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LEDs beim Grow – viel Licht, wenig Kosten und was es an Neuerungen gibt

LED Grow

LEDs sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind an verschiedenen Geräten, am Weihnachtsbaum oder Reklameschildern. Seitdem die LEDs im Jahr 1962 erfunden wurden haben sie eine lange Entwicklung hinter sich gelassen. Während die ersten einen nur sehr geringen Lichtstrom hatten, schritt die LED-Technologie rasch voran und brachte wesentlich hellere und effizientere LEDs hervor. Mittlerweile gibt es LEDs im gesamten sichtbaren Lichtspektrum und von ultraviolet bis infrarot.

Viele Cannabisgärtner, die medizinisches Cannabis züchten, nutzen LEDs. Sie kommen in der Keimungs- und Growphase zum Einsatz aber auch während der Blütephase. Es gibt inzwischen unzählige verschiedene LED-Typen am Markt. Es ist teilweise nicht einfach anhand der Daten auf Anhieb zu erkennen, welche LED sich unter Umständen von einer anderen unterscheidet.

LEDs nutzen Festkörperhalbleiter-Energie um Licht zu erzeugen. Die Technologie ähnelt der, die in Computerschaltkreisen vorhanden ist. Sie nutzen kein Gas wie beispielsweise NDLs oder Energiesparlampen. Dabei erzeugen LEDs weniger Wärme. Die Lichtausbeute von LEDs steigt mit einer hochwertigen Verarbeitung und der Verwendung verbesserter Materialien.

Die Vorteile von modernen Grow-LEDs

  • erzeugen wenig Wärme, Lüfter mit weniger Leistung/Stromverbrauch kann genutzt werden
  • hohe Effizienz (abhängig vom jeweiligen Modell)
  • lange Lebensdauer, auch nach 50.000 Stunden erzeugen sie noch 70% des ursprünglichen Licht-Outputs
  • kleine Größe
  • geringer Stromverbrauch
  • Die LED-Lampe kann näher an die Blüten gebracht werden, was Pflanzen von Natur aus mit mehr Licht versorgt
  • brauchen im Growraum nur wenig Platz, sind kompakt, kein weiteres Zubehör (wie Reflektor oder Vorschaltgerät) notwendig
  • Plug & Play: LEDs sind sofort einsatzbereit. Sie müssen nur noch in der Grow-Box plaziert werden und schon kanns losgehen.

Hochwertige LED-Panele mit einer ausreichenden Leistung und dem richtigen Farbspektrum des Lichts können alleine ohne eine weitere Beleuchtung harzige und klebrige Buds erzeugen

LED-VDL

1W-LEDs sind nicht so hell und ausreichend wie 3W-LEDs. Gleichzeitig können LEDs der gleichen Wattzahl eine unterschiedliche Helligkeit aufweisen. Bei den LEDs ist eine Serie von Widerständen oder ein Transformator notwendig um die präziseVolt-Zahl und einen gleichbleibenden Stromfluss zu ermöglichen, die für eine effektive Beleuchtung und Effizienz nötig sind.

LEDs benötigen die richtige Umgebungstemperatur um wie vorgesehen zu funktionieren. Wird die Temperatur im Anbauraum zu hoch, leiden nicht nur die Pflanzen, sondern auch die LEDs. Sie werden zu warm und erzeugen dann weniger Licht.

LEDs werden mit Milliamper (mA) betrieben. Die Wissenschaft und Technik dahinter ist komplex und würde diesen Rahmen sprengen. Die tatsächliche Lichtausbeute ist dabei verwirrend und für den privaten Grower nicht einfach zu erkennen. Beispielsweise erzeugt eine einzelne 3W-LED, die mit 350mA betrieben wird, 1W Licht.

