Pflanzgefäße für Cannabispflanzen

Cannabis-Pflanztopf

Es gibt verschiedene Pflanzgefäße, die für den Anbau von Cannabis genutzt werden und geeignet sind. Man kann sie in drei Kategorien unterteilen: Grow-Bags (z.B. Smart Pots oder Texpots), Pflanztöpfe aus Plastik oder Grow-Beete bzw. Hochbeete, die vor allem beim Outdoor-Grow zum Einsatz kommen.

Das Wichtigste dabei ist, dass Pflanzgefäße am Boden und evtl. an den Seiten ausreichende Drainagelöcher besitzen, so dass überflüssiges Wasser schnell wieder abfließen kann und das Pflanzgefäße die Wurzeln vor Licht schützen. Transparente und lichtdurchlässige Töpfe sind daher ungeeignet.

Texpots oder Grow-Bags

Grow-Bags

Texpots oder Grow-Bags aus textilem, atmungsaktivem Gewebe sind sehr beliebt bei vielen Growern. Sie sind günstig, man kann sie platzsparend und einfach lagern oder transportieren und sie sind robust und langlebig. Gewebe-Bags wie die Smart Pots können wiederverwendet werden. Nach einem Grow werden sie einfach entleert, mit Wasser abgespült und dann über Nacht in Seifenwasser eingelegt. Am nächsten Tag gründlich mit Wasser abspülen und sie sind fertig zum Wiedergebrauch. Pflanztaschen aus atmungsaktivem Gewebe sorgen zusätzlich für eine gute Belüftung der Wurzelzone und das kann man auch am kräftigen Wachstum der Cannabispflanzen sehen.

Beim Outdoor-Grow sind Texpots eine ausgezeichnete Möglichkeit, wenn der vorhandene Boden nicht geeignet ist für den Anbau von Cannabis, man Cannabispflanzen auch während dem Grow evtl. mal versetzen möchte und es darum geht riesige Pflanzgefäße zu füllen. Spätestens ab 100L sind Gewebepots die beste, einfachste und günstigste Lösung für den Outdoor-Grow. Aber auch mit den kleinen Gewebepots kann man ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Sie können ebenso gut für den Anbau im Haus genutzt werden und eignen sich sowohl für die Kultivierung auf Erde als auch für den hydroponischen Anbau.

Weiße Texpots sind normalerweise für den Anbau im Freien gedacht und reflektieren durch ihre weiße Farbe das Sonnenlicht. Auf diese Weise erhitzen sich die Gefäße nicht so leicht. Dunkle oder schwarze Texpots sind für den Anbau im Haus gedacht. Natürlich kann man weiße Töpfe auch Indoor einsetzen und umgekehrt. Grow-Bags aus Textilgewebe müssen häufiger bewässert werden, weil darin Wasser schneller verdunsten kann. Im Allgemeinen sollten Texpots daher doppelt so groß sein als die Plastiktöpfe, die man verwenden würde.

  • Mehr Sauerstoff für die Wurzeln
  • Schützt Pflanzen vor Root-Bound
  • Überwässerung ist kaum möglich
  • Trocknen schneller aus, als normaler Pflanztöpfe aus Plastik
  • Brauchen beim Indoor-Grow Untersetzer oder eine Pflanzwanne, damit abfließendes Wasser aufgefangen werden kann.

Standard Pflanztöpfe aus Plastik

Die gewöhnlichen Pflanztöpfe aus Plastik werden am häufigsten benutzt. Sie haben am Boden Drainagelöcher und sind günstig in der Anschaffung. Die Seiten sind meistens etwas flexibel und diese Pflanzgefäße sind normalerweise schwarz oder weiß. Es gibt Pflanztöpfe aus Plastik in rund und in eckig. Es ist Geschmackssache und man kann sich darüber streiten, onb rund oder eckige besser sind: die eckigen Töpfe sind platzsparender und werden am meisten genutzt. Ich mag die runden Töpfe lieber, weil ich denke Pflanzen mögen es lieber rund. Aber es gibt keinen wissenschaftlichen Beweise momentan dafür.

Im Sommer und beim Outdoor-Grow können Plastik-Pflanzgefäße leicht überhitzen und die Wurzeln werden beschädigt. In Plastiktöpfen kommt es im Allgemeinen leichter zu Überwässerung und Staunässe. Beim Anbau im Haus müssen Untersetzer oder eine Pflanzwanne bzw Growtable genutzt werden um überschüssiges ablaufendes Wasser aus den Töpfen abzufangen und wegzuleiten. So kommen Pflanzwannen und Growtables durchaus nicht nur beim hydroponischen Anbau zum Einsatz sondern sind auch eine extrem erleichternde und saubere Sache beim Anbau auf Erde, wenn es darum geht das überschüssige Wasser schnell und ohne viel Aufwand wieder aus der Grow-Box zu bekommen.

