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Cannabisanbau Outdoor

Cannabis im freien anbauen

Der Anbau von Cannabis im Freien als Freizeit- oder Heilpflanze ist die ursprünglichste und natürlichste From der Kultivierung seit tausenden von Jahren. Die Cannabispflanze hat von der Natur eine hohe Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit mitbekommen, so dass sie in vielen Teilen der Welt wachsen kann. Professionelle Züchter und Seedbanken haben einige ausgezeichnete Sorten entwickelt, die auch in der nicht-tropischen, nordeuropäischen Klimazone wachsen.

Der Anbau im Freien hat viele Vorteile: er ist günstig und das Licht und die Belüftung ist absolut vollkommen, so wie es sein soll.

Für alle Grower, die nicht zu Hause (Indoor) oder im Gewächshaus anbauen können oder wollen, stellt der Outdoor-Anbau eine sehr gute und vor allem einfache Möglichkeit dar, hochwertiges Weed selber zu erzeugen. Cannabis, das im Freien gewachsen ist, kann eine sehr hohe Qualität aufweisen und besitzt breitgefächerte und intensive Aromen auf.

Outdoor-Grow

Der Outdoor-Grow wird in der nördlichen Hemisphäre von April/Mai/Juni bis Oktober durchgeführt. Dabei entscheiden sich viele Outdoor-Grower, ihre Pflanzen zunächst drinnen unter Kunstlicht vorzuziehen. Dies gibt den Pflanzen einen Vorsprung und sie sind bereits kräftige Pflänzchen wenn sie nach draußen kommen, die sich besser gegen äußere Einflüße wehren können. Die vorgezogenen Cannabis-Pflanzen werden am besten nach und nach an die Außentemperaturen gewöhnt bis sie dann an ihren festen Standort für den Sommer gebracht werden.

Man kann die Cannabis-Pflanzen in ihren ersten Wochen auch in einem Gewächshaus bis April vorziehen (am besten mit Heizung). Eine weibliche Pflanze liefert Outdoor einen durchschnittlichen Ertrag von 100-600g pro Pflanze je nach Sorte, einige Sorten können auch noch wesentlich mehr auf die Waage bringen. Aber die meisten Strains werden irgendwo in diesem Bereich liegen. Die Ertragsleistung einer Outdoor Cannabis-Pflanze hängt stark von der Aussaatzeit, ihrer Ernährung, der Sonneneinsstrahlung und weiteren Umwelteinflüßen ab.

beheizbare Aufzuchtstation, Cannabispflanzen vorziehen

Mit der beheizbaren Aufzuchtstation kann man schon bald im Frühjahr damit beginnen, Cannabis-Pflanzen vorzuziehen und an die Außenumgebung zu gewöhnen.

In südlichen Klimazonen können grundsätzlich alle Indoor- und Outdoor-Sorten draußen angebaut werden und liefern sehr gute Ergebnisse. In nördlichen Breitengraden können nur die speziellen Outdoor-Sorten oder autoflowering Strains angebaut werden, die eine kurze Blütezeit haben. Reine Outdoor-Sorten Indoor anzubauen, ist nicht empfehlenswert, weil diese oft dazu neigen, eine enorme Größe zu entwickeln.

Einer der wichtigsten Punkte beim Outdoor-Grow, ist die richtige Vorbereitung des zukünftigen Anbauplatzes.

Der ideale Anbauplatz sollte folgende Faktoren aufweisen:

  • uneingeschränktes Sonnenlicht für so viel Stunden am Tag wie möglich
  • Schutz vor zu starkem Wind
  • keine Lichtverschmutzung während der Nacht (z.B. durch Straßenlaternen, Reklameschilder…)
  • Schutz vor bestimmten Tieren, evtl. Hasenzaun zum Schutz
  • Schutz vor ungewollter Aufmerksamkeit
  • Wasserquelle/Bach/Teich in der Nähe zum leichteren Bewässern an heißen Tagen

Manche Outdoor-Grower pflanzen gezielt dornige Büsche mit schnellem Wachstum (z.B. Brombeerstrauch) zum Schutz vor gefräßigen Tieren und als Sichtschutz um ihre Pflanzen herum. Auf diese Weise kann eine fast undurchdringliche Barriere aus Sträuchern geschaffen werden, die die Cannabispflanzen perfekt hinter sich versteckt.

Düngen beim Outdoor-Anbau

Viele Outdoor-Grower verwenden organische Düngemittel und mischen sich dafür ihre eigene Erdmischung. Die natürliche Erde wie wir sie in der freien Wildbahn haben ist nicht immer in allen Regionen für Cannabispflanzen geeignet, daher empfiehlt es sich eben eine eigene Erdmischung herzustellen und dafür eine Pflanzloch im Boden auszugraben, in das die Pflanze nachher gesetzt wird. Bei organischen Erdmischungen werden natürlich biologische Komponenten wie Hornspäne, Blutmehl, Guano, Knochenmehl, Wurmmist, Humus, Kompost, Gesteinsmehl, Fischpulver, Nutrihemp etc. verwendet um die Erde mit Nährstoffen, Spurenelementen und Microorganismen anzureichern.