Zu kleine Grow-LEDs können sich zu schnell erhitzen und verlieren dann an ihrer Effizienz. Lichtenergie wird in Hitze verwandelt ab einer bestimmten Betriebstemperatur. Durch die richtige Temperatur können die einzelnen LEDs, egal welcher Art und Farbe, das vorgesehene Lichtspektrum erzeugen. Unsere Orion Grow-LEDs z.B. besitzen 2 leistungsstarke Ventilatoren im Inneren und ein luftgekühltes Gehäuse, so dass sie nicht zu warm werden können.
LEDs müssen vor zu hoher Luftfeuchtigkeit und der Nässe draußen geschützt werden, d.h., sie können im Gewächshaus und natürlich Indoor genutzt werden, aber nicht Outdoor.

Die Produktion von leistungsstarken LEDs für die Pflanzenzucht erfordert ein hohes Maß an Kontrolle der einzelnen Herstellungsprozesse. Daher sind noch wichtiger als rasend schnelle Entwicklungen in diesem Bereich, die hochwertige und kontrollierte Herstellung. Nur durch eine strenge Kontrolle und verbesserte Herstellungsverfahren lassen sich LEDs herstellen die gleiche Lichtstärke und Wellenlänge erzeugen, ansonsten können die Unterschiede von Chip zu Chip teilweise gravierend sein. Bei hochwertigen LEDs (z.B. Orion LED Panel) werden die Chips einzeln getestet und aussortiert, wenn sie nicht die Vorgaben erfüllen. Dies ist für eine möglichst hohe Effizienz der LEDs ein notwendige Voraussetzung, denn kein Chip gleicht dem anderen, jeder ist sozusagen individuell.

LEDs und Kosten

Wegen ihres komplexen Herstellungsprozesses und der großen Ausschussrate bei der Produktion haben LEDs im Allgemeinen einen höheren Anschaffungspreis als viele andere Lichtquellen wie z.B. Natriumdampflampen. Hochwertige LED-Chips mit einer hohen Lichtausbeute kosten wesentlich mehr als minderwertige Chips. Andererseits sind LEDs deutlich langlebiger als NDLs.

LEDs und Wärme

Jedes elektrische Gerät erzeugt Wärme/Hitze, auch LEDs. Alle Energie, die von einer LED aufgenommen wird, wird entweder in Wärme oder Hitze umgewandelt. Eine LED ist dann am effizientesten, wenn sie wenig Hitze produziert und gleichzeitig eine große Menge an Licht erzeugt. Je kühler LED´s bleiben umso effizienter können sie arbeiten und umso länger ist auch ihre Lebensdauer.

LEDs und ihre Nennleistung (Watt)

Es gibt eine Menge Verwirrung um die Nennleistung (Wattzahl) von LEDs. Die Leistung einer LED wird in Watt angegeben. Diese Wattzahl gibt allerdings nicht den tatsächlichen Stromverbrauch der LED in Watt an. LEDs (LED-Chips) haben z.B. 1W, 2W, 3W….. Die Angabe ihrer Wattzahl stellt eine Art Klassifizierung dar und hat keinen wirklichen Zusammenhang mit ihren tatsächlichen Stromverbrauch. 1W LEDs arbeiten normalerweise mit 350 mA und 3W LEDs mit 700 mA. Dabei ist eine höhere Wattzahl nicht automatisch mit mehr Effizienz verbunden.

LEDs und ihre Lichtstärke

Wenn einzelne LEDs zusammen gruppiert werden, können sie ausreichend Licht erzeugen um medizinisches Cannabis zu züchten. Ein LED-Panel sollte 30cm oder weniger Abstand zu den Pflanzenspitzen haben um eine effektive Lichtquelle für Cannabispflanzen zu sein.

Moderne LEDs erzeugen je nach Hersteller 40 bis 70 Lumen pro Watt. In der Zukunft wird hier noch mehr zu erwarten sein. Aber die Lumen pro Watt sind nur ein Teil der Geschichte. Die Lichtstärke von LEDs wird je nach Wellenlänge in 2 unterschiedlichen Weisen angegeben. LEDs mit einer Wellenlänge zwischen 640 nm und 460 nm werden in Lumen angegeben. LEDs mit einer Wellenlänge länger als 640 nm und kürzer als 460 nm werden in ihrer Strahlkraft angegeben (radiant flux) in mW (Milliwatt).

