphase bis zur 2. Blütewoche sollte die Wassermenge und der EC-Wert der Nährlösung langsam erhöht, jedoch nur 1x täglich bewässert werden.

Ab der 2. Blütewoche benötigen die Pflanzen mehr Wasser und können mehrmals täglich mit der Nährlösung bewässert werden. Je nachdem, wie hoch die Temperaturen und verwendet Töpfe sind wird so häufig bewässert, dass das Substrat zwischen den Durchgängen abtrocknen kann. Es ist recht einfach zu erkennen, wann Cocos-Substrat trocken ist.Während es trocken eine helle braune Farbe hat, ist es im nassen Zustand dunkelbraun. Wenn beispielsweise 3x täglich bewässert wird, sollte das Substrat zu 30% bis 50% abgetrocknet sein, bevor erneut gewässert wird. Während der letzten beiden Wochen kann häufiger mit reinem Wasser oder mit Endblütendünger oder/und Enzyme, wie Canna Flush gespült werden, um die Salze aus dem Substrat und den Wurzeln zu waschen. Dadurch erhalten die Buds einen besseren Geruch und Geschmack. Man kann an der Verfärbung der Blätter erkennen, ob die Pflanze ihre Nähstoffreserven langsam aufbraucht. Diese verändern sich dann von grün zu einer helleren gelben Farbe.

Der EC-Wert der Nährlösung hängt von der Anzahl der Bewässerungen ab, Coco hat die Fähigkeit, Nährstoffe in einer optimalen Konzentration in ihren Fasern zu speichern, so dass je öfter die Pflanzen bewässert werden, desto niedriger sollte der EC-Wert der Nährlösung sein.

Indicas können mit einem maximalen EC-Wert von 2-2,2 bewässert werden während der Wochen, in denen sie die meisten Nährstoffe benötigen. Bei Indicas und indicadominanten Cannabissorten ist dies meist zwischen der 6. und der 7. Blütewoche, wenn sie eine Blütezeit von 8-9 Wochen haben. Hohe EC-Werte sollten wie bereits geschrieben nur bei wenigen Bewässerungsphasen täglich eingestellt werden oder beim Gießen mit der Hand.

Bei mehr als 2 Bewässerungen täglich sollte der EC-Wert bei Indicas nicht über 2,0 liegen. Man muss dabei immer die Pflanzen beobachten, ob sie sich gut entwickeln oder Anzeichen von Über- oder Überdüngung aufweisen (mehr zu Düngeproblemen siehe Checkliste Probleme beim Grow: Mangelerscheinungen und Krankheiten). Es kommt jeweils auf die einzelne Sorte an, wieviele Nährstoffe sie benötigt. Sativas und sativalastige Strains benötigen z.B. in der Regel einen deutlich niedrigeren EC-Wert als Indicas. Ein genaues Beobachten der Pflanzen ist deshalb äußerst wichtig, v.a. wenn man den Strain zum ersten mal anbaut.

Anbau auf Coco, Hydro Grow

Cannabis Hydro-Coco Grow

Wenn man hydroponisch mit einem Bewässerungssystem anbaut, sollte man nur eine Sorte oder Sorten der gleichen Familie mit einem ähnlichen Nährstoffbedarf growen, so dass der Gehalt der Nährlösung der gleiche bei allen Pflanzen sein kann.

EC- und pH-Werte beim Anbau mit hydroponischen Systemen auf Cocos:

1.Woche 2.Woche 3.Woche 4.Woche 5.Woche 6.Woche 7.Woche 8.Woche 9.Woche
Wuchs 18h 18h 18h
*EC 0,7-0,8 0,8-1,1 1,1-1,4
pH 5,5-5,6 5,6-5,8 5,8
Blüte 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h
*EC 1,3 1,3-1,4 1,4-1,5 1,4-1,5 1,6-1,7 1,7-1,8 1,8-2,0 1,4 0,4
pH 5,9 6,0 6,0-6,1 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,3 6,0-6,3

*EC: der tatsächliche EC-Wert hängt von der Cannabis Sorte ab. Dies sind Richtwerte für Indicas. Man kann jedoch auch bei einem anderen Nährstoffbedarf der Pflanzen, die wöchentlichen Veränderungen als Anhaltspunkt nehmen.

Marijuana in einem hydroponischen System anbauen

Cannabis in hydroponischen Systemen anbauen

Hydroponic ist eine der meist verwendeten Anbaumethoden für Cannabis, es gibt mittlerweile unterschiedliche hydroponische Systeme, aber alle beruhen auf dem gleichen Prinzip. Dieses Prinzip ist einfach, es basiert darauf, die Nährstoffe den Pflanzen durch schnell aufnehmbare Dünger in einem inerten Substraten wie Steinwolle, Blähton oder Mapito zur Verfügung zu stellen.