Cannabis in den Boden pflanzen ein Pflanzloch graben für Cannabis-Pflanzen

Wenn Cannabis-Pflanzen direkt in den Boden gesetzt werden sollen, sollte die dort vorhandene Erde rechtzeitig (mehrere Wochen zuvor) umgegraben, aufgelockert und mit den organischen Zusätzen vermischt werden, so dass sich alles gut verteilen und aufspalten kann, bevor die Pflanzen eingesetzt werden.

Es gibt hunderte von Rezepten für organische Erdmischungen. Jeder organische, langjährige Grower hat mit der Zeit sein eigenes Rezept anpassen können, auf das er schwört. Mehr dazu sowie ein „Erdrezept“ findest Du hier. Grundsätzlich sollte der Boden für die Cannabispflanze nährstoffreich, gut luft- und wasserdurchlässig sein und einen pH-Wert von 5,8 bis 6,5 haben. Mit einem Boden-pH-Tester kann der genaue pH-Wert der Erde ermittelt werden.

Cannabispflanzen, die in gehaltvolle und geeignete Erde gepflanzt werden, erreichen normalerweise das 2-10 fache an Ertrag als Pflanzen, die in magere Erde gepflanzt wurden.

Erdmischung für Cannabispflanzen

Pflanzgefäße beim Outdoor-Grow

Eine gute und viel genutzte Möglichkeit sind „Pflanzsäcke“. Sie bestehen aus einem luftdurchlässigen, oft filz- oder vliesartigem Gewebe, welches für ein optimales Bodenklima sorgt. Diese Pflanzsäcke heißen z.B. Root-Pouch oder Tex-Pot und sind in allen möglichen Größen erhältlich, auch in riesengroß für die Monsterpflanze im Garten. Das gute daran ist, man kann sie transportieren, auch wenn die Pflanze darin schon größer ist. Wenn es beim Outdoor-Grow also notwendig werden sollte die Pflanzen zu versetzen (wegen Lichtverhältnissen oder veränderten Umweltbedinungen) ist das kein Problem und einfach durchzuführen. Die textilen Pflanzsäcke sind außerdem in natürlichen diskreten Farben erhältlich und so gut getarnt. Sie überzeugen auch in der ganz großen Ausführung wegen ihres sehr erschwinglichen Preises, verglichen mit anderen Pflanzgefäßen in der Größe.

Root Pouch, Gewebepflanzgefäss für Indoor und Outdoor

Schwarze Plastiktöpfe sollte man am besten vermeiden, weil sie sich und das Wurzelsystem darin bei Sonneneinstrahlung zu schnell und zu stark erhitzen können, was den Pflanzen widerum nicht gefällt und sogar zu Schäden in der Wurzelzone führen kann. Die Pflanzgefäße sollte außerdem nicht auf einem zu heißen Untergrund gestellt werden, z.B. Blechdach. Weiße und helle Pflanzgefäße aus Plastik eignen sich für den Anbau im Freien und sind besonders sinnvoll, wenn man mehrere kleine Pflanzen auf der Terasse oder dem Balkon haben möchte.

Werden die Cannabispflanzen direkt in den vorhandenen Boden gepflanzt, können sich diese sehr gut entwickeln und eine stattliche Größe erreichen, wenn der Boden optimal ist. Den Wurzeln ist keine Grenze gesetzt durch ein Pflanzgefäß und die Pflanzen können somit ihre volle Größe erreichen. Die Pflanzen können sich unmittelbar alle wertvollen Spurenelemente, Microorganismen und Nährstoffe aus dem Boden holen.

Im Mittelmeerklima eignen sich private und nicht einsichtige Sonenterrassen perfekt für den eigenen medizinischen Anbau im Freien. Es ist wichtig während der gesamten Anbauzeit sicherzustellen, dass die Pflanzen immer ausreichend Wasser und Nährstoffe erhalten. An heißen Sommertagen kann der Boden schnell austrocknen, die Pflanzen können Schaden nehmen und sogar sterben, wenn nicht ausreichend Wassernachschub vorhanden ist. Bei größeren medizinischen Outdooranlagen ist eine Bewässerung oft nur noch mit einem Bewässerungssystem durchzuführen, weil es nicht mehr gelingt die großen Mengen Wasser so einfach herbeizuschaffen und sozusagen an die Pflanze zu bringen. Kleinere Pflanzen und/oder eine überschaubare Menge an Pflanzen kann einfach mit der Gießkanne gegossen werden oder mit einem einfachen Tropfsystem.

