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Medical Marijuana News – September / Oktober 2014

News Cannabis, Medical Marijuana News Oktober September

In unseren Medical Marijuana News findest Du aktuelle Meldungen rund um das Thema Cannabis in der Medizin.

In der September / Oktober Ausgabe haben wir Neuigkeiten zur Legalisierung von medical Marijuana in England – in Italien soll die Armee Cannabis für medizinische Zwecke züchten – eine Langzeitstudie zeigt, dass Cannabis die Todefälle durch Schmerzmittel um 1/4 reduzieren kann – die Pharmaidustrie finanziert die Prohibition – CBD hilft bei der Behandlung von Akne – und einiges mehr…

Minister in Großbritanien für die Legalisierung von medical Marijuana

Norman Baker von der liberal-demokratischen MP, der als Staatsminister verantwortlich für Betäubungsmittel ist, beantragte in einem Brief an den Staatssekretär für Gesundheit, Jeremy Hunt, medizinisches Cannabis zu legalisieren.

Baker erklärte hierzu: “ Nach all dem was ich als Minister herausfinden konnte, glaube ich, dass es an der Zeit ist, die medizinischen Eigenschaften von Marijuana anzuerkennen. Es gibt mehr und mehr Beweise, dass Cannabis einen grossen medizinischen Nutzen bei der Behandlung verschiedenster Krankheiten besitzt. Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes von Cannabinoiden hat stark zugenommen. Ich fühle mich schlecht damit, dass die Menschen, für die Cannabis die einzige Substanz ist, ihren Krankheitsstatus zu verbessern, das Gesetz brechen müssen, um sich selbst zu helfen. Andere Länder haben bereits den Besitz von medizinischem Cannabis legalisiert und wir sollten auch in diese Richtung gehen, um kranken Menschen zu helfen.“

(Quelle: http://www.bbc.com/news/uk-england-sussex-28796950 )

MMN

Italienische Armee soll Cannabis anbauen

Die italienische Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin hat kürzlich die Streitkräfte damit beauftragt, Cannabis zu therapeutischen Zwecken zu kultivieren, um Patienten die Behandlung mit Cannabinoiden zu erschwinglicheren Preisen als mit importierten Medikamenten zu ermöglichen. Sativex kann beispielsweise bis zu 700 € kosten, was für das italienische Sozialversicherungssystem (gesetzliche Krankenkasse) viel zu hohe Kosten verursacht.

Nach Aussage des Verteidigungsministeriums kann die Produktion von der Armee in den militärischen pharmazeutischen Betrieben in Florenz erfolgen, die 1853 erbaut wurden. Die italienische Regierung plant, die ersten Cannabismedikamente nächsten Sommer zu vertreiben. So sollen 80-100kg der aktiven Wirkstoffe des Cannabis jees Jahr gewonnen werden, um den Bedarf der lokalen Apotheken und Krankenhäuser im ganzen Land zu decken.

Umberto Veronesi, ehemaliger italienischer Gesundheitsminister betont, dass „Marijuana ein hervorragendes Produkt ist, ein Sedativum, das z.B. bei Übelkeit und Erbrechen helfen kann. Da es jedoch als Betäubungsmittel eingestuft ist, haben die Menschen immer noch ein wenig Angst, es zu benutzen.“

( Quelle: http://www.lastampa.it/2014/09/05/italia/cronache/arriva-la-marijuana-di-stato-sar-prodotta-dallesercito-HBqeRkn9PpYzBWN2DYF5YK/pagina.html )

Medizinisches Marihuana in Kolumbien und Chile zugelassen

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat gerade einen Gesetzentwurf vorgelegt, um medizinisches Marihuana zu legalisieren. Santos erklärt, dass diese Entscheidung „eine sinnvolle und mitfühlende sei, um Schmerzen lindern und die Angst der Patienten, die an schweren Krankheiten leiden zu reduzieren, aber auch eine Form die Kriminalität zu verringern.“ In Kolumbien ist bislang der Besitz geringer Mengen (bis 20g) legalisiert.

(Quelle: http://bigstory.ap.org/article/santos-endorses-medical-marijuana-colombia )

MM-News

Die chilenische Stadt La Florida, südlich von Santiago, hat gerade die staatliche Erlaubnis zur Herstellung von medizinischem Cannabis-Öl erhalten, welches gratis an Menschen mit Krebs verteilt werden soll. Die Gemeinde wird 416 Marihuana-Pflanzen anbauen und die gesamte Ernte wird in Öl umgewandelt und unter den 200 Patienten der Stadt verteilt.

( Quelle: http://www.telesurtv.net/news/Alcaldia-de-Chile-plantara-marihuana-con-fines-medicinales-20140908-0037.html )

Medical Marijuana verringert die Anzahl der Todesfälle durch Schmerzmittel um 25%

Eine Langzeitstudie, die zwischen 1999 und 2010 in den USA durchgeführt wurde, zeigt, dass die Sterblichkeit durch Überdosierung von Schmerzmitteln in den 13 Staaten, in denen medizinisches Marihuana legalisiert wurde, um 24,8% zurückging im Vergleich zu den Staaten, in denen es weiterhin verboten ist. Die Schmerzmittel, von denen ein großer Teil aus Opiaten bestand, haben eine starkes Suchtpotential, was dazu führt, dass viele Patienten regelmäßig die Dosis erhöhen, bis zu Mengen an Opiaten die zum Tod führen können.