Durch die Verwendung eines automatischen Bewässerungssystems, entweder rezirkulierend (die Nährlösung wird wiederverwendet) oder Waste-to-Drain (überschüssige Nährlösung wird nicht wiederverwendet), werden die Cannabispflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt. Wenn Blähton (Hydrokorrels) verwendet wird, ist es sehr wichtig, den pH-Wert des Substrats zu stabilisieren, um Probleme mit dem pH-Wert während des Grows zu vermeiden. Wie das funktioniert findest Du unter Blähton puffern: Wie sorge ich dafür, dass der pH-Wert passt? Wenn die Hydrokorrels nicht stabilisiert sind, treten für die Pflanzen viele Schwierigkeiten auf und sie können die Nährstoffe nur ungenügend aufnehmen. Ausserdem kommt es in rezirkulierenden Systemen bei Verwendung von ungepuffertem Blähton zu Schwankungen im Nährstofftank, was ebenso zu Über- oder Unterdüngung führen kann.

hydroponisch anbauen mit Pebbles

In rezirkulierenden Systemen, bei denen die Nährlösung den Tank immer wieder verlässt und ihn zurückläuft, kann der pH- und EC-Wert durch ein ungepuffertes oder verschmutztes Substrat leicht verändert werden. In Waste-to-Drain Systemen spielen diese Faktoren auch eine Rolle, wenn gleich eine geringere.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass in diesen Systemen die Wuzeln der Luft ausgesetzt sind und eine konstante Bewässerung notwendig ist, damit sich die Pflanzen ohne Probleme entwickeln können und nicht austrocknen. Sobald die Wurzeln durch einen Feuchtigkeitsmangel gestresst werden, werden sie ernsthaft beschädigt, da sie keinen Schutz wie in Coco-Substrat haben, bei dem der Wuzelballen weniger der Luft ausgesetzt ist und somit viel langsamer als in Hydrokorrels austrocknet. Sind auf der anderen Seite diese Faktoren unter Kontrolle und werden keine Fehler gemacht, explodiert der Grow in solch einem hydroponischen System regelrecht.

hydroponisch anbauen mit Pebbles

Die Bewässerungsmethoden der hydroponischen Systeme unterscheiden sich teilweise enorm. Es gibt Systeme wie den Dutch Pot , bei dem William von GHE eine dauerhafte 24-stündige Bewässerung empfiehlt. Einige Grower bewässern ihre Pflanzen alle 15 Minuten, andere bevorzugen eine 15 minütige Bewässerung jede Stunde. In Abhängigkeit des gewählten Systems muss ein optimales Bewässerungsprogramm eingestellt werden, genauso wie beim Grow in Steinwolle.

Dabei muss jeder Grower die ideale Bewässerungszeit für seinen Grow herausfinden, da diese von mehreren Faktoren abhängt: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Belüftung, Ventilation,… Trocknet das Substrat schnell aus, müssen mehr Bewässerungen durchgeführt werden, jeweils mit dem für die Entwicklungsphase und Bedürfnisse der Pflanze optimalen EC-Wert. In hydroponischen Systemen mit Steinwolle oder Blähton ist die Nährstoffaufnahme der Cannabispflanzen effektiver als in Coco, weshalb der EC-Wert etwas niedriger sein sollte. Die Pflanzen müssen ebenfalls jeden Tag kontrolliert werden, um einen optimalen EC-Wert für jeden Strain herauszufinden.

1.Woche 2.Woche 3.Woche 4.Woche 5.Woche 6.Woche 7.Woche 8.Woche 9.Woche
Wuchs 18h 18h 18h
*EC 0,5-0,7 0,8-1,0 1,1-1,2
pH 5,5-5,6 5,6-5,7 5,8
Blüte 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h
*EC 1,3 1,4 1,4-1,5 1,6 1,6 1,6-1,7 1,7-1,8 1,4-1,6 0,0-0,4
pH 5,9 6,0 6,0-6,1 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,3 6,0-6,3

*EC: abhängig von den Anforderungen der Pflanzen kann dieser Wert variieren, deshalb immer die Pflanzen beobachten und den optimalen Wert einstellen.

Cannabis in aeroponischen Systemen anbauen

Cannabis aeroponisch anbauen

Aeroponic ist eine Evolution der hydroponischen Systeme. Der Hauptunterschied ist, dass beim aeroponischen System die Wurzeln in der Luft hängen ohne jegliches Substrat. Da die Pflanzen kein Substrat haben, in dem die Wurzeln wachsen und mit Feuchtigkeit versorgt werden, ist die Bewässerung unterschiedlich zu der hydroponischer Systemen mit Substraten.

