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Das Potential von Marihuana zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen

Cannabis-und-Autoimmunerkrankungen, Cannabis in der Medizin

Wie wir aus der neuesten Forschung sehen, könnte Marijuana und seine wirksamen Komponenten in der Zukunft eine entscheidene Rolle spielen bei der Modifikation der Genaktivität und damit entscheidend dazu beitragen bestimmte Krankheiten und vor allem auch Autoimmunerkrankungen zu behandeln.

Eine neue Studie von Forschern der University of South Carolina belegt, dass THC (Tetrahydrocannabinol), ein Hauptbestandteil im Cannabis, vorteilhaft sein kann bei der Behandlung von Patienten mit einer Autoimmunerkrankung.
Die Studie, die im Journal of Biological Chemistry veröffentlicht wurde, ist die erste, die sich damit beschäftigt, wie kleine, leistungsfähige Moleküle, die sogenannten Micro-RNAs durch THC beeinflusst werden. Micro-RNAs sind eine erst kürzlich entdeckte Klasse von nicht-kodierenden RNAs, die bei der Regulation der Genexpresssion (= wie die genetische Information – eines Gens/Abschnitt der DNA zum Ausdruck kommt) eine zentrale Rolle spielen.

Cannabis medicalMan geht davon aus, dass die Fähigkeit, die MicroRNA Expression verändern zu können der Schlüssel ist zur erfolgreichen Behandlungen für eine ganze Reihe von Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Multiple Sklerose und Typ-1-Diabetes.
Die Studie wurde von Forschern von der USC School of Medicine durch Einspritzen an Labormäusen mit THC und Analyse von 609 MicroRNAs durchgeführt. Die Forscher identifizierten 13 einzigartige MicroRNAs, die stark von THC beeinflußt wurden.
MicroRNAs haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Immunsystem, sie wirken wie „Bremsen“, die mehr als 60 Prozent aller Gen-Expression erfassen. Da MicroRNAs normalerweise die Genexpression unterdrücken, wenn eine MicroRNA übermäßig zum Ausdruck kommt, wird das betroffene Gen ruhig gestellt. Aber wenn die MicroRNA ausgeschaltet ist, wird das betroffene Gen auf einem erhöhten Niveau ausgedrückt.
Die Autoren der Studie untersuchten auch, wie eine bestimmte MicroRNA, die miRNA-690, auf ein wichtiges Protein namens C/EBP abzielt. Die miRNA-690 wird in der Reaktion auf THC sehr stark ausgedrückt. Dieses Molekül widerum triggert (löst aus) einzigartige Zellen, die bekannt sind als Myeloide Suppressorzellen (MDSC) und die Entzündungen unterdrücken.
Die führenden Autoren Drs. Prakash und Mitzi Nagarkatti untersuchen seit über einem Jahrzehnt, wie Marihuana Immunfunktionen und Entzündungen verändern kann. Sie waren die ersten, die zeigten, dass Marihuana Komponenten die MDSC triggern um Entzündungen zu unterdrücken.
Dr. Mitzi Nagarkatti, Vorsitzender der Abteilung für Pathologie, Mikrobiologie und Immunologie an der USC School of Medicine, erklärte, die letzte Studie zeige, dass das Verständnis für die MicroRNA Expression ein enormes Potenzial für neue medizinische Durchbrüche mit sich bringt.

Diese Studie identifizierte den molekularen Mechanismus der immunverändernden Effekte von Marijuana. Dieser Einfluß könnte in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Krebs , Entzündungen und Autoimmunerkranungen spielen.
Dr. Venkatesh Hegde führte kürzlich eine Studie zum gleichen Thema zusammen mit ihrem Team durch. Sie beschreibt  Marihuana ebenfalls als eine effektive Behandlungsmethoden gegen entzündliche Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen .

Auch neuere Studien italienischer Wissenschaftlern haben interessanterweise ebenfalls bewiesen, dass speziell Cannabidiol (CBD), Cannabigerol (CBG) und Cannabidivarin (CBV) in der Lage sind negative Genaktivitäten, die mit Hautkrebserkrankungen in Verbindung gebracht werden, zu ändern.

American Society for Biochemistry and Molecular Biology

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