Marihuana ermöglicht vielen Patienten, ihren Verbrauch an Anti-Schmerzmitteln zu reduzieren, da es zu einer Verstärkung der Wirksamkeit von ihnen über unterschiedliche Wirkungsweisen führt. Einige Patienten waren sogar in der Lage, auf die Behandlung mit Optiaten zu verzichten.

Das Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten in den USA beobachtete, dass es mehr Amerikaner nach übermäßigem Schmerzmittelkonsum (mehr als 16 000 Todesfälle durch Überdosierungen pro Jahr) sterben als an Heroin und Kokain. Der therapeutische Index (Verhältnis zwischen der effektiven und letalen Dosis) von Marihuana ist einer der höchsten in der Welt, es ist unmöglich, an einer Überdosis Marihuana zu sterben.

(Quelle: http://cdn3.vox-cdn.com/uploads/chorus_asset/file/671056/Medical_Cannabis_JAMA_Proof.0.pdf )

Pharmaindustrie finanziert die Cannabis-Prohibition

ProhibitionWie die amerikanische Zeitung The Nation entdeckte, finanziert die Pharmaindustrie zum wesentlichen Teil Oppositionsgruppen gegen Marihuana in den USA, wie z.B. CADCA (Community Anti-Drug Coalition of America) oder Partnership for Drug-Free Kids.

Zu den Hauptsponsoren dieser Gruppen zählen Purdue Pharma, den Hersteller von Oxyconton, Abbott, die das Opiat-Medikament Vicodin poduzieren, Alkermes, der das neue und sehr umstrittene Anti-Schmerz-Mittel Zohydrol (10-mal stärker als Oxyconton) vertreibt, Jansen Pharmaceuticals, Hersteller des Medikaments Nucynta gegen Schmerzen oder auch Pfizer, Produzent verschiedener Opioid-Produkte.

( Quelle: http://www.thenation.com/article/180493/anti-pot-lobbys-big-bankroll )

THC bei Kindern und Jugendlichen mit Spasmen und Schmerzen

Eine Studie der Universität Saarbrücken, zeigt den therapeutischen Nutzen von THC bei der Behandlung von Schmerzen und Spastiken bei Kindern und Jugendlichen. Einer Gruppe von 17 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren, die an starken Schmerzen, Unruhe und schweren Spastiken (10 Kinder mit infantiler Cerebralparese, 2 mit Leukodystrophie, 3 mit Stoffwechseldefekten und 2 Kinder mit Zustand nach hypoxisch-ischämischem Hirnschaden) litten wurden Dosen von 0,1 mg bis 1,1 mg THC pro kg Körpergewicht verabreicht.

Insgesamt zeigten 16 Kinder eine signifikante Reduktion der Schmerzen, 14 eine Reduktion der Spastik und bei 12 wurde eine Verbesserung der Unruhe und Schlafstörungen festgestellt. Bei 5 Kindern konnte die Opioid-Medikation im Verlauf reduziert werden, bei 2 Kindern konnte die Schmerzmedikation ganz ausgeschlichen werden.

( Quelle: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0034-1374526 )

Die CBD, eine neue natürliche und wirksame Behandlung von Akne

Akne

Eine neue Studie, die im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht wurde, zeigt, dass die CBD (Cannabidiol) eine sebostatische und entzündungshemmende Wirkung auf die menschliche Sebositos besitzt, und sich dadurchfür einewirksame Behandlung von Akne-Pickel eignet. Diese Studie bestätigt die hervorragenden Ergebnisse, die viele Betroffene bereits mit eigenen Produkten erzielen konnten.

( Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4151231/ )

Dritte Internationale Konferenz zu Cannabinoiden in der Medizin in Frankreich

Die iCare UFCM organisiert auch in diesem Jahr die Internationale Konferenz zu Cannabinoiden in der Medizin, die am 22. Oktober 2014 an der Medizinischen Fakultät von Straßburg stattfindet. Über 150 Gesundheitsexperten treffen sich, um sich über die pharmakologischen Fortschritte und die therapeutische Verwendung von Cannabis auszutauschen.

Unter den Konferenzteilnehmern befinden sich u.a. Dr. Manuel Guzman von der Universität Madrid, berühmt für seine Forschung über Cannabinoide gegen Krebs, Dr. Raphael Mechoulam, der THC im Jahre 1964 isolierte, macht sich auf die Reise aus Israel, um über die Bedeutung von Cannabinoiden in der Medizin der Zukunft zu sprechen und auch Sebastien Beguerie von der UFCM präsentiert legale CBD Cannabisprodukte.

Diese Konferenz bietet Gelegenheit für Forscher, Mediziner, internationalen Experten und natürlich für die Patienten, sich zu treffen und gemeinsam über die Entwicklung von Marijuana in Europa zu diskutieren.

( Quelle: http://ufcmed.org/association/3eme-conference-internationale-sur-les-cannabinoides-en-medecine/ )

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