EC- und pH-Messgerät

Die Aeroponic hat wie jedes andere Anbau-System Vor- und Nachteile. Jeder Fehler kann sehr schnell zum Tod der Pflanzen führen. Da sie keinerlei physischen Puffer haben, um den pH- und EC-Wert konstant zu halten, reagieren die Cannabis-Pflanzen sehr schnell auf jegliche Nährstoff- und Umweltveränderungen. Wenn das pH- und EC-Niveau nicht gewissenhaft und kontinuierlich kontrolliert und gegebenenfalls angepasst wird, wachsen und blühen die Cannabispflanzen nicht wie gewünscht. Liegen auf der anderen Seite alle Parameter im grünen Bereich, kann man überdurchschnittliche Ernten und absolut hochwertigen Weeds erwarten. Jeder der schon einmal die Vorzüge des sehr schnellen Pflanzenwachstums und der enormen Ernten der Hydroponic kennengelernt hat, wird Indoor nicht mehr anders growen wollen.

Die Pflanzen haben im Gegensatz zum Grow auf Erde einen bis zu 3 Wochen kürzeren Zyklus, bei reinen Sativas sogar noch mehr. Dies hat damit zu tun, dass durch das fehlende Substrat die Wurzeln keinerlei Widerstand haben und solange sie die optimale Menge an Nährstoffen erhalten, können sie ungehindert wachsen.

Es ist zu beachten, dass in aeroponischen Systemen der Sauerstoffgehalt, die Temperatur der Nährlösung genauso wie der korrekte EC- und pH-Wert regelmässig kontrolliert und gegebenenfalls angepasst beziehungsweise die Nährlösung komplett erneuert werden sollte. Eine zu hohe Temperatur der Nährlösung kann Pilze in den Wurzeln hervorrufen und die Nährstoffaufnahme behindern, außerdem ist der Sauerstoffgehalt geringer und Dünger sind weniger effektiv.

Aero Nut Grow hydroponisch

Aero Nut Grow 😀

Während in hydroponischen Systemen die Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen sehr schnell ist, ist sie bei der Aeroponic noch schneller. Da die Wurzeln mit Mikropartikeln an Nährlösung besprüht werden, geschieht die Aufnahme noch unmittelbarer und schneller. Dies hat zur Folge, dass in  aeroponischen Systemen gegrowte Cannabispflanzen einen niedrigeren Nährstoffgehalt benötigen, als mit jeder anderen Methode.

1.Woche 2.Woche 3.Woche 4.Woche 5.Woche 6.Woche 7.Woche 8.Woche 9.Woche
Wuchs 18h 18h 18h
*EC 0,4-0,6 0,6-0,9 0,9-1,0
pH 5,5-5,6 5,6-5,7 5,8
Blüte 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h 12h
*EC 1,1 1,2 1,2-1,3 1,4 1,4 1,4-1,5 1,5-1,6 1,2-1,4 0,0-0,2
pH 5,9 6,0 6,0-6,1 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,2 6,0-6,3 6,0-6,3

*EC: der tatsächliche EC-Wert hängt von der Cannabis Sorte ab. Dies sind Richtwerte für Indicas. Man kann jedoch auch bei einem anderen Nährstoffbedarf der Pflanzen, die wöchentlichen Veränderungen als Anhaltspunkt nehmen.

Der Nährtofftank

L3

Der Nährstofftank ist ein sehr wichtige Komponente bei der Hydroponic bzw. Aeroponic, da er für die Bewässerung aller Cannabispflanzen im Growroom genutzt wird. Hydroponische Komplettsysteme enthalten bereits den passenden Tank, um eine bestimmte, für das System optimale Anzahl an Pflanzen zu bewässern. Andererseits muss man bei Anbau auf Coco, Blähton oder Steinwolle in Pflanztöpfen die Anzahl der Pflanzen berücksichtigen, um den Tank mit der notwendigen Menge Nährstofflösung für eine Woche zu befüllen.

Im Falle von Waist-to-drain-Sytemen, also Systemen bei denen die Nährlösung nicht wiederverwendet wird, muss die Tankgrösse in Abhängigkeit der Anzahl der Pflanzen und der maximalen Bewässerungsmenge ermittelt werden. Bei einem SoG (Sea of Green) mit 30 Pflanzen auf einem m² mit einer maximal 8x einminütigen Bewässerungen täglich und einer Menge von 40ml pro Pflanze je Bewässerung, benötigt man einen 70-80 Liter Tank.

Wenn statt dessen als ScrOG (Screen Of Green) gegrowt wird, kann durch die maximale Anzahl an Bewässerungen pro Tag und der Töpfe in Abhängigkeit von deren Volumen und Anzahl, die Tankgösse berechnet werden. Durch den Einsatz eines Watertimers ist eine exakte, automatische Bewässerung gewährleistet.

Wie berechnet man die Tankgrösse?

