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Marijuana-Anbau auf der Terrasse und dem Balkon

Cannabisanbau-auf-der-Teras

Der Anbau von Cannabis auf dem Balkon oder der Terrasse ist bei vielen Growern sehr beliebt, weil es mit weniger Aufwand verbunden ist und bei minimalen Investitionen gute Erträge bringt. Bedingt durch die unterschiedlichen Gesetzeslagen und die jeweiligen Umstände wie Nachbarn, Einsehbarkeit usw. hat nicht jeder Grower die Möglichkeit dazu. Glücklich schätzt sich, wer eine sonnige und nichteinsehbare Terrasse (Dachterrasse) oder Balkon hat bzw. eine Genehmigung zum Anbau besitzt. Dann ist die Terrasse der ideale Ort für die Ladys. Du kannst dich hier perfekt um sie kümmern und ihre Bedürfnisse oder mögliche Probleme sofort erkennen.

Eine der wichtigsten Sachen dabei ist die Sonneneinstrahlung. Die Pflanzen sollten täglich mindestens 7 Stunden direkte Sonneneinstrahlung bekommen, um potente und hohe Erträge erzielen zu können. Neben dieser entscheidenden Grundanforderung gibt es noch einige weitere notwendige Dinge, die gebraucht werden und sehr hilfreich sind.

Wichtiges für den Grow auf Terrase & Balkon:

Der Anbau auf Terrasse & Balkon Schritt für Schritt

Sobald alle notwendigen Materialien vorhanden sind, kann es losgehen. Die beste Zeit um mit dem Grow auf dem Balkon oder der Terrasse zu starten ist April-Mai (je nach Klimaregion/Temperatur). Ich beginne ab Mitte Mai damit, weil die Pflanzen ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu groß werden.

Zuerst müssen die Samen gekeimt (-> Samen richtig keimen) und dann jeweils in 0,25 L Töpfe mit Light-Mix gepflanzt werden.

Während der folgenden Tage werden die Töpfe regelmäßig gegossen und die Erde feucht gehalten. Die kleinen Pflanztöpfe sollten dabei direkt in die Sonne gestellt werden, so beginnen nach etwa 5-10 Tagen die jungen Cannabispflanzen zu sprießen. Wenn die sprießenden Jungpflanzen nicht gleich in die Sonne gestellt werden, werden sie krakelig und schwächlich.

Outdoor-Grow auf der Terrasse

Nach etwa 3 Wochen haben die Cannabispflanzen eine Höhe von ca. 20cm erreicht und mindestens drei Blattpaare oder mehr. Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Pflanzen in einen 11 L Topf umzutopfen. Die Wurzelstruktur sollte bereits gut ausgebildet sein und man sollte umtopfen, wenn das Substrat angetrocknet ist.

Für die 11 L Töpfe empfiehlt sich ein Erd-Mix aus: 80% Light-Mix, 20% Wurmkompost, 500g Fledermaus-Guano, 250g Nutrihemp pro 100 L Erde. Alle Zutaten gut vermischen.

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Die ersten zwei Wochen nach dem Umtopfen gießt man nur mit reinem Wasser, bei dem der pH-Wert kontrolliert und falls notwendig angepasst wird (-> Der optimale pH-Wert).

In der dritten Woche nach dem Umtopfen wird einmal wöchentlich die entsprechende Dosis Guanokalong Grow zum Gießwasser hinzugefügt.

In der vierten Woche nach dem Umtopfen (also ca. 8 Wochen nachdem du begonnen hast mit dem Grow), es ist jetzt Mitte Juni, wird das Beschneiden durchgeführt um das horizontale Wachstum anstatt des vertikalen zu fördern. Die Pflanze sollte zu diesem Zeitpunkt 7-8 Blattpaare besitzen. Die obere Spitze wird dabei knapp über dem fünften Blattpaar abgetrennt (Topping), so bilden sich mehrere Hauptzweige.

Cannabispflanzen klein halten, Outdoor-Grow, Topping 15

Gleich nach dem Beschneiden/Topping werden die Pflanzen in ihren endgültigen Topf mit 25 L gesetzt. Diejenigen, die sich über viel Platz freuen können, können die Pflanzen auch jeweils in einen 45 L Topf setzen. Für die 25 L Töpfe empfiehlt sich folgende Erdmischung: 80% Light-Mix, 20% Wurmhumus/Vermikompost, 500 g Fledermausdünger, 200 g Nutrihemp pro 100 L Erde.