Air Pots

Airpot

Air Pots versorgen die Wurzel ausgezeichnet mit Sauerstoff und ermöglichen ein reichliches und schnelles Wachstum der Pflanzen. Sie helfen die Pflanzen vor Root-Bound und Überwässerung zu schützen. Ähnlich wie die Texpots müssen sie häufiger gegossen werden, weil Wasser schneller verdunsten kann. Air-Pots können immer wieder verwendet werden und zum Umtopfen leicht auseinandergebaut werden, was ein einfaches und für die Pflanzen stressfreies Umtopfen erlaubt.

  • Gute Belüftung der Wurzelzone
  • häufigeres Gießen notwendig
  • helfen Root-Bound zu verhindern
  • schnelleres Wachstum der Pflanzen

Woodee-Pots / Pflanztöpfe aus Fasern

woodee-pots

Pflanztöpfe aus Pflanzenfasern wie z.B. die Woodeepots sind beliebt bei vielen Growern. Sie sind kompostierbar und bestehen aus 100% natürlichen Materialien. Woodee-Pots werden normalerweise für Keimlinge, junge Pflanzen oder Stecklinge genutzt. Sie sind günstig in der Anschaffung und einfach in der Handhabung. Keimlinge oder Steckinge können direkt mit diesen Töpfen in das nächst größere Pflanzgefäß umgesetzt werden. Woodee-Pots zerfallen im Laufe der Zeit zu Humus und bereichern sogar noch die Erde, in der sie sind.

  • geben überschüssiges Wasser schnell wieder frei, dadurch weniger Gefahr von Staunässe
  • günstig in der Anschaffung
  • kein Stress für die Pflanzen beim Umtopfen

Untersetzer und Pflanzwannen

Pflanzwanne

Untersetzer werden unter Pflanzgefäße gestellt, so dass darin das ablaufende Wasser aufgefangen werden kann. Dies ist besonders beim Indoor-Grow notwendig um Überschwemmungen in der Growbox zu vermeiden. Airpots und Töpfe mit Löchern an den Seiten brauchen einen größeren Untersetzer, weil Wasser auch von den Seiten abläuft. Wenn man nur einige wenige Pflanzen hat, lässt es sich noch einfach mit Untersetzern arbeiten. Das Wasser, das sich nach dem Gießen in diesen Untersetzern sammelt muss nämlich direkt ausgeschüttet werden und darf nicht länger als 20 Minuten stehen bleiben. Die Pflanzen dürfen nicht darin bleiben. Dies könnte sie töten oder stark schädigen, weil die Wurzeln dann sehr schnell beginnen zu faulen und zu ersticken. Bei mehreren Pflanzen kann dies umständlich und langwierig werden. Daher ist dabei der Einsatz einer Pflanzwanne (mit Ablauf), die unter alle Pflanzgefäße gestellt wird, empfehlenswert und praktisch.

Pflanzwannen gibt es in allen möglichen Größen und Ausführungen je nach Größe der Pflanzen und der Größe der Growbox. Trays bzw. Pflanzwannen können das Wasser vieler Pflanzen auffangen und bieten den Vorteil, dass die Pflanzen nicht so oft bewegt und umgestellt werden müssen, was sich in einem besseren und schnelleren Wachstum zeigt. Anstelle eines Ablaufs kann man auch mit einer kleinen Wasserpumpe arbeiten um das überschüssige Wasser aus der Pflanzwanne zu pumpen.

Pflanzgefäße für die Hydroponik

Gittertopf-Cannabisanbau

Pflanzgefäße für die Hydroponik haben gitterartige Seitenwände und Böden, daher kommt auch der Name Gittertopf. Sie bestehen aus Plastik, sind braun oder schwarz und in unterschiedlichsten Größen erhältlich. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass das Wasser durch die gitterartigen Seitenwände schnell an die Wurzeln gelangen kann und schnell auch wieder abläuft. Sie werden ausschließlich auf Growtables oder Pflanzwannen verwendet und in Verbindung mit einem hydroponischen System/Bewässerungssystem (z.B. Tropfbewässerung und Ebbe und Flut).