  • (Anzahl Pflanzen) x (Anzahl Bewässerungen pro Tag) x (Wassermenge pro Bewässerung) = Liter pro Tag
  • (Liter pro Tag) x 7 Tage = Liter pro Woche

Flex Tank, flexibler Wassertank, 750 L, 100 x 100 cm  Nährstofftank für growToll-Systeme

flexibler Tank, 750 L                               growTANK Nutrient 75 L

Beispiel für einen SOG:

  • (9,6 L/Tag) x (7 Tage) = 67,2 L/Woche + 10 Liter Reserve für die Pumpe = 80-90 Liter Tank (da er nicht komplett gefüllt wird)

Beispiel für einen ScrOG:

  • (6 Pflanzen/m²) x (8 Bewässerungen/Tag) x (10-15% der Topgfgrösse (11L) in L/Tag) = 7,92 L/Tag
  • (7,92 L/Tag) x (7 Tage) = 55,44 L pro Woche = ideale Tankgrösse von 80L

Temperatur und Sauerstoffgehalt der Nährlösung

Cannabis Hydroponic

Wie bereits erwähnt, sollten der Tank und die darin befindliche Nährlösung gewissenhaft kontrolliert und überwacht werden, da dies die Quelle ist, die alle Pflanzen mit optimalen Nährstoffen versorgt. Durch eine gute Kontrolle und Pflege können Nährstoffprobleme und Krankheiten vermieden werden. Alle in hydroponischen Systemen verwendeten Dünger sollten speziell für den Anbau auf Coco oder Hydroponic geeignet sein und die Nährstoffe darin in sog. chelatierter Form vorliegen. Herkömmliche Biodünger können in hydroponischen Systemen  allerdings nicht verwendet werden. Mittlerweile gibt es jedoch auch ökologische Dünger, wie BioSevia von GHE, die sich auch für den Einsatz in hydroponischen Systemen eignen und gleichzeitig rein natürlich sind.

Beim Mischen der Nährlösung sollte zunächst der Basisdünger (z.B. GHE BioSevia Grow oder Bloom, Canna Hydro A+B, etc.) dem Wasser zugefügt werden und zwar zunächst in einer geringen Menge. Dann wird der EC-Wert mit einem EC-Messgerät kontrolliert (mehr dazu siehe Der EC-Wert beim Grow) und solange der Dünger nachdosiert bis die gewünschte Konzentration erreicht ist. Also noch nicht gleich alles reinschütten, sondern langsam vortatsten! Als nächstes werden die Stimulatoren (Wurzelbooster, Blütebooster), Aminosäuren oder andere Komponenten, wie Bakterien oder Mikroorganismen zugefügt. Als letzter Schritt wird der pH-Wert der Nährlösung kontrolliert und eingestellt (siehe Der richtige pH-Wert). Nun können die Cannabispflanzen damit bewässert werden.

Jedoch erhöht sich der pH-Wert in der Regel nach der ersten Bewässerung, so dass dieser erneut kontrolliert und mit einem pH-senkenden Mittel, wie Canna pH- oder GHE pH Down, reguliert werden muss, bevor die nächste Bewässerung stattfindet. Nur wenn die Nährlösung einen optimalen pH-Wert besitzt, können die Pflanzen die Nährstoffe aufnehmen und verwerten. Während beim Anbau auf Erde der pH-Wert des Giesswassers in gewissen Grenzen durch das Substrat gepuffert werden kann, ist die bei der Hydroponic und Aeroponic nicht der Fall. Fehler schlagen sich sofort auf die Pflanzen nieder.

growCOOL  Sauerstoffpumpe

growCOOL, Wasserkühler                               Sauerstoffpumpe von GHE

Ein anderer wichtiger Faktor ist die Temperatur der Nährlösung im Tank. Die Temperatur hat nämlich einen direkten Einfluss auf den Sauerstoffgehalt der Nährlösung. Eine höhere Temperatur bedeutet weniger Sauerstoff, so dass die optimale Temperatur zwischen 18° und 24°C liegt. Dadurch enthält die Nährlösung genügend Sauerstoff, um die Wurzeln optimal zu versorgen und ausserdem wird Pilzen und Krankheiten vorgebeugt. Ausserdem sollte die Nährlösung im Tank ständig mit einer Sauerstoffpumpe (Luftpumpe) mit Sprudelstein mit Sauerstoff versorgt werden. Liegt die Temperatur zu hoch, kann sie mit einem Wasserkühler abgesenkt werden. Ausserdem ist es oftmals ratsam, den Nährstofftank vor dem Growroom zu stellen, da so die hohen Temperaturen durch die Lampe vermieden werden können. Der Nährstofftank sollte unbedingt lichtdicht verschlossen sein, so dass sich keine Algen bilden können. In fertigen Komplettsystemen ist dies in aller Regel sowieso der Fall.

 <<mehr Grow Tipps im Growlexikon>>

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

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