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Tipps zum Kochen und Backen mit Cannabis

Tipps zum Kochen und Backen mit Cannabis

Der Einsatz von Cannabis in Getränken und Essen wird ständig populärer. Vor allem Nutzer von Marijuana aus medizinischen Zwecken greifen immer häufiger auf mit Cannabis angereicherte Nahrungsmittel zurück. In den USA verkaufen die Dispensaries die unterschiedlichsten Produkte von Spacecakes bis zur medizinischen Fertigpizzas. Hier in Europa kann man diese Lebensmittel (noch) nicht kaufen und muss deshalb selbst hinter den Herd. Neben dem Spass, dem einem die Zubereitung der Gerichte bereiten kann, gibt es noch einige andere gute Gründe, selbst zum Kochlöffel zu greifen. Zum einen kann man die Dosierung selbst bestimmen und dadurch die Potenz an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Zum anderen ist man sich jederzeit über die Qualität im klaren, vor allem wenn man das Weed selbst angebaut hat. Und noch ein Grund spricht dafür, so können die Rezepte immer individuell an den eigenen Gaumen angepasst werden und haben damit nicht nur die gewünschte Wirkung sondern sind auch noch ein Genuss beim Konsum.
Im Folgenden wollen wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Backen, Kochen und Mixen mit Marijuana beantworten.

Wie wirkt Cannabis in Speisen und Getränken?

Nimmt man Cannabis in Form von Getränken oder Speisen zu sich, hat dieses eine andere Wirkung als wenn es geraucht wird. Die genauen Effekte hängen von verschiedenen Faktoren, wie der Potenz des Nahrungsmittels, der eigenen Toleranz, der Körperchemie und natürlich der verspeisten Menge ab. Während man beim Rauchen nur eine geringe Menge Cannabinoide durch jeden Zug zu sich nimmt, das jedoch relativ schnell, wirken beim Essen eine grosse Anzahl potenter Cannabinoide auf den Körper, dies jedoch erst zeitverzögert und in Wellen einsetzend, da sie erst über den Magen in den Stoffwechsel gelangen. Wegen der unterschiedlichen Wirkung durch die orale Aufnahme im Gegensatz zum Rauchen, werden viele Nutzer beim ersten Gebrauch von der stärkeren Potenz und viel länger anhaltenden Effekten überrascht.

Einige Menschen werden auf gegessenes Cannabis ängstlich und paranoid. Dies wird von unterschiedlichen Faktoren ausgelöst, meist ist es jedoch so, dass sich die Nutzer noch nicht an diese andere Konsumform gewöhnt haben und sich unwohl fühlen, was zu Ängsten und Paranoia führen kann. Dies gibt sich mit der Zeit und der Gewöhnung an die unterschiedliche Wirkung. Jedoch führen bei einige Menschen auch hohe Dosen THC zu Paranoia und Angstzuständen. Diesen ist vom Verzehr von mit Cannabis angereicherten Speisen und Getränken dringend abzuraten!

Ist es schwierig mit Cannabis zu kochen oder zu backen?

Nein, Cannabis in der Küche einzusetzen benötigt keinerlei zusätzlichen Kenntnisse. Wer es schafft, sich mehr als eine Fertigpizza aufzubacken und sich an Kochrezepte halten kann, wird keinerlei Probleme haben. Und die Hobbyköche unter uns werden schnell Freude daran finden, die Rezepte abzuwandeln oder Cannabis in eigene Kreationen mit einfliessen zu lassen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Was benötige ich für die Cannabis Rezepte?

Cannabis Rezepte

Neben den normalen Küchenutensilien wie einen Ofen, Töpfe, Schüsseln, Kochwerkzeug, etc. wird nicht viel mehr benötigt, außer natürlich hochwertigem Cannabis, Haschisch oder BHO. Hier eine Liste nützlicher Geräte und Utensilien:

  • Backthermometer
  • gut verschliessbare Gefässe (z.B. Tupper)
  • Kochlöffel aus Metall
  • Kaffeefilter
  • Sieb
  • mittelgrosser Topf

Welche Zutaten lösen die Cannabinoide am besten?