Topf-Form und Größe der Pflanzgefäße

Wie bereits erwähnt können Pflanzgefäße rund oder eckig sein, wobei eckige platzsparender sind. Sie sind entweder breiter als tief oder tiefer als breit. Cannabis Gärtner, die Indoor oder im Gewächshaus anbauen bevorzugen Plfanzgefäße, die ausreichend tief sind. Alle Pflanzegefäße, die Du bei uns finden kannst haben die richtige Form, die für Cannabispflanzen geeignet ist. Du musst nur die richtige Größe wählen.
Die Größe des Topfes entscheidet maßgeblich mit über die Menge des Wassers und Düngers, der gegeben werden muss. In aller Regel schränkt beim Indoor-Grow die Größe des Pflanzgefäßes die Pflanze in ihrem vollen Wachstum ein. Dies ist auch wünschenswert, weil eine voll ausgewachsene Pflanze hat nur in wenig Häusern Platz. Pflanzgefäße sollten so groß sein, dass sie der Pflanze ermöglichen, ein ausreichendes Wurzelsystem zu bilden. Sie sollten auch nicht größer sein als nötig, so dass eine effiziente Auslastung der Anbaufläche gewährleistet ist.

Die richtige Topfgröße nach Alter der Pflanze:

  • 0-3 Wochen alt: Root-Cubes, Stecklingswürfel, kleiner Minitopf
  • 2-6 Wochen alt: Töpfe mit einem Durchmesser von ca. 10cm
  • 6-8 Wochen alt: 7,5L-Topf
  • 2-3 Monate: 11L-Topf
  • 3-8 Monate: 19L-Topf
  • 6-18 Monate: 40L-Topf

Kleine Pflanztöpfe

Kleine Pflanztöpfe mit 11L sind ideal für Pflanzen mit einer Höhe von 60-90cm bei Beginn der Blüte. Kleine Töpfe eignen sich vor allem für kleine Pflanzen. Sie sind einfach zu bewegen.
Große Pflanzcontainer

Vor allem Mutterpflanzen und Outdoor-Pflanzen wachsen in großen Pflanzgefäßen. Sie werden wesentlich größer als normalerweise Indoor-Pflanzen und bleiben längere Zeit in ihrem Container. Beim Anbau auf Erde werden dafür Container von 19-190L benötigt. Beim hydroponischen Anbau sind dafür 19-40L-Töpfe ausreichend.
Wenn es darum geht die geeignete Größe des Plfanzgefäßes zu ermitteln, solltest Du bedenken wie groß Deine Pflanze später mal werden wird und werden soll. Größer Pflanzen brauchen größere Container, während kleinere Pflanze besser gedeihen in kleineren Pflanzgefäßen.

Mit welchem Pflanzgefäß beginnen?

Starte immer mit einem kleinen Topf (0,25L). Dies führt zu besten Ergebnissen und verhindert, dass die kleinen Pflanzen und Wurzeln überwässert werden. Wenn Du eine kleine Pflanze in einen zu großen Topf setzt, musst du sie sehr vorsichtig gießen. Auf keinen Fall sollte der gesamte Topf durchgenässt und üppig gegossen werden, so lange die Pflanze eigentlich noch zu klein für ihren Topf ist. Gib nur ein wenig Wasser um die Pflanze herum.

Wichtige Tipps zum Thema Pflanzgefäße:

  • Die Temperatur im Pflanztopf sollte 24° C nicht überschreiten. Steigt die Temperatur höher, kann es zu Schädigungen der Wurzeln kommen, von denen sich die Pflanze erst nach mehreren Wochen wieder erholt.
  • Eine 2-3cm dicke Schicht aus Blähton verhindert auch beim Anbau auf Erde, dass das Substrat zu schnell austrocknet.
  • Vermeide zu große Pflanzgefäße. Kleine Pflanzen in zu großen Töpfen können das viele Wasser in dem überdimensionierten Topf noch nicht abtransportieren, es bleibt darin zu lange stehen bis es von alleine abtrocknet und die Wurzeln bekommen währenddessen zu wenig Sauerstoff und die Pflanze ertrinkt regelrecht.
  • Relativ große Pflanzen können auch in kleineren Pflanzgefäßen (11L) wachsen. Sie müssen dann allerdings wesentlich häufiger bewässert werden und es können leichter Probleme auftreten.
    In sehr großen Containern können auch Indoor-Pflanzen ein sehr großes Wurzelsystem entwickeln und es ist darin möglich, dass ein aktives mikrobiologisches Bodenklima entstehen kann so wie beim organischen Grow im Freien. Dafür ist allerdings einiges an Platz notwendig.
  • Wenn Pflanzen zu lange in ihrem Pflanzgefäß bleiben, obwohl sie bereits zu groß geworden sind, beginnen die Wurzeln in dichten umschlungenen Kreisen am Topfrand entlang zu wachsen. Dies nennt man Root-Bound. Root-Bound kann zu ernsteren Problemen führen und macht die Pflanze anfällig für alle möglichen Erkrankungen. Zusätzlich ist sie in ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung eingeschränkt, was sich auch in den Ergebnissen zeigen wird. Deswegen topfe immer rechtzeitig genug um, wenn die Pflanze den gesamten Topf gut aber nicht exzessiv mit Wurzeln ausgefüllt hat.

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