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Marijuana richtig trocknen & lagern

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Nachdem Monate der Pflege und Versorgung vergangen sind, kommt schließlich die langersehnte Zeitpunkt der Ernte. Hier sollte man sich Zeit lassen, um den besten Geschmackt und die potenteste Wirkung zu erreichen. Die Trockungsphase ist genauso wichtig wie alle anderen Schritte im Verlauf des Grows. Wenn dieser Prozess nicht richtig durchgeführt wird,  wird letztlich auch die Wirkung und das High beeinträchtigt sein.

Einige Tipps zum Trocknen von Marijuana

Hier sind einige Tipps für diejenigen, die Marijuana von bester Qualität erhalten wollen mit der möglichst besten Wirkung und einem schönen Aroma. Das frisch geschnittene Gras muss einen langen Prozess durchlaufen bis es schließlich sein volles Potenzial entwickelt hat.  Marijuana stirbt nicht, sobald es geschnitten wird. Es ist nach wie vor Flüssigkeit im Gewebe der Blüten und es finden chemische Reaktionen statt, die einen entscheidenen Einfluss auf die Qualität und den Geschmack des Endprodukts haben.

Viele erfahrene Grower sagen nicht ohne Grund, wer weniger als einen Monat nach dem Schneiden wartet, ist ungeduldig. Wenn Du einen Monat wartest, wird das Ergebnis viel besser sein, vor allem was die medizinischen Aspekte betrifft. Beim Trocknen gibt es zwei wichtige Prozesse: Zum einen muss das Gras Wasser verlieren und aus der Vorstufe des THCs dem THCA das THC umwandeln und bilden. Das Trocknen selbst dauert etwa 1-2 Wochen je nach Wetter. Zum anderen muss das Chloropyll (grüne Farbe der Pflanzen) in den Blüten abgebaut werden. Durch diesen, Fermentierung genannten, Prozess bekommt das Weed einen milderen Geschmack und kratzt und reizt nicht mehr beim Rauchen. Das Gras verliert dabei den „Wiesen-Geschmack“ und es erhält seine wahres Potential. Das Fermentieren dauert je nach Sorte nochmals zwischen 2 und 6 Wochen.

1. Trocknen der frischen Blüten

Weed trocknen

Die erntereifen Pflanzen werden in ihre einzelnen Triebe zerlegt und alle grossen Blätter mit der Hand entfernt. Dann hängt man in einem dunklen, gut durchlüfteten Raum die einzelnen Triebe kopfüber an eine Leine und lässt sie so 2-3 Tage antrocknen. Wenn man zuvor in einer Growbox angebaut hat, kann man diese bei laufendem Lüfter sehr gut beutzen. Das hat den Vorteil, dass durch den Aktivkohlefilter der sehr starke Geruch keine Nachbarn stört. 😉

tnAnschliessend werden die kleinen Blätter vorsichtig mit einer Schere aus den Blüten geschnitten. Aus diesen sehr harzreichen Blättern kann man später nach der Trocknung sehr gut Cannabisbutter herstellen oder sie zu BHO verarbeiten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass man die Buds nicht zu sehr berührt oder quetscht, damit sie nicht an Qualität verlieren. Die entlaubten Blüten werden jetzt von den Ästen entfernt und zum Trocknen auf ein Trockennetz gelegt. Das Trocknen geschieht in einem gut durchlüfteten, dunklen Raum, die Temperatur sollte bei 18-22°C und die Luftfeuchtigkeit bei 20-40% liegen. Nach 1-2 Wochen sind die Blüten äußerlich trocken und die Stiele lassen sich noch immer biegen. Nun ist das Weed bereit zum nächsten Schritt, der Fermentierung.

2. Fermentierung der Buds

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Die Blüten werden jetzt in eine verschließbare, luftdichte Box (Tupper-Box) gefüllt, die bei Raumtemperatur bei absoluter Dunkelheit gelagert werden sollte. Die Box wird 2 mal täglich für etwa 20 Minuten geöffnet, und die Buds vorsichtig gewendet, so dass sich die Luft komplett austauschen kann. Der Prozess des Fermentierens dauert einige Wochen, dabei trocknet das Weed langsam vollständig und das Chlorophyll zerfällt, wodurch das Gras auch die frische, grüne Farbe verliert und die Cannabinoid-Säuren wandeln sich in die wirksamen Cannabinoide. Die Buds sind fertig fermentiert, wenn die Stängel der Blüten beim Brechen knacken.

Richtige Lagerung des fertigen Weeds

Ist das Gras richtig getrocknet kann es endlich geraucht oder anderweitig konsumiert werden und hat seinen endgültigen Geschmack und seine vollständige Wirkung erreicht. Hat man zuviel, um es relativ rasch zu verbrauchen, sollte es gut gelagert werden, damit es nichts an Wirkung und Aroma verliert. Die zwei Hauptfeinde der Cannabinoide sind Licht und Wärme. Deshalb sollte Weed kühl und dunkel gelagert werden, aber entgegen früherer Meinungen NICHT dauerhaft luftdicht aufbewahrt werden. In Colorado hat man nämlich im Zuge der Legalisierung bei Tests festgestellt, dass wenn Cannabis dauerhaft luftdicht gelagert wird, sich die Mikroorganismen und Sporen/Pilze verstärkt vermehren können. Aus diesem Grund wurde diesbezüglich eine Vorschrift erlassen, die das luftdichte Verpacken von Cannabis untersagt. Deshalb sollte Weed am besten in einer Tupperbox im Kühlschrank aufbewahrt werden und die Box mindestens einmal täglich geöffnet und gelüftet werden.

zu schnelles Trocknen

Wie bereits weiter oben erwähnt, dauert das richtige Trocknen und Fermentieren seine Zeit. Wird das Weed schneller getrocknet, verliert es an Wirkung und kann sein volles Potential nicht ausschöpfen. Auch bei der Trocknung in der Mikrowelle wird der größte Teil der Cannabinoide zerstört, bzw. erst gar nicht gebildet.

Wenn man wirklich nicht umher kommt, einen Teil schnell trocknen zu müssen 😉 , sollte man dies am besten im Backofen bei 50°C mit angelehnter Ofentür durchführen. Dies ist eine der noch am schonendsten Methoden, es wird aber immer noch ein großer Teil des THC zerstört und das Grass schmeckt nicht wirklich gut. Gute Dinge dauern einfach und wer will schon seinen monatelangen Grow durch zu schnelles Trocknen gefährden?

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