Cannabinoide sind im Bereich des Kochens v.a. mit Fett und auch mit Alkohol löslich. Das bedeutet, dass sie sich am besten mit Substanzen binden, die einen hohen Fettgehalt haben. Ein hoher Fettgehalt bedeutet nicht zwangsläufig ungesundes Essen. Es gibt viel fettreiche Substanzen, die zusätzlich gesund sind. Die einfachste, aber nicht unbedingt gesündeste Methode sein Essen mit Cannabis anzureichern ist Cannabisbutter. Während sie einfach einzusetzen und sehr effektiv ist, ist sie für Leute, die täglich auf Nahrungsmittel mit Cannabis zurückgreifen nicht unbedingt die gesündeste und kalorienärmste Methode. Und auch Veganer können nicht darauf zurückgreifen. Es gibt jedoch genügend Alternativen, die hohe Konzentrationen an pflanzlichen Fetten aufweisen und sich hervorragend eignen, wie z.B. Olivenöl und Kokosnussöl und weniger bekannte Stoffe wie Kokosmilch oder Glyzerin.

Welche Teile der Cannabis-Pflanze eignen sich zum Backen bzw. Kochen?

Während manche Cannabis-Hobbyköche auf die kleinen harzigen Blätter aus dem Trimmen der Blüten bei der Ernte schwören, kochen andere die Stängel und grossen Blätter aus. Wieder andere werfen nur gute, harzige Buds in den Kochtopf und verfüttern den Rest der Ernte an die Hasen. Man kann sämtliche Pflanzenteile außer den Wurzeln zum Extrahieren der Cannabinoide verwenden, da beim Auskochen diese im Gegensatz zum Rauchen auch aus dem Inneren der Pflanze geholt werden. Jedoch sollte man immer bedenken, dass man das herausholt, was man hinzugibt. Das bedeutet, dass Butter oder Öl aus den grossen Blättern auch einen schwächeren Geschmack ergebenn wird und nicht so potent ist wie aus Blüten, die zudem ein intensiveres und auch leckeres Aroma abgeben. Egal ob man nun Blüten, Blätter oder Stängel benutzt, wichtig ist die Reinheit des Ausgangsmaterials. Denn wenn Schimmel oder andere Pilze im Grass sind,  werden diese oftmals nicht abgetötet und verbleiben in den Nahrungsmitteln, wo sie nicht hingehören und ungesund sein können. Also verwende stets absolut schimmelfreies und richtig getrocknetes Marijuana, dessen Herkunft Du kennst.

Wieviel Weed benötige ich für Cannabisbutter oder Cannabis-Öl?

Wieviel Marijuana man zur Herstellung der Rezepte benötigt, hängt natürlich immer von den persönlichen Bedürfnissen und der Potenz des Ausgangsmaterials ab. Allgemein gilt, je geringer die Qualität der Pflanzenteile ist, desto mehr benötigt man für die gleiche Wirkung. Die Ermittlung der richtigen Menge ist jedoch wie bereits gesagt immer individuell und man sollte besser erstmal weniger benutzen.

Als Faustregel kann man nehmen: Man teilt die Pflanze in eine Skala von 1 bis 5, bei der 1 die harzigen Headbuds und 5 der dicke Hauptstamm der Pflanze ist. Pro Tasse Butter oder Öl benötigt man 25g x die Ausgangszahl, also 1x 25g = 25g Headbuds oder 5x 25g = 125g Stammmaterial.

Kann ich die Cannabinoide überhitzen?

Ja, leider können sich die Cannabinoide bei zu hohen Temeraturen verflüchtigen. Deshalb darf die Temperatur bei der Herstellung nie zu hoch werden. Mit welchen Temperaturen die Gerichte hergestellt werden, hängt auch immer von der gewünschten Wirkung ab. Während sich einige Terpene und Flavonoide schon bei 115°C verflüchtigen, erreichen die meisten Cannabinoide ihren Siedpunkt bei etwa 145°C. Deshalb sollte man sich beim Kochen und Backen immer unter dieser Temperatur befinden, so dass das Endprodukt auch seine wahre Potenz erhält.

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