Nach dem Umtopfen in den 25 L bzw. 45 L Topf wird für die nächsten zwei Wochen nur mit pH-angepasstem Wasser gegossen.

Drei Wochen nach dem Umtopfen in den 25 L Topf gibt man nun einmal wöchentlich die entsprechende Dosis Guanokalon Grow zum Gießwasser dazu. Dies wird so fortgeführt bis die ersten Blütenansätze erkennbar sind, was ungefähr im August der Fall sein wird. Die Pflanzen sind jetzt zwischen 100-130 cm hoch.

Wenn die ersten Blüten erscheinen, wird 1x pro Woche mit Wasser und Guanokalong Blüte in der angegebenen Dosierung gegossen. Das restliche Gießen sollte nur mit Wasser, dessen pH-Wert angepasst wurde, durchgeführt werden. Sobald sich die Knospen zunehmend entwickeln und man erkennt, dass sie größer geworden sind, wird 2x pro Woche Guanokalong Blüte gegeben. Die wird bis 2 Wochen vor der Ernte fortgesetzt.

In den letzten zwei Wochen vor der Ernte sollte man die Cannabispflanzen nur noch mit klarem (pH-Wert angepasstem) Wasser gießen. Dadurch werden die Pflanzen gespült und der Geschmack sowie das Aroma verbessert. Wenn die Blätter während dieser Zeit gelb werden, ist dies völlig in Ordnung, denn sie holen sich nun ihre Nährstoffreserven aus den Blättern.

Um den richtigen und exakten Erntezeitpunkt zu bestimmen empfiehlt sich ein kleines (oder auch großes) Mikroskop, mit dem man die Trichome und deren Farbe genau erkennen kann. Sind die Trichome zum großen Teil milchig oder sogar bernsteinfarben geworden anstelle von klar , ist der Zeitpunkt der Ernte gekommen. Mehr Infos dazu: Richtiger Erntezeitpunkt.

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Cannabispflanzen, die in einem 25 L Topf wachsen und eine Höhe von 100-125 cm erreichen, werden vorraussichtlich einen Ertrag zwischen 200-300 g liefern, während Cannabispflanzen (Indicas) in einem 45 L Topf 125-175 cm hoch wachsen und Erträge zwischen 300-500 g auf die Waage bringen. Das ist natürlich auch stark von der jeweiligen Sorte abhängig.

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Das sollte man beim Anbau auf Terrasse & Balkon beachten

Bei direkter Sonneneinstrahlung können die Töpfe bzw. die Wurzeln der Pflanzen leicht eine Temperatur von 40 Grad erreichen, was nicht gut ist und vermieden werden sollte. Um eine Überhitzung in den Töpfen zu verhindern, macht es Sinn weiße Pflanzgefäße zu verwenden. Die Pflanzgefäße der Cannabispflanzen können mit anderen Pflanzen beschattet werden, die gleichzeitig als Tarnung dienen. Dabei sollte man aber bedenken, dass alle Pflanzen am Balkon/Terrasse in gleicher Weise wie die Cannabispflanzen vorsorglich und biologisch gegen Schädlinge behandelt werden sollten. Eine Schicht aus Mulch am Boden jedes Pflanzgefäßes kann Austrocknung und Überhitzung ebenfalls vermeiden. Die Mulchschicht besteht gewöhnlich aus Stroh oder gemähtem Gras/Grasschnitt oder man bedeckt den Boden mit Vermiculit oder Blähton… Von Laub als Mulch rate ich ab wegen der Gefahr, dass dadurch Krankheiten und Schädlinge eingeschleppt werden.

Es sollte bereits früh und vorsorglich mit dem biologischen Pflanzenschutz begonnen werden. Neem-Öl wird nach Angaben des Herstellers am besten dem Gießwasser hinzugefügt und so den Pflanzen verabreicht, auch bevor ein Befall vorhanden ist. In der Wuchsphase (ab dem 11 L Topf) sollten die Pflanzen mehrmals, regelmäßig prophylaktisch mit einer Neem-Öl-Wasser-Mischung besprüht werden. Eine regelmäßige Behandlung kann später den Einsatz von chemischen Mitteln oder Ernteverluste verhindern. Zusätzlich zum Neem-Öl ist die Verwendung von einem Pyrethrin basiertem biologischen Insektiziden sehr zu empfehlen. Die Hochphase für Spinnmilben ist Juni-Juli. Bei der phrophylaktischen und kombinierten Verwendung von Neem-Öl, Propolis und Pyrethrum können Spinnmilben, Blattläuse, Weiße Fliege und sogar verschiedene Arten von Pilzen vermieden werden. Die Neem-Pyrethrum-Propolis-Behandlung sollte alle 14 Tage wiederholt werden bis etwa Ende Juli.

