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Outdoor-Grow: wichtige Arbeiten im August

Cannabisanbau draussen

Cannabispflanzen stark machen für die Blüte

Der Sommer ist da und die Outdoor-Saison im vollem Gang. Die Cannabispflanzen haben zu blühen begonnen und es ist deswegen an der Zeit, die Pflanzen auf die weitere Blütephase vorzubereiten und sie zu stärken. Hier sind einige Tipps für euch, die helfen das Beste aus Deinen Pflanzen herauszuholen.

Cannabispflanzen maniküren

Cannabis trimmen

Im Hochsommer während der ersten Blütewochen trimmen wir die Pflanzen im unteren Bereich, das heißt wir entfernen hier alle Blätter und kleinen Äste, so dass in einigen Wochen ein möglichst hoher Ertrag rauskommt. Die Cannabispflanzen sollen dadurch ihren Focus und ihre ganze Energie auf den oberen Bereich und den Headbud oder den Blüteteppich darüber legen. Schwache und weit unten liegende Äste stören nur und nehmen den großen Blüten weiter oben die Kraft. Außerdem werden hier sowieso nur kleine magere Buds entstehen, weil speziell bei großen Pflanzen unten kein Sonnenlicht mehr hinkommmen kann. Zum Entfernen von Ästen oder Blättern sollte eine Pruningschere verwendet werden wie z.B. Pruner von HydroFarm oder Samurai Warrior

Die Unterseite der Marijuanapflanzen wird getrimmt und zurecht gemacht. Wieviel und ob dabei Blätter und Äste entfernt werden hängt natürlich von der Größe der jeweiligen Cannabispflanze ab. Autoflowering Pflanzen sollten nicht getrimmt werden.

Stützen und Pflanzenhalterungen hinzufügen

Cannabis-Trellinet

Falls du das nicht schon gemacht hast, können jetzt Halterungen, Trellinetze, Bambusstangen oder Gitter angebracht werden, die die Pflanzen stützen und dabei helfen die Erträge zu steigern. Wurden Trellinetze bereits früh im Sommer installiert, kann es nun an der Zeit sein, noch mehr zu installieren oder diese zu erweitern. Outdoorpflanzen können teilweise extrem schnell wachsen und zusätzliche Stützen oder Trellinetze erforderlich machen. Es ist aber kein Problem Pflanzenstützen oder Gitter zuzufügen oder zu erweitern. Dies ist meist schnell umgesetzt. Achte bei Stützen und Pflanzengittern immer darauf, dass diese so diskret sind wie sie in deiner Anbaugegend sein müssen. Bambusstangen oder das Trellinet sind günstige Varianten um Cannabispflanzen in Form zu bringen, vor Umknicken durch Wind zu schützen und die Erträge zu steigern durch Optimierung der Belichtung mit dem Sonnenlicht.

Wenn du mit Plastiknetzen und -gittern arbeitest, reicht es aus, einfach ein Weiteres über das schon vorhandene zu setzen um die „herausgewachsene“ Pflanze zu stützen und in Form zu bringen. Ein Konstrukt aus Bambusstangen kann kleineren und mittelgroßen Pflanzen Halt geben und schnell durch zusätzliche Stangen vergrößert werden.
Erhöhter Stickstoffbedarf
Stickstoff ist ein Nährstoff, der essesentiell ist für eine gesunde Pflanzenentwicklung. Während der Wuchsphase brauchen Pflanzen erhöhte Mengen an Stickstoff. Es gibt viele organische Zusätze um das sicherzustellen. Lebender Mulch ist beispielsweise eine organische Methode um die Pflanzen mit Stickstoffen zu versorgen.

Organische Zusätze, die Cannabispflanzen mit Stickstoff versorgen

Fledermaus-Cannabis

Die Fledermaus ist ein nützlicher Freund für organische Grower

Alfalfa ist eine der besten pflanzenbasierten Stickstoffquellen. Es kann auch selbst kuliviert werden. Alfalfa ist außerdem reich an Mineralien, Folsäure, Eisen und Magnesium. Alfalfapulver wird vorsichtig in die oberste Erdschicht um die Pflanze herum eingearbeitet. Verwende nicht zuviel davon, weil Alfalfa schnell kompostiert und dabei Hitze erzeugt, was kleine Wurzeln schädigen könnte. Düngezusätz mit Alfalfa wie Big One von Top Crop sind einfach in der Anwendung und steigern auf organische Weise die Erträge.

