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medizinisches Cannabis: Indicas in der Medizin

Indicas-Medizin, medizinische Anwendung von Indicas

Es gibt zwei Hauptarten des Cannabis, die auch so gut wie alle vorhandenen Strains ausmachen, nämlich Cannabis Sativa und Cannabis Indica. Es ist allgemein bekannt, dass Indicas typischerweise in den Haschisch produzierenden Ländern der Welt wie Pakistan, Afghanistan, Marokko oder auch Tibet vorkommen. Indica Strains sind dunkler grün als Sativas, haben kleinere und dickere Blätter und wachsen weniger hoch als Sativas. Indicas eignen sich besonders für den Indoor-Anbau und werden seitjeher dafür verwendet, weil sie eine überschaubare Höhe erreichen und eine kurze Blütezeit haben (durchschnittlich 8-10 Wochen). Die Blüten von Indicas weisen im Allgemeinen einen sehr hohen THC-Gehalt (über 18%) und eine große Harzproduktion auf. Indicas bilden schwere, klebrige und dichte Buds.

Der Geschmack und das Aroma von Cannabis Indica reicht von Pinienaroma, erdigen Noten, über Haschisch, ist süß oder auch fruchtig. Eines der meist vorkommenden Terpene bei den Indicas ist Alpha-Pinene, eine organische Komponente, die auch in Rosmarinöl und Pinien vorkommt. Alpha-Pinene ist neben den anderen wirksamen Bestandteilen im Cannabis selbst von wertvollen medizinischen Nutzen und wird seit tausenden von Jahren in der traditionellen Medizin verwendet um den Geist zu reinigen und neue Energie zu bringen aber auch als Antiseptikum und bronchienerweiterndes natürliches Medikament. Pinene ist z.B. besonders in der OG Kush vorhanden oder auch in anderen Strains afghanischer Herkunft.

Die Effekte und Wirkung der Indicas

Indicas sind vor allem für ihre schmerzlindernde sowie muskelentspannende Wirkung bekannt. Daneben besitzen Indicas sedative Effekte, sind also beruhigend, müde machend, was auf den höheren CBD-Gehalt (Cannabidiol) als bei den Sativas zurückzuführen ist. Die Wirkung von Indicas ist vor allem körperlich spürbar und wird oft als „stoned“ bezeichnet. Aufgrund des hohen CBD-Levels von Indicas eignen sich diese vor allem für Patienten, die chronische Schmerzen, Muskelspasmen, Übelkeit, Arthritis, Schlafprobleme und Appetitlosigkeit behandeln wollen. Wie die Forschung in vielerlei Hinsicht zeigte, konnten auch bei Erkrankungen wie Fybromyalgie, MS und Krebs gute Ergebnisse mit Cannabis erzielt werden. Krebs-Patienten profitieren bei der medizinischen Anwendung von Cannabis unter anderem an den appetitanregenden und schmerzlindernden Effekten. Zudem können die Nebenwirkungen der Chemotherapie damit abgemildert werden.

In der neueren Cannabis-Zucht werden inzwischen auch Cannabis-Sorten entwickelt, die einen besonders hohen CBD-Gehalt aufweisen und dahingehend selektiert wurden: z.B. Critical Mass CBD von Dinafem oder CBD Kush von Dutch Passion. Es gibt mittlerweile unendlich viele Hybriden, also Mischungen aus Sativas und Indicas, bei denen die medizinischen Vorteile von Indica und Sativa vereint wurden in einer Sorte und verschiedene Effekte gezielt verstärkt wurden. Bisher gibt es etwa 60 identifizierte Cannabinoide, die im Marijuana vorkommen. Jeder Cannabis-Strain hat sein eigenes individuelles Cannabinoidprofil mit seiner entsprechenden einzigartigen Wirkweise. Dies erklärt das vielseitige und extrem breitgefächerte Wirkungspektrum des Cannabis, das man beim Konsum erlebt. Jedes aktive Cannabinoid besitzt einen bestimmten körperlichen oder geistigen Effekt. In jeder Cannabis-Sorte kommen viele verschiedene Cannabinoide vor und sie treten in unterschiedlicher Kombination auf. Dadurch kommt es zu Synergieeffekten zwischen den Cannabinoiden, sie verstärken sich gegenseitig.

Hier einige der wichtigsten wichtigsten Cannabinoide im Überblick:

Die Effekte von THC

  • anti-epileptisch
  • muskelentspannend
  • nimmt Übelkeit
  • senkt Blutdruck
  • anti-depressiv
  • schmerzlindernd
  • regt Appetit an
  • bronchienerweiternd
  • entzündungshemmend

Die Effekte von THCV, THV

  • nicht psychoaktives Cannabinoid, vor allem in Sativas vorhanden, es ist ein Analog von THC
  • Es gibt einige Sorten, die THCV in größeren Mengen produzieren, nämlich bis zu 5% der gesamten Cannabinoide einer Pflanze. Dies trifft vor allem auf einige Sorten aus Süd Africa, Nigeria, Afghanistan, Indien, Pakistan und Nepal zu.
  • es spielt eine Rolle bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes

Die Effekte von CBD

  • CBD stellt ein wichtiges Cannabinoid in der medizinischen Anwendung dar
  • Cannabidiol lindert Krämpfe, Entzündungen, Angst, Übelkeit und hemmt das Wachstum von Krebszellen. Jüngste Studien haben gezeigt, dass Cannabidiol als ebenso wirksames wie atypische Neuroleptika bei der Behandlung von Schizophrenie angesehen werden kann. Im November 2007 wurde berichtet, dass CBD das Wachstum von aggressiven Brustkrebszellen reduziert und deren Invasivität herabsetzt. Es stellt somit die erste nicht-toxische exogene Substanz dar, die quasi zu einer Herunterregulierung der Tumoraggressivität führen kann. Es ist auch ein neuroprotektives Antioxidans und vermindert gleichzeitig die psychoaktive Wirkung des THC.
  • beruhigende und schmerzstillende Wirkung.
  • weitere medizinische Effekte werden erforscht…

Cannabichromen (CBC):

  • Fördert und unterstützt die Wirkungen von THC, vor allem der schmerzstillenden Wirkung des THC
  • beruhigende Wirkung.
  • anti-epileptisch

Cannabigerol (CBG):

  •  beruhigend
  • antimikrobiellen Eigenschaften (auch bei Bakterien, die eine Resistenz gegen herkömmliche Antibiotika aufweisen)
  • senkt den Augeninnendruck.
  • senkt den Blutdruck
  • CBG ist die biogenetische Vorstufe von allen anderen Cannabinoiden.

Cannabinol (CBN):

  • vermindert Augeninnendruck
  • anti-epileptisch

Cannabinoide

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