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Feminisierte Samen oder regular Seeds?

Eine der häufigsten Fragen, die sich viele Grower stellen ist jene, ob man lieber feminisierte Samen oder regular Seeds verwenden sollte. Deshalb soll hier kurz darauf eingegangen werden, wie feminisierte Samen produziert werden. So kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er beim nächsten Grow auf gemischtes Saatgut oder rein weibliche Seeds setzen will.

Es gibt 2 verschiedene Methoden, wie Seedbanken feminisierte Samen herstellen. Beide Varianten haben gemeinsam, dass eine weibliche Pflanze (meist ein Klon) männliche Blüten hervorbringt. Um die weibliche Pflanze dazu zu bringen, männliche Blüten zu produzieren, wird diese entweder vor der Blüte mit einer Siberthiosulfat-Lösung (STS) besprüht oder während der Blüte gestresst, d.h. im wieder einem anderen Lichtzyklus ausgesetzt. Das Ergebnis ist, dass die Pflanzen beginnen zu zwittern, d.h. es entstehen sowohl weibliche als auch männliche Blüten.      

                Feminisierte Samen oder regular Seeds                       Feminisierte Samen oder regular Seeds

Der Pollen der männlichen Blüten wird dann gesammelt und eine andere weibliche Pflanze in der Blüte bestäubt. Da hierbei 2 Weibchen gekreuzt werden, tragen die entstehenden Samen automatisch nur weibliches Erbgut in sich. Der große Vorteil feminisierter Samen liegt zweifelsfrei darin, dass man die Männchen nicht selektieren muss und keine Gefahr besteht, dass männliche Pflanzen weibliche bestäuben und so für Samen im Gras sorgen. Allerdings gibt es einen nicht zu unterschätzenden Nachteil. Da feminisierte Pflanzen mit Zwittern (Hermaphroditen) erzeugt werden, ist das Erbgut nie so gut wie das aus „normaler“ Bestäubung entstandener Samen. In der Praxis bedeutet das, dass Pflanzen aus feminisierten Samen öfter männliche Merkmale wie ausschiessenden, hageren Wuchs u.ä. aufweisen, bei Stress leichter zwittern können und auch kleinere Buds haben als aus regular Seeds selektierte Pflanzen. Ich empfehle Mutterpflanzen aus regular seeds zu ziehen, so erhält man über einen längeren Zeitraum stabilere Klone. Mütter aus feminisierten Samen werden nach einiger Zeit deutlich schwächer.

Was also jetzt: feminisierte oder regular???

Diese Frage muß sich jeder selbst beantworten. Erfahrene Grower greifen meist auf regular Seeds zurück, selektieren und vernichten die Männchen und ziehen sich aus dem besten Weibchen eine Mutter. So haben sie immer das gleiche Erbgut und damit das gleiche perfekte Resultat. Für Beginner oder den „schnellen Grow zwischendurch“ sind feminisierte Samen absolut empfehlenswert. Man verliert nicht viel Zeit durch die Selektion und kann sich indoor bereits nach 3 Monaten über eine gute Ernte freuen.

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