Kompostierter Tiermist von Kühen, Pferden, Hühnern oder Schafen sollte vor der Anwendung bei Cannabispflanzen zuvor mindestens 6 Monate kompostiert worden sein. Um zu garantieren, dass das ganze wirklich organisch ist und bleibt, sollte man am besten die Herkunft des natürlichen Düngers kennen. Also am besten von einem Biobauernhof holen oder entsprechnde rein organische und kontrollierte Zusätze nutzen.

Fishpulver und -zusätze sind reich an Stickstoff und Phosphor. Es ist genauso wirksam wie es stinkt. Pflanzen können mit Fischzusätzen gegossen oder mit diesen besprüht werden. Außerdem werden durch das Besprühen mit einem Fischpräparat Schädlinge fern gehalten. Nach der Verwendung weißt du sofort warum. tolle Sache für den Outdoor-Bereich und hier kann man es endlich nutzen was Indoor immer ein wenig kompliziert sein kann.

Bat Guano ist eine schnell agierende und von den Pflanzen leicht aufzunehmende Quelle für Stickstoff und Phosphor. Es kann auf die Erde um die Pflanzen herum gestreut werden. Bat Guano stellt zudem einen ausgezeichneten Zusatz für organic Teas dar. Neben Stickstoff beinhaltet es noch Kalzium und förderliche Bakterien und Pilze.

Klee ist eine phantastische Partnerpflanze für Cannabispflanzen. Er hilft Stickstoff im Boden zu speichern und für die Pflanzen bereitzuhalten. Pflanze einfach Klee um die Cannabispflanzen herum und verbessere den Boden und die Nährstoffaufnahme damit.

Schreitet die Blüte weiter voran, benötigen die Pflanzen vermehrt Phosphor (Fischpulver, Bat Guano, Seevogel Guano oder alternativ Blütebooster verschiedener Hersteller)

Mulch hinzufügen

Cannabis-Mulch

Wenn du es nicht schon getan hast, es ist nie zu spät zum Mulchen. Mulche jetzt. Mulch spielt eine wichtige Rolle um den Boden gesund zu halten und deine Cannabispflanzen glücklich zu machen. Stroh, Klee, Alfalfa, Heu etc. stellen einen guten Mulch dar. Wenn du dich für einen lebenden Mulch entscheidest, musst du die entsprechenden Samen des lebenden Mulchs (Klee, Alfalfa usw.) einfach um die Pflanzen herum streuen. Das geht auch in größeren Töpfen. Hier erfährst du mehr zum Thema Mulchen und lebender Mulch.

Schädlingskontrolle

ladybug

Die Blütezeit steht vor der Türe und die Schädlingsbekänpfung sollte langsam eingestellt werden um Rückstände an den Blüten zu vermeiden. Anfang August ist der letzte Zeitpunkt um noch einmal organisch Schädlingsbekämpfungsmittel draußen einzusetzen. Sollten im weiteren Verlauf noch Schädlinge auftauchen, hat Mutter Natur und normalerweise die Pflanzen noch einiges entgegen zu halten. Die Cannabispflanzen, schaffen es nun alleine auch ohne weiter Mittel, wenn bislang alles gut verlaufen ist und sie kräftig und gesund sind. Besonders beim organischen Anbau sind genug Nützlinge vorhanden, die helfen Schädlinge im Griff zu halten. Der regelmäßige Einsatz von Kompost-Teas in den letzten Wochen vor der Ernte, hilft Schädlinge fernzuhalten und versorgt die Cannabispflanzen mit zusätzlichen Nährstoffen. Wenn dem Komost-Tea Chillies und Knoblauch zugefügt werden, kann ein wirksames Mittel gegen Schädlinge entstehen, das bis kurz vor der Ernte genutzt werden kann.

Eine sehr gute Möglichkeit zur Bekämpfung von Schädlingen bis zur Ernte sind Nützlinge. Raubmilben und Marienkäfer können wahre Wunder bewirken und Spinnmilben und Blattläuse effektiv eliminieren. Biete Nützlingen einen organische augewogenen Raum mit viel Natur in deinem Garten oder auch auf der Guerilla-Anbaufläche, hier fühlen sich auch Nützlinge wohl und es bleibt alles im Gleichgewicht.

Ausreichende Versorgung mit Wasser

Wenn es im August sehr heiß wird können Cannabispflanzen einen sehr hohen Wasserbedarf haben, umsomehr, wenn die Pflanzen groß sind. Nur mit einer ausreichenden Wasserversorgung können sich die Cannabispflanzen gut entwickeln und dicke saftige Buds bilden. (siehe auch: Outdoorpflanzen bewässern)

<mehr Infos in unseren Growtipps>

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