Lumen stellen keine gute Messeinheit für die Lichtstärke von LED dar. Die Maßeinheit Lumen wurde für sichtbares Licht, so wie es dem menschlichen Auge erscheint gemacht. Dabei werden nicht alle Lichtfarben gleichmäßig gemessen. Lumen wurde entwickelt um weiße Lichtquellen zu bewerten weniger für den Vergleich von LEDs. Das Spektrum jeder einzelnen LED ist entscheiden für den Licht-Output. LEDs sind monochrom, das heißt sie produzieren im Gegensatz zu beispielsweise CFLs nur eine Lichtfarbe von einer großen Bandbreite an Wellenlängen.

Dem menschlichen Augen erscheint weißes Licht das cool-white ist, also einen höheren Blauanteil besitzt, heller als Licht, das warmwhite ist, also mehr Rotanteile hat. Deswegen haben z.B. Leuchtstoffrähren mit cool-white mehr Lumen als die mit warm-white (bei gleicher Wattzahl), obwohl sie effektiv nicht mehr Photonen (Energieteilchen) haben.

Die meisten LED-Grow-Lampen beinhalten LEDs mit den folgenden Wellenlängen:

  • dunkelrot: 660 nm
  • rot: 630 nm
  • blau: 470 nm
  • königsblau: 450 nm

oder auch:

  • orange: 740 nm
  • gelb: 590 nm
  • grün: 530 nm
  • UV (technisch gesehen nahe UV): 390 nm

LED-Lampen/-Panele haben den großen Vorteile, dass man bei ihnen die verschiedenen Wellenlängen so kombinieren kann, dass sie am effizientesten von den Pflanzen genutzt werden können. Die LED-Technologie erlaubt den Entwicklern damit sehr hohe PAR-Werte zu erreichen. Außerdem kann das Licht von LEDs durch spezielle Linsen fokusiert und intensiviert werden.Um gute Ergebnisse zu erreichen solltest Du darauf achten, Led-Lampen zu verwenden, die für den Cannabisanbau geeignet sind und die ausreichende Lichttstärke und das richtige Lichtspektrum erzeugen. Nur so lassen sich große und potente Buds züchten. LEDs wie die Orion oder die Quantum X erfüllen industrielle Standards und sind geeignet um entsprechend dicke Ernten hervorzubringen. Sie können eingesetzt werden von der Keimung bis zuer Ernte .

LED-Grow

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Wasserverbrauch

Beim Umstieg von Natriumdampflampen auf LED-Lampen machen Cannabis-Gärtner leicht den Fehler, dass sie ihre Pflanzen überwässern. LED-Lampen erzeugen wesentlich weniger Hitze, die Erde trocknet dementsprechend langsamer aus und der allgemeine Wasserverbrauch sinkt.

richtiger Abstand zu den Pflanzenspitzen

LED-Lampen/-Panele sollten ca. 30 cm über den Pflanzenspitzen gehängt werden um gute Ergebnisse zu erzielen, nicht mehr. Wird die LED höher gehängt, vergrößert das zwar die beleuchtete Fläche, aber gleichzeitig wird die Lichtstärke reduziert. Ein zu geringer Abstand zu den Pflanzen kann sich auf diese aber auch stressig auswirken und sollte auch vermieden werden.

Temperatur im Growraum

Schon wegen der Pflanzen sollte die Temperatur im Growraum kontrolliert werden und nicht zu heiß sein (ausreichenden Lüfter nutzen + gute Frischluftzufuhr). Auch Grow-LEDs mögen keine zu hohen Temperaturen und können dann nicht mehr wie vorgesehen funktionieren. Die Temperatur im Growraum also tendenziell lieber im unteren idealen Bereich halten.

Hier erfährst du mehr zum Thema LED und Cannabisanbau: „LEDs beim Cannabisanbau“

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