Dann sollten regelmäßig Propolis-Zusätze angewendet werden, um einen Mehltaubefall und andere Schadpilze zu verhindern. Die Behandlung mit Propolis sollte bis zwei Wochen vor der Ernte fortgesetzt werden. Alle Behandlungen, das Umtopfen und das Gießen sollten am frühen Morgen oder späten Abend durchgeführt werden, wenn die Hitze und Sonneneinstrahlung nicht zu groß sind.

Manche Terrasse oder Balkon ist vielleicht besonders dem Winde ausgesetzt. Dann kann es notwendig werden, die Pflanzen mit Stöcken, Netzen oder Schnüren zu stabilisieren und zu fixieren, um zu vermeiden, dass Zweige brechen oder spätere schwere Blütentrauben nach unten knicken oder abbrechen.

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Cannabispflanzen, die in 20 L Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse wachsen und dem vollen Sonnenlicht und Wind ausgesetzt sind können leicht 7,7 L Wasser pro Tag verbrauchen. Indoor würde die gleiche Pflanze bis zu 70% weniger Wasser benötigen. Zum Schutz vor zu starkem Wind gerade im Frühjahr oder Herbst ist es ratsam einen stabilen Windschutz anzubringen. Kalter Wind trocknet die Pflanzen schnell aus und verursacht Stress bei ihnen. Die Pflanzen werden dadurch klein und schwächlich und außerdem anfälliger für Schädlingsbefall.

Outdoor-Grow auf der Terrasse

Ein kleines Frühbeet oder Tomatengewächshaus auf der Terrasse schützt im Frühjahr die jungen Cannabispflanzen vor zu niedrigen Temperaturen (v.a. in der Nacht) und vor Wind. Dieses sollte immer ausreichend offen stehen/belüftet sein, solange direktes Sonnenlicht darauf scheint, so dass es im Inneren nicht zu heiß für die kleinen Pflanzen wird. Am besten mit einem Thermometer kontrollieren. Frühbeete kann man im Baumarkt kaufen oder auch einfach und den eigenen Platzverhältnissen entsprechend selber bauen, z.b. aus alten Fenstern oder Folie. Ein Frühbeet kann helfen, die Grow-Saison zu verlängern und man hat die Möglichkeit, die Pflanzen früher nach draußen zu stellen, wo sie gleich das beste und intensive Sonnenlicht, das sie am meisten mögen bekommen. Frühbeete können zusätzlich mit speziellen Boden-Heizmatten beheizt werden (falls es noch zu kalt ist) um die Pflanzen so vor Kälte zu schützen.

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Mit einem Frühbeet kann man die Saison schon eher im Frühjahr beginnen, weil die Pflanzen warm sind und vor kaltem Wind geschützt sind, besonders, wenn eine Wärmematte verwendet wird.

Ein SCROG oder Pflanzentrainingsmethoden wie Supercropping, Bounding etc. können auch und ganze besonders beim Anbau auf Terrase und Balkon eingesetzt werden. Dies hilft die Pflanzen niedrig zu halten und gleichzeitig die Belichtung der Blüten und damit Erträge zu optimieren.

Outdoor-Grow auf der Terrasse Outdoor-Grow auf der Terrasse

Wann ist der Anbau auf dem Balkon oder der Terrasse nicht zu empfehlen?

  • Auf deinen Balkon können Nachbarn oder irgendwelche anderen Leute sehen und Du hast keine Genehmigung für einen Anbau
  • der Balkon oder die Terrasse kann eingesehen werden, wenn Du vielleicht nicht zu Hause bist.
  • deine Nachbarn sind viel zu neugierig
  • Du kannst nicht vermeiden, dass Gerüche im Verlauf der Blüte zu deinen Nachbarn dringen und dich verraten, bedenke, dass der Geruch von Cannabispflanzen sehr intensiv ist und weit reichen kann. Weiter als einem manchmal lieb ist.

Kurzwüchsige Cannabis-Sorten, die für den Anbau auf der Terrase geeignet sind

Einige Cannabis-Sorten eignen sich aufgrund ihrer kurzen Blütezeit und kompakten Wuchsstruktur besonders für den Anbau auf kleinen Flächen im Außenbereich. Hier sind einige Beispiele:

So nun lasst es mal grün werden bei euch im Hintergarten 🙂

Bis demnächst

Euer Juan

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