Outdoor-Grow Cannabis

Beim Anbau in der freien Wildbahn (Guerilla-Grow) sollte man bedenken, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit einige Verluste durch Tiere, Passanten oder ungünstige Umwelteinflüße geben kann. Dies ist ein ganz normaler Umstand und gehört sozusagen zum Grower-Risiko des Outdoor-Züchters. Erfahren Grower wählen deshalb mehrere Standorte aus und pflanzen entsprechend mehr Pflanzen von vorneherein an um dies wieder auszugleichen und am Ende trotzdem die gewünschte Menge an Ertrag zu erhalten.

Wenn man sehr große Cannabis-Pflanzen Outdoor züchten will, sollte man die entsprechenden Sorten schon rechtzeitig im Haus vorziehen und dann bereits bald, also im April/Mai (wenn kein Frost mehr nachts zu befürchten ist) raussetzen. Dadurch haben die Pflanzen genug Zeit um ihrer volle Größe zu erreichen. Möchte man eher kleinere kompakte Pflanzen haben, sollte man einen späteren Termin für das Rauspflanzen wählen ( 1. Juni).

Hase CannabisViele glauben Spinnmilben wären eine wirklich schlimme Sache. In Wirklichkeit stellt das Kaninchen bzw. der Wildhase ein noch viel größeres Problem dar. Ich persönlich denke, dass der Hase einer der größten Cannabis-Feinde ist, neben Mensch und Schwein natürlich. Alle diese Feinde haben eines gemeinsam: sie vernichten Pflanzen in unglaublich kurzer Zeit. Vor dem Kaninchen kann man sich durch Hasenzäune schützen, wobei ich selbst schon erlebt habe wie Hasen in diesen Käfig geklettert sind um an die saftigen, duftenden Blätter zu gelangen. 😀 In manchen Gegenden ist es mit den Hasen besser, in anderen werden sie richtig zum Problem.

Im Sommer, wenn es heiß wird, besteht für die Pflanzen erhöhtes Risiko, dass der Boden austrocknet und es somit zu Ertragseinbußen und einer schlechten Entwicklung bis hin zum Sterben der Pflanze kommt. Genauso wie es auch Outdoor zu keinem Wasserstau im Wurzelbereich kommen darf, muss eine Austrocknung der Wurzeln unbedingt vermieden werden. Dazu kann man den Boden rund um die Pflanze mit einer Mulchschicht bedecken und somit verhindern, dass Wasser im Boden zu schnell verdunstet.

sweet pink grapefruit BXPolymer-Kristalle sind auch ein sehr guter Weg um Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und zu schnelle Austrocknung zu umgehen. Polymer-Kristalle können sich in Verbindung mit Wasser um das 15-fache ihrer Größe erweitern und Wasser speichern. Wenn sie dem Boden zugefügt werden, verlängern sie die Zeiten zwischen dem Gießen deutlich. Professionelle Outdoor-Grower schwören auf diese Polymer-Kristalle.

 

Polymer-Kristalle schützen vor Austrocknung und Schädigung der Wurzeln

Wichtige Voraussetzungen für den erfolgreichen Outdoor-Grow

  • Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte im Freien ein Abstand von 2m liegen, so dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig behindern und Licht wegnehmen.
  • Pflanzen sollten regelmäßig auf Parasitenbefall und Krankheiten gecheckt werden. Outdoor treten vor allem Trips, Blattläuse und Spinnmilben auf. Diese Plagegeister lassen sich in aller Regel sehr gut mit Neem bekämpfen. Mehr zum Thema Pflanzenschutz im Freien findest du hier.
  • Tarnung & Diskretion: Bleibe sicher mit Deinem Grow und achte darauf, dass niemand etwas mitbekommt. Auch wenn Du auf Deine Ladys stolz bist, ist es sicherer, wenn nur du Bescheid weißt. Pflanzen sollten so in der Natur und in ihre Outdoorumgebung plaziert und versteckt werden, dass sie von niemandem gesehen werden. Pflanzen im Garten oder in der freien Natur können einen extrem intensiven und auffälligen Geruch verbreiten. Man kann Geißblatt auf der Terrasse oder im Garten pflanzen. Es ist die einzige Pflanze, die den Geruch von Marijuana überdecken kann. Geißblatt riecht so stark , besonders an Sommerabenden, dass einem davon schwindelig werden könnte.

Wir wünschen Euch eine spannende, ertragreiche und auch lehrreiche Outdoor-Saison 2015.

Beste Grüße

Euer Juan 😉

<<mehr Tipps zum Outdoor-Grow in unserem Growlexikon>>

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